
Apple verklagt OpenAI wegen systematischen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen
Der iPhone-Hersteller wirft dem ChatGPT-Entwickler vor, mithilfe abgeworbener Mitarbeiter vertrauliche Informationen für eigene Geräte genutzt zu haben.
Der kalifornische Technologiekonzern Apple hat am Freitag vor einem Bundesgericht in San José Klage gegen OpenAI, dessen Hardware-Tochter io Products sowie zwei ehemalige Apple-Mitarbeiter eingereicht. In der 41-seitigen Klageschrift wirft Apple dem Unternehmen eine koordinierte Kampagne zur Ausbeutung von Geschäftsgeheimnissen vor, um den eigenen Einstieg in den Markt für KI-basierte Konsumgeräte zu beschleunigen. Namentlich genannt werden Tang Yew Tan, heute Chief Hardware Officer bei OpenAI, und der Ingenieur Chang Liu. Nach Darstellung Apples nutzte Tan bei Vorstellungsgesprächen interne Projektcodenamen, um Bewerber zu unveröffentlichten Produkten zu befragen, und forderte Kandidaten auf, physische Bauteile zu Präsentationszwecken mitzubringen. Liu soll nach seinem Ausscheiden aus dem Konzern über eine Sicherheitslücke dutzende vertrauliche Dateien heruntergeladen und eine frühere Kollegin zur Umgehung der Sicherheitskontrollen angeleitet haben.
OpenAI wies die Vorwürfe zurück. Ein Sprecher erklärte, man habe kein Interesse an fremden Geschäftsgeheimnissen und konzentriere sich auf die Entwicklung innovativer Technologien. Apple hingegen spricht von erheblichen Beweisen für die widerrechtliche Aneignung vertraulicher Informationen und sieht ein durch die Führungsebene normalisiertes Fehlverhalten. Die Klage richtet sich auch gegen io Products, das von Apples ehemaligem Designchef Jony Ive mitgegründete und 2025 für 6,5 Milliarden Dollar von OpenAI übernommene Unternehmen; Ive selbst ist nicht persönlich beschuldigt. Apple zufolge hat OpenAI ausscheidende Mitarbeiter aktiv darin geschult, ihren Wechsel zu verschleiern und Sicherheitsprotokolle zu umgehen. Insgesamt seien inzwischen mehr als 400 ehemalige Apple-Beschäftigte bei OpenAI tätig.
Der Rechtsstreit markiert eine dramatische Verschlechterung der Beziehungen zwischen zwei Unternehmen, die 2024 noch eine vielbeachtete Partnerschaft zur Integration von ChatGPT in Apple-Geräte geschlossen hatten. Aus dem Umfeld von OpenAI verlautete bereits im Mai, das Unternehmen habe seinerseits rechtliche Schritte gegen Apple wegen unzureichender Vermarktung der ChatGPT-Integration erwogen. Die Klage fällt zudem in eine kritische Phase für OpenAI: Das mit rund 852 Milliarden Dollar bewertete Unternehmen bereitet einen mit Spannung erwarteten Börsengang vor und hat mehr als 180 Milliarden Dollar von Investoren eingeworben. Die Expansion in den Hardware-Markt galt als zentrale Wachstumsperspektive.
Aus Sicht der Technologiebranche in Silicon Valley wirft der Fall ein Schlaglicht auf die zunehmend umkämpfte Grenze zwischen legitimer Talentakquise und dem Missbrauch von Geschäftsgeheimnissen. Apple selbst sah sich in der Vergangenheit mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert, etwa durch den Medizingerätehersteller Masimo und den Batterieentwickler A123 Systems, ohne dass es zu einer gerichtlichen Feststellung von Geheimnisverrat kam. Apple erklärte, man habe OpenAI bereits im Februar außergerichtlich kontaktiert, jedoch keine Antwort erhalten. Der Konzern fordert nun Schadensersatz, eine einstweilige Verfügung zur Untersagung der Nutzung vertraulicher Informationen sowie die Neugestaltung künftiger OpenAI-Produkte. Ein Schwurgerichtsverfahren ist beantragt; mit ersten richtungsweisenden Entscheidungen wird in den kommenden Monaten gerechnet.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.30 | critical |
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| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.50 | critical |
| Lateinamerikanische Presse | −0.70 | critical |
Apple beschuldigt OpenAI des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen und stützt sich dabei auf konkrete Beweise und Aussagen ehemaliger Mitarbeiter.
Die Erzählung stützt sich auf rechtliche Details und offizielle Aussagen, um unparteiisch und glaubwürdig zu wirken.
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Apple bricht die Partnerschaft mit OpenAI und beschuldigt es, Geheimnisse gestohlen zu haben, um konkurrierende Hardware zu bauen.
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Apple ist Opfer eines systematischen Diebstahls geistigen Eigentums durch OpenAI, das ehemalige Mitarbeiter ausgenutzt hat, um Designs zu stehlen.
Durch die Hervorhebung eines Musters von Fehlverhalten und der Verantwortung der Führungsspitze wird ein Bild von OpenAI als Wiederholungstäter aufgebaut.
Hebt den Bruch der Partnerschaft nicht hervor, sondern konzentriert sich stattdessen auf das Fehlverhalten von OpenAI.
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