
Didier Deschamps kehrt nach dem Tod seiner Mutter ins französische WM-Quartier zurück
Nach dem 4:1-Sieg gegen Norwegen unter Assistenztrainer Guy Stéphan leitete der zurückgekehrte Nationaltrainer am Samstag das Training – vor dem Achtelfinale gegen Schweden.
Didier Deschamps ist zurück im französischen WM-Quartier. Am Samstag leitete der 57-Jährige in Boston das Training der Reservisten, nur einen Tag nach dem 4:1 seiner Mannschaft gegen Norwegen und wenige Stunden nach der Beisetzung seiner Mutter in Frankreich. Der Nationaltrainer war am Dienstag abgereist, hatte die Trauerfeier am Freitag im privaten Kreis begangen und kehrte noch am selben Abend in die Vereinigten Staaten zurück. Französische Medien berichteten, Deschamps habe sich lächelnd gezeigt, mit Spielern gescherzt und ein längeres Gespräch mit Verteidiger Maxence Lacroix geführt, die Übungsleitung aber weitgehend seinem Assistenten Guy Stéphan überlassen.
Den 4:1-Erfolg gegen eine norwegische B-Elf hatte Stéphan verantwortet. Ousmane Dembélé erzielte in der ersten Halbzeit einen Hattrick, Désiré Doué traf in der Nachspielzeit. Gegenüber Reportern erklärte Stéphan, die Spieler hätten die Partie dem abwesenden Chef widmen wollen: „In Anbetracht ihrer engen Beziehung zu Didier wollten sie heute auf dem Platz etwas Besonderes zeigen.“ Gleichzeitig kritisierte der Assistent Nachlässigkeiten in der Defensive, die einem Gegner ohne seine Stammkräfte einige Chancen ermöglichten. Aus Schweizer Sicht analysierte der Trainer Anthony Braizat im Gespräch mit „Le Temps“, die Mannschaft habe in den ersten fünfzehn Minuten eine besondere Intensität an den Tag gelegt – „diese Viertelstunde war für Didier Deschamps“.
Der Sieg festigte die perfekte Gruppenphase der Franzosen mit neun Punkten aus drei Spielen und sicherte den ersten Platz in Gruppe I. Bereits vor der Partie stand der Achtelfinaleinzug fest, doch der Gruppensieg erspart dem Team strapaziöse Reisen in der K.-o.-Runde. Überschattet wurde die sportliche Leistung von einer Kontroverse: Das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ zeigte auf seiner Titelseite eine Karikatur, die Deschamps mit einer Urne und der Aufschrift „Bring uns die Trophäe“ darstellte. Brasilianische und indonesische Medien griffen die Empörung in Frankreich auf, wo die Zeichnung als pietätlos kritisiert wurde und eine Welle der Solidarität mit dem Trainer auslöste. Zudem berichtete die „New York Times“, die FIFA habe dem französischen Verband das Tragen schwarzer Armbinden sowie eine Schweigeminute für die Mutter des Trainers untersagt – die Gedenkminute galt bereits den Erdbebenopfern in Venezuela.
Am Sonntag reist das Team nach New York, wo am Dienstag im MetLife Stadium das Achtelfinale gegen Schweden ansteht. Für Deschamps, der die Équipe Tricolore seit 2012 führt und 2018 zum Weltmeistertitel coachte, ist es das letzte Turnier auf der Bank. Die Rückkehr des Chefs an die Seitenlinie fällt mit dem Beginn der K.-o.-Phase zusammen – und mit der Aussicht, den erfolgreichen Kurs fortzusetzen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der französische Trainer kehrte nach der Beerdigung seiner Mutter ins WM-Camp zurück. Er hatte das letzte Gruppenspiel verpasst, einen 4:1-Sieg gegen Norwegen, der den ersten Platz sicherte. Das Training soll unter seiner Leitung wieder aufgenommen werden.
Didier Deschamps kehrte nur wenige Stunden nach einer privaten Beerdigung seiner Mutter zur französischen Mannschaft zurück. Er übernahm sofort das Training und zeigte damit sein Engagement für die WM-Mission des Teams. Seine schnelle Rückkehr unterstreicht die persönlichen Opfer hinter der Kampagne.
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