
Díaz-Canel: Kuba bereitet sich auf US-Aggression vor – Trump deutet Annäherung an
Während Washington die Sanktionen verschärft und Militärpräsenz zeigt, spricht Havanna von psychologischer Kriegsführung und fordert eine UN-Sondersitzung.
In einem Interview mit dem britischen Sender Sky News hat der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel erklärt, sein Land bereite sich auf eine mögliche militärische Aggression der Vereinigten Staaten vor. Man fürchte keinen Krieg, wolle aber weder überrascht noch besiegt werden, so Díaz-Canel. Kuba sei bereit, seine Souveränität «bis zum letzten Blutstropfen» zu verteidigen. Die Äußerungen folgen auf eine Bemerkung von US-Präsident Donald Trump, der am Vortag erklärt hatte, Kuba nähere sich «nach vielen Jahrzehnten» der amerikanischen Einflusssphäre an – eine Aussage, die mancherorts als Signal der Entspannung gewertet wurde.
Aus Sicht Havannas sind die fast täglichen Drohungen aus Washington Teil einer «Strategie der medialen Vergiftung und der psychologischen Kriegsführung», die darauf abziele, die kubanische Gesellschaft zu destabilisieren. Díaz-Canel warf der US-Regierung vor, «viele Lügen» verbreitet und die internationale Öffentlichkeit manipuliert zu haben. Gleichwohl schloss er einen Dialog nicht aus, auch wenn das Vertrauen nach den amerikanischen Interventionen in Venezuela und Iran gering sei. Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez bezeichnete jeden möglichen Militärschlag als «Blutbad» und nannte US-Außenminister Marco Rubio einen «Lügner». Kuba hat für den 7. Juli eine Dringlichkeitssitzung der UN-Generalversammlung beantragt, um die Verschärfung der US-Blockade zu verurteilen.
Washington hingegen hält an seiner Politik des maximalen Drucks fest. Seit Januar 2026 wurden mehr als 240 Sanktionen verhängt, darunter persönliche Strafmaßnahmen gegen Díaz-Canel und seine Ehefrau. Die USA haben nahezu sämtliche Treibstoffimporte der Insel blockiert – mit Ausnahme einer russischen Lieferung – und setzen Sekundärsanktionen ein, um ausländische Unternehmen zum Rückzug aus Kuba zu zwingen. Der Flugzeugträger USS Nimitz wurde im Mai in die Karibik verlegt, das Pentagon hält Kräfte in Bereitschaft. Ungeachtet der versöhnlichen Töne Trumps bezeichnete das Außenministerium die jüngsten kubanischen Wirtschaftsreformen – die weitreichendsten seit 1959, darunter Privatisierungen und Marktöffnungen – als «oberflächliche Rauchzeichen». Rubio bekräftigte, es werde keine Einigung geben, solange das gegenwärtige Regime an der Macht sei.
Die wirtschaftliche Strangulierung hat die seit Mitte 2024 andauernde Energiekrise verschärft. Die Vereinten Nationen warnen vor einer humanitären Notlage. Die Reformen, die nach Einschätzung von Beobachtern über das hinausgehen, was Washington erwartet hatte, gelten auch als Versuch, Gesprächsbereitschaft zu signalisieren. Die bilateralen Gespräche liegen jedoch nach Angaben aus Havanna praktisch auf Eis. Zusätzlich belastet die Festnahme eines kubanischen Staatsbürgers in den USA, dem Verbindungen zum kubanischen Institut für Völkerfreundschaft (ICAP) vorgeworfen werden, die Beziehungen. Die für den 7. Juli anberaumte UN-Sitzung dürfte die internationale Isolation der US-Position deutlich machen, während die militärische und wirtschaftliche Konfrontation unvermindert anhält.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die vernichtende Antwort des kubanischen Präsidenten auf Trumps Drohungen beweist, dass die Insel ihre Souveränität niemals aufgeben wird. Havanna ist bereit, bis zum letzten Blutstropfen zu kämpfen, und weist jedes Gerede von Tauwetter zurück. Diese heldenhafte Haltung stärkt die globale antiimperialistische Front.
Kuba ist eine friedliche Nation, die keinen Krieg sucht, sich aber von Washingtons Drohungen nicht einschüchtern lässt. Trumps Rhetorik wird als psychologische Kriegsführung und mediale Vergiftung zur Destabilisierung der Insel verurteilt. Die Vorbereitungen sind rein defensiv, um Überraschung und Niederlage zu verhindern.
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