
Gegenseitige Angriffe zwischen USA und Iran: Mindestens 14 Tote bei Eskalation am Persischen Golf
Die USA flogen massive Luftschläge auf iranische Militärziele, Teheran antwortete mit Angriffen auf US-Stellungen in der Golfregion; die Waffenruhe gilt als gescheitert.
In der Nacht zum Donnerstag und in den Tagen zuvor haben die Vereinigten Staaten nach Angaben ihres Zentralkommandos (CENTCOM) mehr als 170 militärische Ziele im Iran angegriffen. Iranische Staatsmedien meldeten unter Berufung auf das Gesundheitsministerium mindestens 14 Tote und 78 Verletzte in fünf Provinzen. Die Islamische Republik erklärte, ihrerseits Stellungen der USA in Kuwait, Katar, Bahrain und Jordanien mit Raketen und Drohnen beschossen zu haben. Kuwaitische Behörden bestätigten die Verwundung einer Person durch herabfallende Trümmerteile.
Die amerikanischen Angriffe richteten sich nach Darstellung Washingtons gegen Luftabwehrsysteme, Lager für Raketen und Drohnen, Logistikeinrichtungen entlang der iranischen Küste sowie mehr als 60 Schnellboote der Revolutionsgarden. Die New York Times berichtete unter Berufung auf verifizierte Aufnahmen von schweren Schäden am Hafenkontrollturm von Tschabahar, an Flughafengebäuden in Iran-Schahr sowie an einem Pier und dem Umfeld des Kernkraftwerks Buschehr. Auch eine Eisenbahnbrücke nahe Aq Qala im Nordosten des Landes, die Teil der Handelsroute nach Turkmenistan ist, sei getroffen worden. Die iranische Nachrichtenagentur Fars sprach von einer Beschädigung einer für den Handel mit Russland und China genutzten Bahnbrücke. Lokale Quellen und Telegram-Kanäle berichteten zudem über Explosionen in Ahwas, Bandar Abbas und Konarak, die sich zunächst nicht unabhängig bestätigen ließen.
Die iranischen Streitkräfte reklamierten die Zerstörung eines Patriot-Systems in Kuwait, einer Satellitenantenne eines Frühwarnzentrums in Katar sowie von Treibstofflagern der US-Armee in Bahrain für sich. Kuwait gab an, eine Marschflugkörper, drei ballistische Raketen und zehn Drohnen abgefangen zu haben; Jordanien meldete die Abwehr von acht Raketen ohne Schäden. Katar, das als Vermittler zwischen Teheran und Washington fungiert, verurteilte die Angriffe auf Handelsschiffe und rief zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. Die Außenminister der Türkei und des Oman drängten in Gesprächen mit dem iranischen Chefdiplomaten Araghtschi auf Deeskalation.
Die neue Gewalt folgt auf den Kollaps einer erst vor drei Wochen vereinbarten Waffenruhe. US-Präsident Trump erklärte diese für beendet, nachdem zuvor drei Öltanker in der Straße von Hormus attackiert worden waren; Teheran wies eine Verantwortung dafür nicht zurück, ohne sie jedoch formell zu übernehmen. Die Vorfälle fallen zudem mit der Beisetzung des getöteten iranischen Machthabers Chamenei in Maschhad zusammen. Die Lage an der für den globalen Ölhandel zentralen Wasserstraße bleibt angespannt: Nach Angaben der Revolutionsgarden ist der Schiffsverkehr auf etwa die Hälfte des Vorkriegsniveaus gesunken, und nur Schiffe, die von Teheran festgelegte Routen nutzen, dürfen passieren. Die US-Regierung bekräftigte, die Freiheit der Schifffahrt notfalls militärisch durchzusetzen.
| Iranische & verwandte Presse | −0.70 | critical |
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| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.30 | critical |
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
Der Iran erleidet hinterhältige Angriffe, während die Welt schweigt.
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