
Fünf Jahre Haft für Ex-SNP-Geschäftsführer Murrell wegen Veruntreuung von Parteispenden
Der frühere Ehemann von Nicola Sturgeon wurde in Edinburgh zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, nachdem er über 400.000 Pfund für Luxusgüter und Fahrzeuge abgezweigt hatte.
Ein schottisches Gericht hat Peter Murrell, den langjährigen Geschäftsführer der Scottish National Party (SNP) und früheren Ehemann der ehemaligen Ersten Ministerin Nicola Sturgeon, am Dienstag zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. Murrell hatte im Mai gestanden, zwischen 2010 und 2022 mehr als 400.000 Pfund (rund 460.000 Euro) aus der Parteikasse entwendet zu haben. Der vorsitzende Richter Lord Young bezeichnete die Tat als „schwerwiegenden Vertrauensbruch“ gegenüber der Partei, ihren Mitgliedern und Spendern und betonte, die Strafe solle auch andere Führungskräfte großer Organisationen von ähnlichem Missbrauch ihrer Position abschrecken.
Die Ermittlungen der schottischen Polizei ergaben, dass Murrell die Gelder über gefälschte Rechnungen auf private Konten umleitete und damit unter anderem ein Wohnmobil im Wert von etwa 140.000 Euro, zwei Autos, hochwertige Schreibgeräte, Haushaltswaren und Luxusartikel erwarb. In einem von der Polizei veröffentlichten Vernehmungsvideo wird Murrell mit Ausgaben von über 19.000 Pfund allein für Füllfederhalter und Kugelschreiber konfrontiert; der Beschuldigte schwieg zu den Vorwürfen. Die Ermittlungen waren im Zuge einer breiteren Prüfung der SNP-Finanzen eingeleitet worden, die kurz nach Sturgeons überraschendem Rücktritt als Erste Ministerin im Februar 2023 öffentlich wurde.
Nicola Sturgeon, die das Amt von 2014 bis 2023 innehatte und die Partei in dieser Zeit führte, wurde im Rahmen derselben Untersuchung vorübergehend festgenommen, jedoch im März 2024 von allen Vorwürfen entlastet. Ihr Anwalt erklärte nach der Urteilsverkündung, Sturgeon sei „wütend, verletzt und bestürzt“ über die Taten ihres Ex-Mannes, mit dem sie mehr als zwei Jahrzehnte liiert war und von dem sie sich Anfang 2025 trennte. Sie selbst habe keinerlei Kenntnis von den Veruntreuungen gehabt. Aus Londoner Sicht wird der Fall als schwerer Rückschlag für die ohnehin angeschlagene Unabhängigkeitsbewegung gewertet.
Die SNP dominiert die schottische Politik seit 2007, verzeichnet jedoch seit einigen Jahren sinkende Zustimmungswerte. Bei zwei Nachwahlen in der vergangenen Woche konnte die Partei einen Sitz verteidigen, verlor aber einen weiteren an die Konservativen. Murrell, der die Partei zwei Jahrzehnte lang als Geschäftsführer organisierte, war bereits 2023 von seinem Posten zurückgetreten. Mit der Verurteilung ist das Strafverfahren gegen ihn abgeschlossen; gegen Sturgeon wurden keine weiteren Schritte eingeleitet. Die schottische Justiz sieht in dem Urteil auch ein Signal zur Abschreckung vor ähnlichen Delikten in politischen Organisationen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der ehemalige SNP-Geschäftsführer Peter Murrell wurde wegen Veruntreuung von Parteigeldern zu über fünf Jahren Haft verurteilt. Er kaufte Luxusartikel, ein Wohnmobil und Autos. Der Fall zeigt finanzielle Misswirtschaft in der schottischen Unabhängigkeitspartei.
Peter Murrell, der getrennt lebende Ehemann von Nicola Sturgeon, wurde von der Polizei zu seinen unverschämten Ausgaben für Luxusfüller und andere Gegenstände verhört. Er veruntreute über 400.000 £ vom SNP und zeigte eine dreiste Missachtung der Parteimitglieder. Die fünfjährige Haftstrafe bringt ein Stück Gerechtigkeit.
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