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El Niño setzt ein: Meteorologen warnen vor globalen Wetterextremen

Das Klimaphänomen El Niño hat begonnen und könnte sich zu einem der stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen entwickeln, mit Folgen für Landwirtschaft und Preise weltweit.

Das Klimaphänomen El Niño ist nach Angaben des US-Klimavorhersagezentrums (CPC) im Mai im tropischen Pazifik entstanden und verstärkt sich seither. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zwischen Oktober und Dezember die Kategorie „sehr stark“ erreicht, beziffert die US-Wetterbehörde NOAA auf 81 Prozent. Die Weltorganisation für Meteorologie zieht bereits Vergleiche zu den schweren Episoden von 1982/83, 1997/98 und 2015/16. In Südamerika haben die Behörden mit ersten Sturmwarnungen reagiert.

Für den Süden Brasiliens sagt das Nationale Institut für Meteorologie (Inmet) ab Donnerstag schwere Gewitter voraus. Betroffen ist vor allem der Bundesstaat Rio Grande do Sul, wo örtlich bis zu 400 Millimeter Regen fallen und Windböen 100 Kilometer pro Stunde erreichen können. Die Zivilschutzbehörden in Städten wie Uruguaiana und Santa Maria bereiten sich auf Überschwemmungen und Stromausfälle vor. Auch in Argentinien rechnen Klimatologen mit intensiven Niederschlägen; in der zentralen Agrarregion könnten in den kommenden Monaten einzelne Ereignisse bis zu 300 Millimeter binnen eines Tages bringen.

Die Landwirtschaft mehrerer Länder sieht sich unmittelbar bedroht. Der kolumbianische Exportverband Analdex warnt, dass acht der zehn wichtigsten nicht-mineralischen Exportgüter – darunter Kaffee, Bananen und Avocados – durch Dürren oder übermäßige Feuchtigkeit geschädigt werden könnten. In Mexiko verweist der nationale Wetterdienst auf die Erfahrung von 1997/98, als die Niederschläge um die Hälfte zurückgingen und die Agrarproduktion um rund 14 Prozent einbrach. Das US-Landwirtschaftsministerium erwartet für 2026 einen Anstieg der Lebensmittelpreise um bis zu 4,7 Prozent, bei Zucker und Kakao sogar um 8,4 Prozent.

Noch ist ungewiss, wie sich das Phänomen im Einzelnen ausprägt. Meteorologen betonen, dass kein El Niño dem anderen gleicht und die weitere Entwicklung in den kommenden Monaten sowohl an Fahrt gewinnen als auch abschwächen kann. Die Behörden in den betroffenen Regionen beobachten die Lage nach eigenen Angaben fortlaufend.

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El Niño setzt ein: Meteorologen warnen vor globalen Wetterextremen

Das Klimaphänomen El Niño hat begonnen und könnte sich zu einem der stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen entwickeln, mit Folgen für Landwirtschaft und Preise weltweit.

Das Klimaphänomen El Niño ist nach Angaben des US-Klimavorhersagezentrums (CPC) im Mai im tropischen Pazifik entstanden und verstärkt sich seither. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zwischen Oktober und Dezember die Kategorie „sehr stark“ erreicht, beziffert die US-Wetterbehörde NOAA auf 81 Prozent. Die Weltorganisation für Meteorologie zieht bereits Vergleiche zu den schweren Episoden von 1982/83, 1997/98 und 2015/16. In Südamerika haben die Behörden mit ersten Sturmwarnungen reagiert.

Für den Süden Brasiliens sagt das Nationale Institut für Meteorologie (Inmet) ab Donnerstag schwere Gewitter voraus. Betroffen ist vor allem der Bundesstaat Rio Grande do Sul, wo örtlich bis zu 400 Millimeter Regen fallen und Windböen 100 Kilometer pro Stunde erreichen können. Die Zivilschutzbehörden in Städten wie Uruguaiana und Santa Maria bereiten sich auf Überschwemmungen und Stromausfälle vor. Auch in Argentinien rechnen Klimatologen mit intensiven Niederschlägen; in der zentralen Agrarregion könnten in den kommenden Monaten einzelne Ereignisse bis zu 300 Millimeter binnen eines Tages bringen.

Die Landwirtschaft mehrerer Länder sieht sich unmittelbar bedroht. Der kolumbianische Exportverband Analdex warnt, dass acht der zehn wichtigsten nicht-mineralischen Exportgüter – darunter Kaffee, Bananen und Avocados – durch Dürren oder übermäßige Feuchtigkeit geschädigt werden könnten. In Mexiko verweist der nationale Wetterdienst auf die Erfahrung von 1997/98, als die Niederschläge um die Hälfte zurückgingen und die Agrarproduktion um rund 14 Prozent einbrach. Das US-Landwirtschaftsministerium erwartet für 2026 einen Anstieg der Lebensmittelpreise um bis zu 4,7 Prozent, bei Zucker und Kakao sogar um 8,4 Prozent.

Noch ist ungewiss, wie sich das Phänomen im Einzelnen ausprägt. Meteorologen betonen, dass kein El Niño dem anderen gleicht und die weitere Entwicklung in den kommenden Monaten sowohl an Fahrt gewinnen als auch abschwächen kann. Die Behörden in den betroffenen Regionen beobachten die Lage nach eigenen Angaben fortlaufend.

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