
Drogenrazzien in Amerika: Tonnenweise Kokain, Marihuana und Ketamin sichergestellt
Von Brasilien über Mexiko bis Kanada melden Behörden große Sicherstellungen; in Manaus wurden drei Verdächtige festgenommen.
In Manaus, Brasilien, haben Polizeikräfte am Mittwoch in einem Wohnkomplex im Viertel Ponta Negra rund 400 Kilogramm Skunk, eine hochpotente Cannabisform, beschlagnahmt und drei Personen festgenommen. Nach Angaben der Zivilpolizei war die Aktion durch einen anonymen Hinweis ausgelöst worden; in der Wohnung fanden die Beamten zudem eine Kiste mit Munition des Kalibers 9 Millimeter. Einer der Festgenommenen war den Behörden bereits wegen Drogenhandels im Amazonas-Ort Coari bekannt.
Weitere Sicherstellungen meldeten brasilianische Sicherheitskräfte aus anderen Landesteilen. Auf der Bundesstraße BR-476 in Araucária, Paraná, entdeckte die Bundesstraßenpolizei in einer Ladung Toilettenpapier mehr als zwei Tonnen Marihuana sowie 13,8 Kilogramm Skunk. In Óbidos, Pará, kontrollierten Beamte an der Flussbasis Candiru ein Boot auf der Route von Manaus nach Santarém; Drogenspürhunde schlugen an, woraufhin 11,9 Kilogramm Skunk sichergestellt wurden – die Rauschgiftpakete waren mit Klebeband am Körper von Passagieren befestigt. Ein Mann wurde verhaftet, ein Jugendlicher in Gewahrsam genommen.
In Nordamerika setzten die Behörden ebenfalls auf Kontrollen an Verkehrsknotenpunkten. Am internationalen Flughafen von Cancún, Mexiko, fanden Zollbeamte in einem aus Bogotá eingetroffenen Koffer 2,66 Kilogramm Ketamin, versteckt in einem doppelten Boden; Festnahmen gab es nach Angaben des Sicherheitskabinetts nicht. In Kanada durchsuchte die Bundespolizei RCMP ein Haus in St-Sauveur, Québec, und beschlagnahmte 67 Kilogramm Kokain, 115.000 kanadische Dollar in bar sowie Munition. Drei Beschuldigte aus Québec und New Brunswick wurden wegen Einfuhr und Handels mit Kokain angeklagt; ein Haftprüfungstermin war für den Tag der Berichterstattung angesetzt.
In den Vereinigten Staaten griff die Drogenvollzugsbehörde DEA auf die Luftwaffe zurück, um einen Rückstau bereits sichergestellter Substanzen zu beseitigen. Ein Militärtransporter vom Typ C-5M Super Galaxy brachte 50 Tonnen Rauschgift – Kokain, Methamphetamin und Fentanyl – von der March Air Reserve Base in Kalifornien nach Ohio. Von dort wurde das Material zu einer Vernichtungsanlage in Indiana weitertransportiert. Die DEA verwies auf Sicherheitsrisiken bei Straßentransporten und auf Engpässe infolge der Schließung von Sondermüllentsorgungsstätten.
Die Ermittlungen zu Herkunft und Bestimmungsorten der Drogen dauern in allen Fällen an. In Manaus prüft die Polizei Verbindungen zu überregionalen Netzwerken; in Cancún wurde das Ketamin der Generalstaatsanwaltschaft übergeben. Die Behörden in Brasilien, Mexiko, Kanada und den Vereinigten Staaten betonen die fortgesetzte bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des internationalen Drogenhandels.
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Die lateinamerikanischen Behörden berichten mit Distanz über lokale Beschlagnahmungen und betonen die Wirksamkeit der Kontrollen.
Indem sie nur über lokale Ereignisse berichten, vermeidet der Block eine Kontextualisierung der US-Operation und erweckt den Eindruck, dass Maßnahmen ausschließlich regional sind.
Der Block lässt die Operation der US Air Force, die 50 Tonnen Drogen zur Vernichtung transportierte, vollständig aus, obwohl die Schlagzeile von Maßnahmen in ganz Amerika spricht.
Die US-amerikanischen und kanadischen Behörden präsentieren die Operation als logistischen Erfolg und betonen die Menge und den Wert der vernichteten Drogen.
Durch die Betonung des technischen Umfangs und der Sicherheit der Operation legitimiert der Block die Aktion als notwendig und triumphal, ohne die Ursachen des Drogenhandels zu problematisieren.
Der Block lässt die Beschlagnahmungsoperationen in Lateinamerika aus, die Teil desselben Abfangnetzwerks sind, und erwähnt nicht den regionalen Kontext des Drogenhandels.
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