
Geiselnahme in Berlin-Marienfelde nach fast zwölf Stunden beendet
Spezialeinsatzkräfte überwältigten am Samstagmorgen einen 29-jährigen Mann, der in einem Rewe-Markt eine Kassiererin in seiner Gewalt hatte.
In einem Supermarkt im Süden Berlins endete am Samstagmorgen eine Geiselnahme, die seit dem späten Freitagabend angedauert hatte. Nach Angaben der Berliner Polizei überwältigten Kräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) den Täter gegen 9.20 Uhr mit einem Taser und befreiten die Geisel. Beide Personen erlitten leichte Verletzungen und wurden vor Ort medizinisch versorgt, anschließend in Krankenhäuser gebracht. Der Polizeisprecher Florian Nath erklärte, die Frau habe sich in einem Schockzustand befunden.
Der Vorfall hatte sich gegen 22.00 Uhr am Freitagabend in einem Rewe-Markt im Ortsteil Marienfelde ereignet. Nach übereinstimmenden Darstellungen lokaler Medien sowie der Nachrichtenagenturen dpa und AFP betrat der Mann als letzter Kunde den Laden, zog an der Kasse plötzlich ein Messer und brachte die Kassiererin in seine Gewalt. Ein 22-jähriger Mitarbeiter des Marktes sagte gegenüber Journalisten, die Geisel sei eine Angestellte gewesen und habe sich „einfach zur falschen Zeit am falschen Ort“ befunden. Die Polizei bestätigte diese Darstellung zunächst nicht mit Verweis auf das laufende Einsatzgeschehen.
Während der Nacht standen die Einsatzkräfte nach Polizeiangaben durchgehend in Kontakt mit dem Geiselnehmer. Der Mann habe „verschiedene Forderungen“ gestellt, deren Inhalt die Behörden nicht offenlegten. Französische und italienische Medienberichte griffen die Formulierung auf, wonach der Täter „die ganze Nacht hindurch unterschiedliche Forderungen erhoben“ habe. Aus Berliner Polizeikreisen hieß es später, der 29-Jährige sei polizeibekannt. Die Staatsanwaltschaft Berlin kündigte an, ihn noch am Sonntag einem Haftrichter vorzuführen; ermittelt wird wegen Geiselnahme.
Das Wohnviertel Marienfelde im Bezirk Tempelhof-Schöneberg liegt am südlichen Rand der Hauptstadt, geprägt von Einfamilienhäusern und mehrgeschossigen Wohnbauten. Die Polizei riegelte den Bereich um den Supermarkt weiträumig ab und forderte Anwohner auf, das Gebiet zu meiden, auch wenn zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden habe. Ein Großaufgebot von Streifenwagen, Rettungskräften und Feuerwehr war vor Ort, während sich Spezialkräfte vor dem Eingang positionierten und sich in den frühen Morgenstunden mit einer Leiter Einblick in den Markt verschafften.
Die Ermittlungen zu den Hintergründen und den genauen Forderungen des Täters dauern an. Die Polizei hat nach eigenen Angaben noch keine abschließenden Erkenntnisse zum Tatmotiv. Der festgenommene Mann soll nach seiner Vernehmung dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
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| Arabische Levante-Maghreb-Presse | 0.00 | neutral |
German police neutralized the hostage-taker and freed the hostage, demonstrating effectiveness.
The report relies on official police statements, presenting facts without interpretation.
German authorities managed the situation with contacts and demands, leading to a positive outcome.
The report emphasizes communication with the hostage-taker and his demands, suggesting a negotiated resolution.
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