
Ghana führt tägliche Anti-Drogen-Botschaft an Schulen ein – weltweit verschärfen Staaten den Kampf gegen Rauschgift
Während Ghana eine tägliche Rezitation anordnet, setzen Algerien, die Emirate und Bangladesch auf unterschiedliche Strategien im Kampf gegen Drogenmissbrauch.
Das ghanaische Bildungsministerium hat eine landesweite Verhaltensänderungskampagne gestartet und mit sofortiger Wirkung eine tägliche Anti-Drogen-Botschaft für alle vortertiären Schulen angeordnet. Wie das Ministerium in Accra mitteilte, sollen die Schüler nach der Nationalhymne und vor dem Treuegelöbnis im Wechselruf „Don’t start it as a greeting“ – „To live in regret“ rezitieren. Die Maßnahme ist Teil einer breiteren Strategie, die gemeinsam mit dem Innenministerium und der Betäubungsmittelkommission umgesetzt wird und durch öffentliche Aufklärung, Schulprogramme sowie die Einbindung von Eltern und Gemeindevertretern flankiert werden soll.
Aus algerischer Sicht steht dagegen die repressive und juristische Komponente im Vordergrund. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Drogenmissbrauch bezifferte der Generaldirektor des Nationalen Amtes für Drogenbekämpfung die Sicherstellungsbilanz des Jahres 2025 auf über 37 Tonnen Cannabis, 1,46 Tonnen Kokain und 43 Millionen Psychopharmaka-Tabletten. Justizminister Loutfi Boudjemaa erklärte, die nationale Strategie 2025–2029 habe eine „spürbare institutionelle Dynamik“ entfaltet und setze auf eine umfassende Herangehensweise, die von der Strafverschärfung über die Austrocknung der Finanzierungsquellen bis zur internationalen Kooperation reiche. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wiederum betonte die Familienbehörde in Abu Dhabi in einer Dialogveranstaltung die Rolle der Familie als „erste Verteidigungslinie“ und stellte Nachsorge- und Wiedereingliederungsprogramme für Betroffene vor.
In Bangladesch mobilisierte die Zivilgesellschaft am selben Gedenktag mit einem menschlichen Band in Rajbari. Lokale Redner warnten vor schwindendem Vertrauen in den Rechtsstaat und riefen zu einer geeinten sozialen Bewegung auf, um die junge Generation vor dem Abgleiten in die Sucht zu bewahren. Die unterschiedlichen Akzentsetzungen spiegeln eine globale Entwicklung wider, bei der Staaten zunehmend auf Prävention und Verhaltenskommunikation setzen, ohne die strafrechtliche Verfolgung zu vernachlässigen. Ghanaische Ernährungsexperten wiesen in Accra zudem auf die gesundheitlichen Folgen hin: Bereits Zwölfjährige würden mit Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes diagnostiziert, was sie auf den hohen Konsum zuckerhaltiger Getränke und verarbeiteter Lebensmittel zurückführen.
Die Initiativen sind vor dem Hintergrund eines wachsenden grenzüberschreitenden Drogenhandels zu sehen, den der algerische Premierminister Sifi Ghrieb als Bedrohung für die „Sicherheit der Länder und den sozialen Zusammenhalt“ bezeichnete. Während Ghanas Kampagne unmittelbar in den Schulalltag eingreift, befindet sich die algerische Strategie im ersten Umsetzungsjahr und soll durch regelmäßige Evaluierungen fortgeschrieben werden. In den Emiraten kündigte die Familienbehörde eine Vertiefung der institutionellen Partnerschaften an, und in Bangladesch forderten Journalisten die Verwaltung zu entschlossenerem Handeln auf. Die nächsten konkreten Schritte umfassen in Ghana die flächendeckende Einführung der Rezitation sowie begleitende Sensibilisierungsprogramme, deren Wirksamkeit von Bildungsforschern noch zu bewerten sein wird.
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | +0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Indische & südasiatische Presse | 0.00 | neutral |
| Subsaharisch-afrikanische Presse | −0.20 | neutral |
| Arabische Golfpresse | +0.10 | neutral |
Drugs are an existential threat to be fought with every tool, from ideological prevention to repression; every seizure is a victory for national stability.
A causal link is drawn between drugs, extremism and social crisis, turning every intervention into a defense of collective identity.
The socioeconomic roots of addiction, such as unemployment and inequality, are omitted, as they would undermine the security narrative.
Legislative amendments are needed to make justice faster and more effective against drug trafficking; the problem is regulatory in nature.
Procedure and bureaucratic rationality are emphasized, presenting the law as a technical solution to a complex problem, without discussing social impact.
The debate on the actual effectiveness of custodial sentences and prevention is omitted, reducing the issue to a mere regulatory update.
The drug problem cannot be solved by repression alone; social policies are needed to address the root causes of vulnerability.
Social criticism is used to shift responsibility from the individual to the system, calling for structural reforms and questioning the effectiveness of repressive measures alone.
Successes of law enforcement and prevention initiatives that could soften the criticism of the system are omitted.
The fight against drugs is a matter of efficient resource management and cross-sector cooperation; the numbers speak for themselves.
The problem is reduced to measurable variables and technical competence is celebrated, avoiding moral or social judgments and presenting everything as a well-oiled routine operation.
The social and health dimensions of addiction, such as rehabilitation and prevention, are omitted as they fall outside the technical-economic framework.
Erweitere deinen Horizont
Trotz fallender Ölpreise: Opec+ erhöht Fördermenge zum fünften Mal in Folge
9 Sprachen · 26 Quellen
Aus TechnologyIndien stoppt WhatsApps Nutzernamen-Funktion – Sicherheitsbedenken vor dem Start
3 Sprachen · 7 Quellen
Aus Science & HealthChronischer Stress, Darmflora und das Herz: Was der Körper über die Psyche verrät
5 Sprachen · 11 Quellen