
Moskauer Flughäfen nach Drohnenangriffen vorübergehend geschlossen – Treibstoffverkauf auf der Krim ausgesetzt
Nach massiven ukrainischen Drohnenangriffen auf Moskau stellten die Behörden den Flugverkehr an allen vier Airports vorübergehend ein; auf der Krim wurde der Treibstoffverkauf an die Zivilbevölkerung ausgesetzt.
In den frühen Morgenstunden des Montags haben die russischen Behörden sämtliche vier Moskauer Flughäfen – Scheremetjewo, Domodedowo, Wnukowo und Schukowski – für mehrere Stunden den Betrieb einstellen lassen. Auslöser war nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin der Anflug von 59 Drohnen, die von der Luftabwehr abgefangen und zerstört worden seien. Das Verteidigungsministerium in Moskau bezifferte die landesweit in dieser Nacht abgeschossenen unbemannten Fluggeräte auf 301, darunter auch Drohnen über der annektierten Krim. Der Flugverkehr wurde am Morgen wieder aufgenommen, nachdem die Behörden die Gefahr für beendet erklärt hatten.
Aus Kiewer Sicht handelt es sich um gezielte Schläge gegen die militärische Logistik und die Energieinfrastruktur Russlands. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die ukrainischen Streitkräfte hätten unter anderem Ölanlagen, Radarsysteme der Typen S-400 und Panzir sowie Marineeinrichtungen beiderseits der Krim-Brücke attackiert. Die Angriffe seien eine Reaktion auf die anhaltenden russischen Luftschläge gegen ukrainische Städte und zivile Objekte. Moskau hingegen wertet die Drohnenwellen als terroristische Akte und betont, die eigene Luftverteidigung habe größere Schäden in der Hauptstadt verhindert.
Die Eskalation hat unmittelbare Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung und die kritische Infrastruktur. Auf der seit 2014 von Russland annektierten Halbinsel Krim setzten die Behörden den Verkauf von Treibstoff an Privatpersonen und Unternehmen aus; die Versorgung wird auf Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge und Sicherheitsorgane beschränkt. Zuvor waren bei einem Drohnenangriff auf die Stadt Kertsch nach Angaben der moskautreuen Verwaltung vier Menschen getötet und 28 verletzt worden. Auch die ukrainische Seite meldete zivile Opfer: In der Region Sumy starben drei Mitglieder einer Familie, in Saporischschja eine Frau, und ein russischer Drohnenangriff setzte ein unter panamaischer Flagge fahrendes türkisches Frachtschiff in Brand, wobei ein ägyptisches Besatzungsmitglied ums Leben kam.
Die jüngste Gewalt fällt in eine Phase festgefahrener diplomatischer Bemühungen. Der Kreml-Sprecher Juri Uschakow erklärte, Russland warte nicht auf die Umsetzung der bei Gesprächen in Anchorage erzielten Vereinbarungen, sondern auf den Sieg und die Verwirklichung der eigenen Ziele. Eine der Vertragsparteien sei „nicht vollständig in der Lage“, die Abmachungen einzuhalten. Aus westlichen Hauptstädten wird derweil auf die Notwendigkeit verwiesen, den sogenannten russischen Schattenflotten für Öltransporte stärker zu kontrollieren; ein entsprechender Vorstoß deutscher und französischer Parlamentarier soll bei der nächsten Sitzung der gemeinsamen parlamentarischen Versammlung eingebracht werden. Eine Deeskalation ist derzeit nicht absehbar; beide Seiten setzen ihre Strategie der wechselseitigen Tiefenschläge fort.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Ein Drohnenschwarm nahm in der Nacht Moskau ins Visier, woraufhin die Behörden alle vier Flughäfen der Hauptstadt vorübergehend schlossen. Russische Stellen meldeten den Abschuss von 59 Drohnen, während auf der Krim die Treibstoffabgabe auf lebenswichtige Dienste beschränkt wurde. Die Vorfälle zeigen, wie der Krieg russisches Territorium erreicht.
Die russische Luftabwehr fing fast 60 auf Moskau zufliegende Drohnen ab, was zu einer kurzen Unterbrechung des Flugbetriebs an den Flughäfen der Stadt führte. Der Betrieb normalisierte sich rasch, und das Verteidigungsministerium meldete insgesamt 301 in der Nacht abgeschossene Drohnen, auch über besetzten Gebieten. Der Vorfall wird als erfolgreiche Verteidigungsmaßnahme dargestellt.
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