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Gesellschaft & KulturMontag, 18. Mai 2026

Südkoreanischer Alien-Kracher spaltet Cannes: Na Hong-jins „Hope“ mit Vikander und Fassbender

Na Hong-jins „Hope“ – ein zweistündiges Monster-Spektakel mit Alicia Vikander und Michael Fassbender – sorgt in Cannes für Irritation und Begeisterung zugleich.

Es ist der Überraschungsbeitrag des diesjährigen Wettbewerbs: „Hope“, ein südkoreanischer Science-Fiction-Film des Regisseurs Na Hong-jin, der in einer dystopischen Zukunft spielt und von einer Alien-Invasion in einer Bergstadt erzählt. Das Werk, das mehr als zweieinhalb Stunden dauert und von wilden Verfolgungsjagden und Splatter-Einlagen geprägt ist, wurde vom künstlerischen Leiter Thierry Frémaux bewusst als Provokation ins Rennen um die Goldene Palme geschickt. Aus Sicht der Festivalleitung soll das reine Popcorn-Kino – ein mit koreanischem Humor gewürzter Videospiel-Exzess – die Grenzen des Wettbewerbs ausloten. Der südkoreanische Jurypräsident Park Chan-wook, selbst ein Meister des Genrekinos, dürfte die Anspielungen verstehen, wie italienische Kritiker anmerken.

Die Hauptdarsteller Michael Fassbender und Alicia Vikander, im wahren Leben ein Paar, verkörpern außerirdische Wesen aus dem Planeten Gh’ertu. Für die beiden europäischen Schauspieler, die in Hollywood stets etwas außen vor stehen, bedeutet die Rolle eine ironische Selbstreferenz, wie sie in Interviews betonten. Der Film, an dem Na Hong-jin zehn Jahre gearbeitet hat, besticht durch ein enormes Budget und ein internationales Ensemble. Die Premiere in Cannes endete mit sechs Minuten Applaus, doch die Meinungen gehen auseinander: Während die einen das Werk als delirantes Vergnügen feiern, kritisieren andere die schiere Länge und das überbordende Chaos.

Parallel zum Wettbewerb laufen in Cannes weitere Filme, darunter László Nemes' „Moulin“ über die französische Résistance, der thematisch einen Gegenpol zum fantastischen Spektakel bildet. Beobachter in Südkorea sehen in „Hope“ einen weiteren Beleg für die internationale Strahlkraft des koreanischen Kinos, das nach „Parasite“ und „Oldboy“ erneut die Genrekonventionen sprengt. Für den deutschsprachigen Raum ist der Film vor allem wegen der Beteiligung der schwedischen Schauspielerin Alicia Vikander von Interesse, die mit ihrer Rolle – sie mimt eine Alien-Gestalt – ihr Spektrum erweitert. Offen bleibt, ob der Preisjury die wilde Mischung aus Action und schwarzem Humor belohnen wird oder ob „Hope“ als bloßes Intermezzo in die Festspielgeschichte eingeht.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 2 Sprachen

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Stampa europea continentaleStampa latinoamericana
Stampa europea continentale
trionfoironia

Die kontinentaleuropäische Presse sieht 'Hope' als gewagten Genre-Einbruch, der den Wettbewerb von Cannes durcheinanderwirbelt, mit wilder Alien-Action und Humor. Manche Kritiker feiern die Kühnheit, andere merken an, dass die Meinungen gespalten sind, aber alle sind sich einig, dass der Film dringend benötigte Energie in ein eher fahles Festivalprogramm bringt.

Stampa latinoamericana
distaccopragmatismo

Die lateinamerikanische Berichterstattung ist kurz und sachlich, weist auf die Gore-Elemente des Films und seinen Platz im offiziellen Wettbewerb hin. Die Berichterstattung nimmt einen distanzierten Ton an, beschränkt sich auf die Feststellung der Tatsache ohne große Kommentare oder Begeisterung.

