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Justiz & RechtMontag, 29. Juni 2026

Bundesverfahren gegen Luigi Mangione wegen CEO-Mordes auf Januar 2026 vertagt

Die zuständige Bundesrichterin in Manhattan verschob den Prozessbeginn, um der Verteidigung die Konzentration auf das für September angesetzte Staatverfahren zu ermöglichen; undichte Informationen über gescheiterte Absprachen sorgen für Kritik.

Das Bundesverfahren gegen Luigi Mangione, dem die Ermordung des UnitedHealthcare-Chefs Brian Thompson im Dezember 2024 vorgeworfen wird, ist am Montag in Manhattan auf Januar 2026 vertagt worden. Die zuständige Richterin Margaret Garnett begründete die Verschiebung damit, dass die Verteidiger sich auf das bereits für den 8. September 2025 angesetzte Staatverfahren konzentrieren müssten. Die Auswahl der Geschworenen im Bundesprozess soll nun am 5. Januar 2026 beginnen, die Eröffnungsplädoyers sind für den 25. Januar vorgesehen. Die Anhörung begann mit halbstündiger Verspätung, nachdem Mangione in einem Fahrstuhl des Gerichtsgebäudes steckengeblieben war.

Aus Sicht der Verteidigung hätten parallele Verfahren in zwei Gerichtsbarkeiten die verfassungsmäßigen Rechte des Angeklagten verletzt. Mangiones Anwälte, Karen Friedman Agnifilo und Marc Agnifilo, hatten zuvor auf eine Entzerrung der Termine gedrängt. Gleichzeitig kritisierten sie in einer Stellungnahme gegenüber Fox News undichte Informationen über angebliche, gescheiterte Verhandlungen über eine Verfahrensabsprache als „beunruhigendes, vorsätzliches Muster“ der Strafverfolgungsbehörden, um den Angeklagten vorzuverurteilen. Die Bundesanwaltschaft in New York lehnte eine Stellungnahme zu den Berichten ab. In Verfahrensfragen hatte sie zuvor Einwände gegen einige der von der Verteidigung vorgeschlagenen Fragen für den Geschworenenfragebogen erhoben, die sie als zu aufdringlich oder doppelt bezeichnete. Richterin Garnett entschied zudem, den Fragebogen erst nach der Auswahl der Geschworenen zu veröffentlichen, um eine Vorprägung der Kandidaten zu vermeiden.

Die Verschiebung hat zur Folge, dass das Bundesverfahren, das bei einer Verurteilung eine lebenslange Freiheitsstrafe nach sich ziehen kann, erst nach dem Staatprozess stattfinden wird. Im Staat New York drohen Mangione bei einer Verurteilung wegen Mordes zweiten Grades 25 Jahre bis lebenslange Haft. Die Verteidigung hatte im Staatverfahren kurzzeitig eine Strategie der „extremen emotionalen Störung“ ins Spiel gebracht, die bei Erfolg zu einer Herabstufung auf Totschlag mit einer Höchststrafe von 25 Jahren hätte führen können, zog diese Ankündigung jedoch einen Tag später wieder zurück. Im Bundesrecht existiert ein solcher Strafmilderungsgrund nicht. Die Bundesanklage wirft Mangione vor, über Staatsgrenzen hinweg gereist zu sein, um Thompson zu stalken und zu töten, und sich dabei moderner Kommunikationsmittel bedient zu haben. Als Beweismittel gelten unter anderem eine mit einem 3D-Drucker hergestellte Pistole und ein Notizbuch, in dem der Angeklagte laut Ermittlern seine Absicht festhielt, einen Versicherungsmanager zu „erledigen“.

Der Fall hat in den Vereinigten Staaten eine breite gesellschaftliche Resonanz ausgelöst. Für Kritiker des amerikanischen Krankenversicherungssystems ist Mangione zu einer Symbolfigur geworden; eine Online-Spendenkampagne für seine Verteidigung hat nach Angaben von Global News mehr als 1,5 Millionen Dollar eingebracht. Die Tatwaffe war mit den Worten „delay, deny, depose“ beschriftet – eine Anspielung auf eine in der Branche kritisierte Praxis der Leistungsverweigerung. Das Staatverfahren in New York soll am 8. September 2025 beginnen. Die Auswahl der Bundesjury ist nun für den 5. Januar 2026 anberaumt.

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Montag, 29. Juni 2026

Bundesverfahren gegen Luigi Mangione wegen CEO-Mordes auf Januar 2026 vertagt

Die zuständige Bundesrichterin in Manhattan verschob den Prozessbeginn, um der Verteidigung die Konzentration auf das für September angesetzte Staatverfahren zu ermöglichen; undichte Informationen über gescheiterte Absprachen sorgen für Kritik.

Das Bundesverfahren gegen Luigi Mangione, dem die Ermordung des UnitedHealthcare-Chefs Brian Thompson im Dezember 2024 vorgeworfen wird, ist am Montag in Manhattan auf Januar 2026 vertagt worden. Die zuständige Richterin Margaret Garnett begründete die Verschiebung damit, dass die Verteidiger sich auf das bereits für den 8. September 2025 angesetzte Staatverfahren konzentrieren müssten. Die Auswahl der Geschworenen im Bundesprozess soll nun am 5. Januar 2026 beginnen, die Eröffnungsplädoyers sind für den 25. Januar vorgesehen. Die Anhörung begann mit halbstündiger Verspätung, nachdem Mangione in einem Fahrstuhl des Gerichtsgebäudes steckengeblieben war.

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Der Fall hat in den Vereinigten Staaten eine breite gesellschaftliche Resonanz ausgelöst. Für Kritiker des amerikanischen Krankenversicherungssystems ist Mangione zu einer Symbolfigur geworden; eine Online-Spendenkampagne für seine Verteidigung hat nach Angaben von Global News mehr als 1,5 Millionen Dollar eingebracht. Die Tatwaffe war mit den Worten „delay, deny, depose“ beschriftet – eine Anspielung auf eine in der Branche kritisierte Praxis der Leistungsverweigerung. Das Staatverfahren in New York soll am 8. September 2025 beginnen. Die Auswahl der Bundesjury ist nun für den 5. Januar 2026 anberaumt.

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