
Trumps Hauptstadt-Projekte: Risse im blauen Reflecting Pool und wachsende Kosten
Die von Donald Trump initiierte Renovierung des Lincoln Memorial Reflecting Pool weist nach wenigen Wochen Schäden auf; zugleich steigen die Ausgaben für zahlreiche umstrittene Bau- und Symbolvorhaben in Washington.
Wenige Wochen nach der Fertigstellung der von Präsident Donald Trump persönlich vorangetriebenen Renovierung des Lincoln Memorial Reflecting Pool zeigen sich erste Schäden: Die in „American Flag Blue“ gehaltene Versiegelung löst sich stellenweise ab, und das Wasser wurde erneut von Algen befallen. Die Kosten für das Projekt, das ursprünglich mit 1,5 Millionen Dollar veranschlagt war, belaufen sich inzwischen auf nahezu 14,7 Millionen Dollar. Die Regierung vergab die Aufträge ohne öffentliche Ausschreibung an das Unternehmen Atlantic Industrial Coatings LLC, das zuvor keine Bundesaufträge erhalten hatte. Laut einer Analyse der Washington Post verzeichnete das Becken im Juni die höchsten Algenwerte seit mindestens fünf Jahren.
Aus Sicht des Innenministeriums handelt es sich bei den Algen um normale Rückstände aus den Zuleitungen, die während der Bauarbeiten stillgelegt waren. Das Wasser sei inzwischen „kristallklar“, und eine neuartige „Nanobubbler“-Technologie solle künftigen Bewuchs verhindern. Kritiker in den USA, darunter die Organisation Project on Government Oversight, verweisen hingegen auf überhöhte Gewinnmargen und die Umgehung des Wettbewerbsrechts. Das Muster beschleunigter, kostspieliger Auftragsvergaben zeigt sich auch bei anderen Vorhaben: Für die Aufstellung einer Statue des Sklavenhalters Caesar Rodney in Washington wurden mehr als 527.000 Dollar ausgegeben, und der Bau eines neuen Ballsaals im Weißen Haus könnte nach Schätzungen des Bauunternehmens bis zu 600 Millionen Dollar kosten, wovon mindestens die Hälfte aus Steuermitteln stammen dürfte.
Parallel dazu hat die Regierung in Philadelphia eine Ausstellung zur Sklaverei im historischen President’s House entfernen lassen. Ein Bundesberufungsgericht entschied am Donnerstag, dass die Nationalparkverwaltung die Tafeln durch neue ersetzen darf; die Stadt Philadelphia hatte zuvor eine einstweilige Verfügung erwirkt. In der Energiepolitik zahlt das Innenministerium unterdessen Milliardenbeträge an Unternehmen, damit diese Offshore-Windprojekte aufgeben. Nach Angaben amerikanischer Medien belaufen sich die bisherigen Zahlungen auf fast 2,6 Milliarden Dollar, darunter ein Vergleich mit dem französischen Konzern TotalEnergies. Die Mittel fließen teils in fossile Projekte um, während die Regierung zugleich Hunderte Millionen Dollar aus dem Budget für den Secret Service in den Ballsaal-Bau umleitet, wie die Washington Post berichtet.
Die Instandsetzungsarbeiten am Reflecting Pool dauern an; Arbeiter behandeln das Wasser mit Wasserstoffperoxid und setzen Ozon ein. Ob die Versiegelung dauerhaft hält, ist offen. Die juristischen Auseinandersetzungen um die Sklaverei-Ausstellung könnten fortgesetzt werden, da die Stadt Philadelphia weitere Schritte prüft. Die Windenergie-Rückkäufe sind Teil einer grundsätzlichen Neuausrichtung der Energiepolitik, die europäische Investoren trifft. Für die bevorstehenden Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten plant die Regierung weitere Bauprojekte; die parlamentarische Kontrolle über die Mittelverwendung steht noch aus.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Trumps Plan, das Reflecting Pool in 'American Flag Blue' zu färben, ist gescheitert: Algen machten das Wasser grün und die Kosten explodierten von 1,8 auf über 14 Millionen Dollar. Der Auftrag wurde ohne Ausschreibung vergeben, doch die versprochene Technologie konnte nicht verhindern, dass das Denkmal wie ein Sumpf aussieht.
Trumps Prestigeprojekt zur Renovierung des Reflecting Pool hat Kosten von 14,7 Millionen Dollar erreicht, und die Auskleidung blättert bereits ab. Das Innenministerium verglich das Abtöten von Algen bizarr mit dem Besiegen der iranischen Marine, doch das Becken bleibt ein trübes Grün.
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