
Emirate heben Reiseverbot für Libanon auf – Teilflüge mit Iran wieder aufgenommen
Die Vereinigten Arabischen Emirate erlauben ihren Bürgern ab sofort wieder Reisen in den Libanon, während Direktflüge aus Iran nach Dubai wieder aufgenommen werden – die Reisebeschränkungen für Iran bleiben jedoch bestehen.
Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate hat das seit Ende April geltende Reiseverbot für ihre Staatsangehörigen in den Libanon mit Wirkung zum 29. Juni 2026 aufgehoben. Gleichzeitig wurde am selben Tag erstmals seit Beginn der amerikanisch-israelischen Militäroperation gegen Iran im Februar wieder ein Direktflug aus Teheran in Dubai abgefertigt. Die emiratische Entscheidung ist an strenge Auflagen geknüpft: Eine Ausreise an Flughäfen des Landes ist nur nach verpflichtender Registrierung im konsularischen Dienst „Twajudi“ gestattet; bei Verstößen drohen rechtliche Konsequenzen. Auch die Rückkehr muss über dieselbe Plattform gemeldet werden.
Aus Sicht des emiratischen Außenministeriums dient die Maßnahme der Sicherheit und der Betreuung der Bürger im Ausland. Der libanesische Außenminister Youssef Raji begrüßte den Schritt als „Zeichen des Vertrauens“ in ein Land, das die Kontrolle über seine politischen und sicherheitspolitischen Entscheidungen zurückgewonnen habe. Die Regierung in Beirut bemüht sich derzeit um die Entwaffnung der Hisbollah und Schritte in Richtung einer Normalisierung mit Israel. In Teheran wird die teilweise Wiederaufnahme der Flugverbindungen als vorsichtige Entspannungsgeste registriert, auch wenn die emiratische Reisesperre für Iran – ebenso wie für den Irak – unverändert in Kraft bleibt.
Die Lockerung für den Libanon fällt in eine Phase, in der internationale Fluggesellschaften ihre Verbindungen nach Dubai weiterhin nur eingeschränkt bedienen. Laut einer Übersicht des Portals Time Out Dubai haben zahlreiche große Carrier, darunter British Airways, Air France und Air Canada, ihre Flüge bis in den Spätsommer oder Herbst ausgesetzt. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) rät bis Anfang Juli von Flügen in den iranischen, irakischen und libanesischen Luftraum ab und mahnt zur Vorsicht über weiten Teilen der Golfregion. Diese anhaltenden Warnungen spiegeln die fortbestehenden Sicherheitsrisiken wider, nachdem die Emirate während der Kampfhandlungen nach offiziellen Angaben Ziel von mehr als 3000 aus Iran abgefeuerten Raketen und Drohnen wurden.
Die emiratische Entscheidung fügt sich in eine breitere diplomatische Neuausrichtung der Golfstaaten ein. Laut mit den Vorgängen vertrauten Personen, über die Bloomberg berichtete, folgt Abu Dhabi dem Beispiel Katars und Saudi-Arabiens und sucht verstärkt den Dialog mit Teheran. Eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters, wonach die Emirate eingefrorene iranische Vermögenswerte freigeben wollten, wies das Außenministerium in Abu Dhabi allerdings umgehend zurück. Die selektive Wiederöffnung – Libanon ja, Iran nein – verdeutlicht, dass die Emirate ihre Sicherheitsinteressen weiterhin als vorrangig betrachten und eine vollständige Normalisierung der Beziehungen zu Iran derzeit nicht auf der Agenda steht. Die nächsten Schritte dürften von der Stabilität der Waffenruhe und der weiteren Entwicklung der Sicherheitslage im Luftraum abhängen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die Vereinigten Arabischen Emirate haben beschlossen, ihren Bürgern die Reise in den Libanon wieder zu gestatten, allerdings nur nach Abschluss einer obligatorischen konsularischen Registrierung. Die Behörden warnen, dass die Nichteinhaltung zu Reiseverzögerungen oder rechtlichen Konsequenzen führen kann, was den vorsichtigen Ansatz bei der Wiedereröffnung unterstreicht.
Libanesische Beamte haben den Vereinigten Arabischen Emiraten herzlich für die Aufhebung des Reiseverbots gedankt und dies als klares Zeichen des Vertrauens in eine Nation gewertet, die die Kontrolle über ihre politischen und sicherheitspolitischen Entscheidungen zurückgewonnen hat. Sie argumentieren, dass dieser Schritt den stetigen Fortschritt des Libanon in Richtung Stabilität und Reformen demonstriert und eine weitere internationale Öffnung fördert.
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