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Südkoreanischer Alien-Kracher spaltet Cannes: Na Hong-jins „Hope“ mit Vikander und Fassbender

Na Hong-jins „Hope“ – ein zweistündiges Monster-Spektakel mit Alicia Vikander und Michael Fassbender – sorgt in Cannes für Irritation und Begeisterung zugleich.

Es ist der Überraschungsbeitrag des diesjährigen Wettbewerbs: „Hope“, ein südkoreanischer Science-Fiction-Film des Regisseurs Na Hong-jin, der in einer dystopischen Zukunft spielt und von einer Alien-Invasion in einer Bergstadt erzählt. Das Werk, das mehr als zweieinhalb Stunden dauert und von wilden Verfolgungsjagden und Splatter-Einlagen geprägt ist, wurde vom künstlerischen Leiter Thierry Frémaux bewusst als Provokation ins Rennen um die Goldene Palme geschickt. Aus Sicht der Festivalleitung soll das reine Popcorn-Kino – ein mit koreanischem Humor gewürzter Videospiel-Exzess – die Grenzen des Wettbewerbs ausloten. Der südkoreanische Jurypräsident Park Chan-wook, selbst ein Meister des Genrekinos, dürfte die Anspielungen verstehen, wie italienische Kritiker anmerken.

Die Hauptdarsteller Michael Fassbender und Alicia Vikander, im wahren Leben ein Paar, verkörpern außerirdische Wesen aus dem Planeten Gh’ertu. Für die beiden europäischen Schauspieler, die in Hollywood stets etwas außen vor stehen, bedeutet die Rolle eine ironische Selbstreferenz, wie sie in Interviews betonten. Der Film, an dem Na Hong-jin zehn Jahre gearbeitet hat, besticht durch ein enormes Budget und ein internationales Ensemble. Die Premiere in Cannes endete mit sechs Minuten Applaus, doch die Meinungen gehen auseinander: Während die einen das Werk als delirantes Vergnügen feiern, kritisieren andere die schiere Länge und das überbordende Chaos.

Parallel zum Wettbewerb laufen in Cannes weitere Filme, darunter László Nemes' „Moulin“ über die französische Résistance, der thematisch einen Gegenpol zum fantastischen Spektakel bildet. Beobachter in Südkorea sehen in „Hope“ einen weiteren Beleg für die internationale Strahlkraft des koreanischen Kinos, das nach „Parasite“ und „Oldboy“ erneut die Genrekonventionen sprengt. Für den deutschsprachigen Raum ist der Film vor allem wegen der Beteiligung der schwedischen Schauspielerin Alicia Vikander von Interesse, die mit ihrer Rolle – sie mimt eine Alien-Gestalt – ihr Spektrum erweitert. Offen bleibt, ob der Preisjury die wilde Mischung aus Action und schwarzem Humor belohnen wird oder ob „Hope“ als bloßes Intermezzo in die Festspielgeschichte eingeht.

Divergenz der Quellen

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Wie stark die Quellen die gleichen Fakten unterschiedlich darstellen.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 2 Sprachen

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Stampa europea continentaleStampa latinoamericana
Stampa europea continentale
trionfoironia

Die kontinentaleuropäische Presse sieht 'Hope' als gewagten Genre-Einbruch, der den Wettbewerb von Cannes durcheinanderwirbelt, mit wilder Alien-Action und Humor. Manche Kritiker feiern die Kühnheit, andere merken an, dass die Meinungen gespalten sind, aber alle sind sich einig, dass der Film dringend benötigte Energie in ein eher fahles Festivalprogramm bringt.

Stampa latinoamericana
distaccopragmatismo

Die lateinamerikanische Berichterstattung ist kurz und sachlich, weist auf die Gore-Elemente des Films und seinen Platz im offiziellen Wettbewerb hin. Die Berichterstattung nimmt einen distanzierten Ton an, beschränkt sich auf die Feststellung der Tatsache ohne große Kommentare oder Begeisterung.

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