
Karachi: Anschlag auf Rangers-Hauptquartier – Pakistan wirft Indien Verwicklung vor
Die pakistanische Führung macht Indien für den tödlichen Angriff der Gruppe Jamaat-ul-Ahrar verantwortlich; Neu-Delhi weist die Vorwürfe als haltlos zurück.
Am Abend des 27. Juni 2026 griff eine Gruppe von etwa fünf Bewaffneten das regionale Hauptquartier der paramilitärischen Sindh Rangers in Karachis Gulistan-e-Jauhar-Viertel an. Die Angreifer rammten ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug gegen das Haupttor und warfen Handgranaten, bevor sie das Feuer auf die Sicherheitskräfte eröffneten. Nach pakistanischen Militärangaben kamen bei dem rund 90-minütigen Gefecht drei bis vier Rangers ums Leben, vier weitere wurden verwundet. Sicherheitskräfte töteten mehrere Angreifer und nahmen einen Verwundeten fest, bei dem es sich nach Darstellung des Militärs um einen afghanischen Staatsbürger handelt. Die militante Gruppe Jamaat-ul-Ahrar, eine Splittergruppe der pakistanischen Taliban (TTP), reklamierte den Anschlag für sich.
Knapp einen Tag nach dem Vorfall bezichtigte die pakistanische Armeeführung Indien der Urheberschaft. Jamaat-ul-Ahrar sei ein „indischer Stellvertreter“, hieß es ohne Vorlage von Belegen. Indiens Außenministerium wies dies als „haltlos“ zurück. Man rate Islamabad, „den Blick nach innen zu richten, glaubwürdige Maßnahmen gegen die eigene Terrorinfrastruktur zu ergreifen und sich von der Neigung zu verabschieden, Terrorismus als Instrument der Staatspolitik zu nutzen“. Neu-Delhi nutzt solche Vorwürfe regelmäßig, um Pakistans eigene Rolle bei der Unterstützung militanter Gruppen zu thematisieren.
Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie schwerer Angriffe auf Sicherheitskräfte in Pakistan, die sich in den vergangenen Jahren gehäuft haben. Islamabad führt die zunehmende Gewalt auf Rückzugsräume der TTP in Afghanistan zurück und hat wiederholt Luftangriffe auf afghanischem Territorium ausgeführt. Kabul weist den Vorwurf, militante Gruppen zu dulden, stets zurück und bezeichnet das Problem als pakistanische interne Angelegenheit. Beobachter sehen eine weitere Eskalation der Spannungen zwischen den Nachbarländern, zumal Pakistan nach dem Anschlag mit Vergeltungsoperationen drohte. Aus europäischer Sicht unterminieren die anhaltenden Spannungen die ohnehin fragile Stabilität in Südasien.
Die pakistanische Führung kündigte an, die Planer und Unterstützer des Anschlags zur Rechenschaft zu ziehen. Sicherheitsoperationen im Umfeld der angegriffenen Einrichtung dauern an. Ob es zu neuen grenzüberschreitenden Militäraktionen kommt, ist derzeit offen. Die diplomatische Kontroverse zwischen Indien und Pakistan verschärft ein ohnehin belastetes Verhältnis, während in der Region eine weitere Zunahme militanter Gewalt befürchtet wird.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Eine Sicherheitseinrichtung der Rangers in Karatschi wurde von einem Selbstmordanschlag mit Explosionen und Schüssen getroffen. Die Terrorgruppe Jamaat-ul-Ahrar, eine Abspaltung der pakistanischen Taliban, bekannte sich zu dem Angriff. Sicherheitskräfte erlitten Verluste, während die Einsätze vor Ort weitergingen.
Ein Selbstmordanschlag auf ein paramilitärisches Rangers-Gelände in Karatschi löste Explosionen und heftige Schusswechsel aus, bei denen drei Soldaten und der Attentäter starben. Spezialeinheiten wurden entsandt und das Viertel abgeriegelt. Der Vorfall offenbart erneut die prekäre Sicherheitslage in Pakistans Wirtschaftsmetropole.
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