
Globale Preistrends im Juni: Deflation in Schweden und Brasilien, Kontraktion in Ägypten
Während in Schweden die Nahrungsmittelpreise den sechsten Monat in Folge fielen und Brasiliens IGP-DI ins Minus drehte, signalisieren Einkaufsmanagerindizes in Ägypten und Bangladesch eine deutliche Abkühlung der Wirtschaftsaktivität.
Die Verbraucherpreise für Lebensmittel in Schweden gaben im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent nach, wie die Preisbeobachtungsstelle Matpriskollen auf Basis von 43.000 Artikeln mitteilte. Seit Jahresbeginn summiert sich der Rückgang auf 6 Prozent, binnen zwölf Monaten auf 5,6 Prozent. Als wesentlicher Treiber gilt die Mehrwertsteuersenkung auf Nahrungsmittel zum 1. April. Die größten Preisrückgänge verzeichneten Obst, Molkereiprodukte und Käse, während Rindfleisch teurer wurde. Aus Stockholmer Sicht sehen die Beobachter derzeit keine Anzeichen für eine erneute Preiswelle im Einzelhandel; der Druck auf die Lieferanten, Preiserhöhungen zurückzuhalten, bleibe hoch.
Ein anderes Bild zeigt der brasilianische Gesamtpreisindex IGP-DI, der im Juni um 0,79 Prozent fiel, nach einem Anstieg von 0,80 Prozent im Mai. Ausschlaggebend war der Großhandelspreisindex IPA, der mit minus 1,36 Prozent ins deflationäre Terrain drehte – Rohstoffe verbilligten sich um 3,19 Prozent. Die Verbraucherpreise (IPC) stiegen zwar noch um 0,36 Prozent, jedoch deutlich langsamer als im Vormonat (0,60 Prozent), getrieben von rückläufigen Teuerungsraten bei Wohnen, Nahrungsmitteln und Bekleidung. Die Baukosten (INCC) legten um 0,78 Prozent zu, wobei die Lohnkosten anzogen, Material und Dienstleistungen sich hingegen abkühlten.
In Ägypten fiel der Einkaufsmanagerindex für die nicht-ölproduzierende Privatwirtschaft im Juni auf 46,0 Punkte – den tiefsten Stand seit Januar 2023 und den sechsten Monat in Folge unter der Expansionsschwelle von 50. Der Auftragseingang schrumpfte so stark wie seit November 2022 nicht mehr, was Unternehmen auf Liquiditätsengpässe, Rohstoffknappheit und Störungen der Lieferketten im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt zurückführen. Die Produktion wurde den fünften Monat in Folge zurückgefahren, der Personalabbau setzte sich – wenngleich verlangsamt – fort. Die Input- und Outputpreise stiegen weiter, jedoch mit nachlassender Dynamik.
Bangladeschs Purchasing Managers‘ Index sank im Juni von 62,8 auf 52,9 Punkte und signalisiert damit eine spürbare Verlangsamung der gesamtwirtschaftlichen Expansion. Während die Landwirtschaft und der Dienstleistungssektor weiter wuchsen, rutschten das verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe in den kontraktiven Bereich. Als Ursachen nennen die Herausgeber des Index, die Metropolitan Chamber of Commerce and Industry und Policy Exchange Bangladesh, die langen Feiertage zum Eid, den Beginn des Monsuns und die nachlassende Nachfrage nach dem Fest. Die Erwartungen für die kommenden Monate bleiben jedoch verhalten positiv: Die befragten Unternehmen rechnen mit einer Rückkehr des verarbeitenden Gewerbes in die Expansion und einer Fortsetzung des Wachstums in der Landwirtschaft und bei Dienstleistungen.
Die nächsten Datenpunkte, an denen sich die weitere Entwicklung ablesen lässt, sind die Juli-PMIs für Ägypten und Bangladesch sowie die schwedischen Lebensmittelpreise nach dem Sommer. In Brasilien wird die Zentralbank die anhaltende Disinflation im Großhandel im Blick behalten, während in Ägypten die Hoffnungen auf ein Nachlassen der regionalen Spannungen und zusätzliche staatliche Unterstützung ruhen.
| Kontinentaleuropäische Presse | +0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Arabische Golfpresse | −0.40 | critical |
Sweden celebrates falling food prices as a success of fiscal policy, benefiting households.
The mechanism isolates the positive deflation data from the global context, presenting it as a virtuous national outcome.
The article omits comparison with contraction in Egypt and deflation in Brazil, which might suggest a more complex global trend.
Brazil frames the monthly deflation as a normal statistical adjustment, without alarm.
The mechanism normalizes the negative figure by comparing it to expectations and the annual context, dampening any potential concern.
The article omits comparison with contraction in Egypt and deflation in Sweden, which might suggest a global trend.
Egypt is portrayed as suffering a prolonged crisis, with the private sector in distress.
The mechanism emphasizes the duration and depth of the decline, using the multi-year low comparison to amplify the sense of urgency.
The article omits the context of deflation in Sweden and Brazil, which might offer a less gloomy global picture.
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