
Einkaufsmanagerindizes signalisieren globale Abkühlung im Servicesektor
Die Stimmungsbarometer für Dienstleister fielen im Juni in mehreren grossen Volkswirtschaften, wobei der Nahostkonflikt Nachfrage und Kosten belastete und in den VAE erstmals seit über vier Jahren Stellen abgebaut wurden.
Der saisonbereinigte Einkaufsmanagerindex für den nicht-ölbasierten Privatsektor der Vereinigten Arabischen Emirate sank im Juni auf 50,8 Punkte – den niedrigsten Stand seit Februar 2021. Das von S&P Global erhobene Stimmungsbarometer notiert damit nur noch knapp über der Expansionsschwelle von 50 Zählern. Als unmittelbare Folge drosselten die Unternehmen ihre Personaldecke so stark wie seit August 2020 nicht mehr; die Beschäftigung schrumpfte erstmals seit mehr als vier Jahren. Aus Sicht der Betriebe trafen eine schwächere Kundennachfrage, verschobene Ausgabenentscheidungen und der regionale Konflikt auf steigende Kosten, was zu strikten Sparmassnahmen zwang.
Die Abkühlung ist kein isoliertes Phänomen. In Russland fiel der Service-PMI im Juni auf 48,2 Punkte und signalisiert damit den dritten Monat in Folge eine schrumpfende Geschäftstätigkeit. Die befragten Unternehmen berichten von nachlassender Kaufkraft und einem beschleunigten Stellenabbau – die Beschäftigung ging den fünften Monat in Folge zurück, mit dem höchsten Tempo seit dreieinhalb Jahren. Im Vereinigten Königreich sank der Index auf 48,8 Zähler, den tiefsten Wert seit Januar 2023. Neben den Auswirkungen des Iran-Kriegs dämpfte dort auch die innenpolitische Unsicherheit nach dem angekündigten Rücktritt von Premierminister Starmer die Investitionsbereitschaft. Einzig Indien verzeichnete mit 57,4 Punkten noch ein solides, wenn auch auf ein 17-Monats-Tief abgekühltes Wachstum, wobei der Auftragseingang aus dem Ausland – etwa aus Deutschland, Australien und den USA – einen seltenen Lichtblick bot.
Als gemeinsamer Belastungsfaktor zieht sich der Nahostkonflikt durch die regionalen Umfragen. In den VAE und im Vereinigten Königreich berichteten die Unternehmen von gestiegenen Transport- und Rohstoffkosten sowie einer ausgeprägten Zurückhaltung der Kunden. In Dubai fiel der PMI auf 50,7 Punkte, das schwächste Ergebnis seit Januar 2021. Gleichzeitig zeigen sich erste Entspannungssignale: Die Lieferzeiten verbesserten sich in den VAE so stark wie seit vier Monaten nicht mehr, da sich die Schifffahrtsengpässe in der Strasse von Hormus lösten. Auch in Indien liess der Kostendruck etwas nach, was Beobachter ebenfalls auf das Abflauen der geopolitischen Störungen zurückführen.
Die Daten zeichnen das Bild einer Weltwirtschaft, in der die Industrie- und Dienstleistungsunternehmen trotz regionaler Unterschiede mit ähnlichen Gegenwinden kämpfen. Während staatliche Investitionen in den VAE die Stimmung stützen und das verarbeitende Gewerbe in Russland mit 50,3 Punkten knapp expandierte, bleibt die Erholung fragil. Der von S&P Global befragte Chefökonom David Owen rechnet aufgrund der anhaltenden Kundenrückhaltung und des Personalabbaus nur mit einer allmählichen Belebung. Die nächsten Einkaufsmanagerindizes werden zeigen, ob die Lockerung der geopolitischen Spannungen tatsächlich zu einer breiteren Stabilisierung führt.
| Russische & GUS-Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.50 | critical |
| Arabische Golfpresse | −0.20 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | −0.40 | critical |
The global services slowdown is an external phenomenon that does not dent Russia's internal growth trajectory; rather, it reinforces the need for economic self-reliance.
It downplays the global impact by refocusing attention on internal strengths and the ability to isolate, turning an external weakness into a validation of its own strategy.
The global services slowdown is a systemic threat requiring a coordinated response from Western democracies, at the risk of a generalized crisis of confidence.
It universalizes the economic data into a governance problem with security and stability implications, pushing for immediate political intervention.
The global slowdown does not affect the Gulf's positive trajectory; on the contrary, it highlights the strength of economic diversification plans and the region's appeal to capital and tourists.
It localizes the narrative, contrasting the positive regional performance with the negative global picture, reinforcing confidence among local investors.
The global slowdown is a reality that imposes structural reforms and fiscal prudence in Latin America, where external vulnerability demands concrete internal responses.
It judicializes the economic data by turning it into an argument for reforms already on the agenda, linking global performance to local policy needs.
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