
Hitzewelle in Europa und Übersee: Tausende Tote, Rekordtemperaturen und schwere Unwetter
Eine anhaltende Hitzewelle hat in Europa Tausende Menschenleben gefordert, während in Norditalien schwere Unwetter mit einem Todesopfer wüten.
Die seit Wochen über Europa liegende Hitzewelle hat nach neuen Analysen allein in England und Wales innerhalb von zwei Monaten rund 2.736 hitzebedingte Todesfälle verursacht. Wie eine gemeinsame Untersuchung des Imperial College London, der London School of Hygiene & Tropical Medicine und des britischen Wetterdienstes ergab, entfielen etwa 2.200 dieser Todesfälle auf die extreme Hitzewelle Ende Juni. Das europäische Mortalitätsmonitoring EuroMOMO registrierte in der Spitzenwoche der Hitze mehr als 10.000 zusätzliche Todesfälle in den teilnehmenden Ländern, vorwiegend bei Menschen über 65 Jahren. Aus Frankreich wurden 2.025 hitzebedingte Todesfälle gemeldet.
Die Temperaturen erreichten in weiten Teilen West- und Südeuropas Werte von über 40 Grad Celsius. Auf Sardinien wurden nach Angaben italienischer Meteorologen bis zu 45 Grad gemessen, in den inneren Regionen Spaniens warnte der Wetterdienst Meteored vor einem möglichen Anstieg auf nahe 50 Grad. In den Vereinigten Staaten hielt ein sogenannter Hitzedom rund 100 Millionen Menschen unter Hitzewarnungen; in Billings, Montana, wurden 44 Grad, in Salt Lake City 43 Grad registriert. Japanische Behörden meldeten binnen einer Woche mehr als 4.500 Krankenhauseinweisungen wegen Hitzschlags, während in Marokko für mehrere Provinzen die Alarmstufe Orange galt und Temperaturen zwischen 43 und 45 Grad erwartet wurden.
Zeitgleich suchten schwere Unwetter den Norden Italiens heim. In der Emilia-Romagna starb ein Mensch, als sein Fahrzeug bei einem Unwetter mit einem entgegenkommenden Auto kollidierte. Der europäische Unwetterwarndienst Estofex hatte für die Po-Ebene die höchste Warnstufe ausgerufen und vor Hagelkörnern von bis zu acht Zentimetern Durchmesser sowie orkanartigen Böen gewarnt. In Mailand rief die Stadtverwaltung die Bevölkerung dazu auf, Parks und baumbestandene Gebiete zu meiden, nachdem die Region Lombardei die Alarmstufe Orange ausgelöst hatte.
Die Zunahme extremer Hitzeereignisse wird von Forschern der World Weather Attribution Gruppe mit dem menschengemachten Klimawandel in Verbindung gebracht. Für die Hitzewelle an der US-Ostküste Anfang Juli sei ein solches Ereignis ohne die globale Erwärmung „praktisch unmöglich“ gewesen. Britische Meteorologen konstatierten, das Klima des 20. Jahrhunderts sei in Großbritannien endgültig verschwunden; die Zahl der Tage mit mehr als 30 Grad habe sich in London im Vergleich zur Periode 1961–1990 mehr als vervierfacht. Die gesundheitlichen Folgen der Hitze werden nach Einschätzung von Medizinern oft unterschätzt: Neben direkten Hitzschlägen verschlimmerten die hohen Temperaturen vor allem Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen.
Die Hitzewelle hält unterdessen an. Das italienische Gesundheitsministerium stufte am Donnerstag 15 Städte mit der höchsten Warnstufe Rot ein, für Freitag wurden 16 Städte erwartet. In den USA blieben die Warnungen für die dicht besiedelte Ostküste bestehen, während in Marokko die Hitzewarnung bis Samstag verlängert wurde. Die Behörden in den betroffenen Regionen riefen dazu auf, die Mittagshitze zu meiden und gefährdete Personen zu schützen.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.10 | neutral |
|---|---|---|
| Iranische & verwandte Presse | −0.30 | critical |
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
Europe faces the climate crisis with data and alerts, but without losing composure: the priority is to inform and protect citizens.
Official bulletins and reports of extreme events alternate to create a picture of normalcy within the emergency, making the crisis manageable through transparency.
The role of European energy policies in worsening global warming is not discussed, nor are the data compared with other world regions.
Iran watches Europe succumb to heat and draws a lesson: preparedness matters more than absolute temperature.
European mortality rates are compared with Iranian ones to establish a hierarchy of vulnerability, attributing the difference to cultural and infrastructural factors.
It does not mention that Iran has recorded thousands of heat deaths in recent years, nor does it cite victims from neighboring Arab countries.
Russia looks elsewhere: heat kills in Japan, not in Europe.
A single event in Japan is selected to shift attention away from the European continent, implicitly downplaying the severity of the main story.
No mention is made of the 10,000 deaths in Europe, nor of the heatwaves in Italy or elsewhere.
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