
Apple-Preiserhöhungen schüren Tech-Sorgen – Asiatische Börsen unter Druck
Die Ankündigung höherer Preise für Apple-Geräte belastet die Technologiewerte weltweit und lässt die asiatischen Märkte einbrechen, während der Ölpreis trotz Spannungen am Persischen Golf fällt.
Die Entscheidung von Apple, die Preise für iPads und MacBooks aufgrund stark gestiegener Kosten für Speicher- und Logikchips anzuheben, hat am Freitag eine breite Verkaufswelle bei Technologieaktien ausgelöst. Die Aktie des iPhone-Herstellers war am Vortag um 6 Prozent gefallen, was rund 250 Milliarden Dollar an Marktwert vernichtete. In Asien weitete sich der Abgabedruck aus, da Anleger die Preisschritte als Signal für einen inflationsbedingten Kostendruck in der Lieferkette werteten. Nigel Green, CEO der Vermögensberatung deVere Group, kommentierte: „Apple zeigt uns, wo die Inflation ist.“
Die asiatischen Leitindizes verzeichneten deutliche Verluste. Der südkoreanische Kospi brach zeitweise um 9 Prozent ein und löste eine Handelsunterbrechung aus; er schloss mit einem Minus von über 4 Prozent. Der japanische Nikkei 225 gab mehr als 3 Prozent nach, belastet von Technologiewerten wie SoftBank, die nach Berichten über eine mögliche Verschiebung des Börsengangs von OpenAI um mehr als 12 Prozent einbrachen. Auch die Börsen in Hongkong und Shanghai verloren über 1 Prozent. Händler verwiesen zudem auf Umschichtungen zum Quartalsende, die die Volatilität bei den zuvor stark gelaufenen Technologietiteln verstärkten. Die Rekordergebnisse des Chipherstellers Micron, die am Vortag noch für Optimismus gesorgt hatten, traten in den Hintergrund.
Am Ölmarkt fielen die Preise um mehr als 3 Prozent und steuerten auf deutliche Wochenverluste zu, obwohl ein Frachtschiff nahe Oman im Persischen Golf beschossen wurde. Die Wiederaufnahme der Verladungen am saudi-arabischen Terminal Ras Tanura nach fast viermonatiger Unterbrechung erhöhte das Angebot spürbar. Gleichzeitig verließen weitere zuvor festsitzende Tanker die Straße von Hormus mit militärischer Begleitung, was Versorgungsängste dämpfte. Brent-Rohöl notierte bei 74,89 Dollar je Barrel.
An den Devisenmärkten verharrte der Yen nahe seinem 40-Jahres-Tief bei 161,6 zum Dollar, deutlich jenseits der Marke von 160, die aus Tokioter Sicht als Interventionsschwelle gilt. US-Konjunkturdaten – ein Anstieg des PCE-Preisindex um 0,4 Prozent im Mai und ein nach oben revidiertes BIP-Wachstum von 2,1 Prozent im ersten Quartal – dämpften die Erwartungen an weitere Leitzinserhöhungen der Federal Reserve nur geringfügig. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die geldpolitischen Signale der Fed und mögliche Interventionen Japans am Devisenmarkt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die globalen Märkte gaben nach, nachdem Apples Preiserhöhungen Technologieängste schürten. Der Ölpreis fiel auf ein Viermonatstief, obwohl ein Schiff nahe der Straße von Hormus angegriffen wurde. Die Wiederaufnahme der Verladungen durch Saudi Aramco milderte Versorgungsängste.
Asiatische Aktien gaben nach, angeführt von Technologiewerten nach Apples Preiserhöhungen. Der Ölpreis blieb stabil nach einem kurzen Anstieg durch einen Schiffsangriff nahe der Straße von Hormus. Der Ausverkauf signalisiert Vorsicht bei Technologiebewertungen und KI-Investitionsrenditen.
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