
Ein Thron, ein Fledermaus-Symbol und die Worte der Ärzte: Ozzy Osbournes letzter Auftritt
Zwei Wochen vor seinem Abschiedskonzert sagten die Ärzte Ozzy Osbourne, er liege im Sterben. Seine Witwe Sharon erzählt nun, wie er dennoch auf die Bühne zurückkehrte – und was dieser Abend für ihn bedeutete.
Auf einem schwarzen Sessel, der einem Thron glich und über dem ein überdimensioniertes Fledermaus-Modell schwebte, saß Ozzy Osbourne am 5. Juli 2025 im Villa Park seiner Heimatstadt Birmingham. Zwei Wochen zuvor hatten ihm die Ärzte eröffnet, dass er im Sterben liege, und ihm dringend von dem Auftritt abgeraten. Seine Frau Sharon Osbourne erinnerte sich in einem BBC-Interview an seine Reaktion: „Er sagte: ‚Wirklich? Raus hier.‘“ Der an Parkinson erkrankte Sänger, damals 76 Jahre alt, ignorierte den ärztlichen Rat und stellte sich ein letztes Mal dem Publikum – sitzend, aber mit einer Entschlossenheit, die seine Frau später als „unglaublich“ beschrieb.
Das Konzert „Back to the Beginning“ vereinte die Originalmitglieder von Black Sabbath und brachte Größen wie Metallica, Guns N’ Roses und Alice in Chains auf die Bühne. Die Einnahmen kamen britischen Wohltätigkeitsorganisationen zugute. Für Osbourne, der genau ein Jahr später, am 22. Juli 2025, starb, war der Abend mehr als ein musikalisches Großereignis. Sharon Osbourne nannte ihn ein „Geschenk“, das ihrem Mann noch einmal die Nähe zu seiner treuen Crew, seinen Freunden, seiner Familie und seinen Fans ermöglichte. „Die größte Liebesbeziehung seines Lebens war die zum Publikum“, sagte sie, „und so wollte er sich verabschieden. Nur noch ein einziges Mal.“
Der Mann, der als John Michael Osbourne im Arbeiterviertel Aston zur Welt kam, hatte das Heavy-Metal-Genre nicht nur mitgeprägt, sondern ihm eine Stimme und eine Bildsprache gegeben, die bis heute nachwirkt. Mit Black Sabbath schuf er ab 1970 eine düstere Klangwelt, die von Krieg, Entfremdung und Übernatürlichem erzählte. Seine Solokarriere, begleitet von Gitarristen wie Randy Rhoads und Zakk Wylde, festigte seinen Ruf als „Prince of Darkness“. Exzesse mit Alkohol und Drogen, legendäre Skandale wie der Biss in einen Fledermauskopf und das spätere Reality-Format „The Osbournes“ machten ihn zu einer popkulturellen Figur weit über die Metalszene hinaus. In Birmingham, wo alles begann, wird ihm nun mit dem „Ozzy Day“ gedacht – mit Ausstellungen, einem Gedenkbuch und Konzerten, die seine Verwurzelung in der Stadt ehren.
Die Resonanz auf seinen Tod zeigt, wie tief Osbourne in der globalen Fangemeinde verankert war. Seine Tochter Kelly veröffentlichte auf Instagram einen Text über die Trauer, die „nicht nur den Vater nimmt, sondern auch die Person, die man vor dem Verlust war“. Sharon Osbourne, die in Birmingham an der ersten Auflage des Ozzy Day teilnahm, kämpfte mit den Tränen, als sie nach der Bedeutung der Stadt für ihren Mann gefragt wurde: „Ich kann nicht vergessen, was Birmingham für Ozzy getan hat.“ Sie betonte, dass er trotz Weltruhms seine bescheidenen Anfänge nie vergessen habe.
In den letzten zwei Wochen seines Lebens, so Sharon, sei Ozzy „der glücklichste Mensch gewesen, den ich je gesehen habe“. Die Angst, nicht mehr singen zu können, wich einer Heiterkeit, die sie als „überwältigende Freude“ beschrieb. Sein Vermächtnis fasste sie in eine Bitte, die er selbst gern aussprach: „Wenn ihr euch an mich erinnern wollt, dreht die Musik so laut auf, wie ihr könnt, und headbangt einfach drauflos.“
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Die Witwe offenbart die tragische medizinische Prophezeiung und Ozzy's heldenhafte Auflehnung, der sich entschied, auf der Bühne zu sterben.
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Heavy Metal überlebt dank der Jugend, die ihre Wut ablässt, und Ozzy ist sein ewiger Prinz.
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Die Tochter trauert um die verlorene Seele, während die Witwe Ozzy letzte Herausforderung feiert.
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