
Jugendliche weltweit Opfer von Gewalt: Vorfälle in Brasilien, Argentinien, Mexiko, Italien und Iran
Von sexuellen Übergriffen über tödliche Verkehrsunfälle bis hin zu digitalem Missbrauch – in mehreren Ländern wurden junge Menschen in den vergangenen Tagen zu Zielen schwerer Verbrechen.
In São Paulo hat ein 32-jähriger Mann gestanden, am 12. Mai eine 17-Jährige in der Nähe der U-Bahn-Station Tatuapé vergewaltigt zu haben. Nach seiner Festnahme erkannte ihn eine weitere, 25-jährige Frau als Täter eines Übergriffs vom 23. April. Überwachungskameras zeichneten auf, wie der Verdächtige am Busbahnhof Frauen beobachtete und der Jugendlichen folgte, ehe er sie in eine abgelegene Baustelle führte. Der Mann bleibt in Haft, ein Anwalt wurde noch nicht bestellt.
Ebenfalls in Brasilien, in Contagem bei Belo Horizonte, ermittelt die Polizei wegen eines Gruppenvergewaltigung an einer 17-Jährigen. Vier 17-jährige Bekannte sollen die Jugendliche während einer Feier in ihrem Elternhaus betäubt und missbraucht haben. Nach Angaben der Familie fanden sich in Chatnachrichten Eingeständnisse der Tat. Die Ermittlungen laufen unter Verschluss, da alle Beteiligten minderjährig sind. Im mexikanischen Ecatepec, einer Gemeinde mit amtlicher Gender-Alarmstufe, filmte eine Überwachungskamera, wie ein unbekannter Mann eine Schülerin auf offener Straße unsittlich berührte und anschließend in einem Weinroten Lieferwagen flüchtete. Die Behörden bitten die Bevölkerung um Hinweise; die Polizeipräsenz gilt in der Gegend als unzureichend.
Im nordargentinischen Joaquín V. González erlag eine 14-Jährige ihren schweren Kopfverletzungen, nachdem ein Pick-up-Fahrer am 12. Juni eine rote Ampel überfahren und das Motorrad der Jugendlichen gerammt hatte. Der Fahrer flüchtete zunächst, stellte sich später mit anwaltlichem Beistand und wurde festgenommen. Die Familie fordert Aufklärung über weitere Insassen, die das Fahrzeug nicht verließen. Im Iran starben fünf Menschen, als ein Lkw-Fahrer auf der Autobahn Maschhad–Nischapur aus Unachtsamkeit auf zwei Pkw auffuhr; ein Verletzter wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Vor einem Gericht in Reggio Emilia hat der Prozess gegen einen 55-Jährigen begonnen, der private Urlaubsfotos von neun jungen Frauen – darunter Minderjährige – von deren Instagram-Profilen kopiert und auf einer pornografischen Plattform in eigens angelegten Ordnern veröffentlicht haben soll. Vier der Betroffenen sagten aus, die Bilder seien ohne ihr Wissen verbreitet worden. Das Gericht will nun Beamte der Postpolizei dazu befragen, wie die Identität des mutmaßlichen Täters ermittelt wurde. In allen Fällen dauern die Ermittlungen oder Gerichtsverfahren an.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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In Lateinamerika berichtet die Presse über eine Reihe von Verbrechen gegen Minderjährige und Frauen: ein Mann, der wegen Vergewaltigung einer Jugendlichen in der Nähe einer U-Bahn-Station in São Paulo verhaftet und später von einem zweiten Opfer erkannt wurde; eine Person, die beim Begrapschen einer Minderjährigen in Ecatepec gefilmt wurde; ein Fahrerflüchtiger, der in Argentinien ein 14-jähriges Mädchen tötete; und eine Gruppenvergewaltigung einer 17-Jährigen in Minas Gerais, bei der die Verdächtigen sich per Nachricht entschuldigten. Die Berichterstattung betont das polizeiliche Vorgehen, den Schock der Gemeinschaft und die Details jedes Übergriffs und stellt sie als Teil einer anhaltenden Unsicherheitskrise dar.
Im kontinentalen Europa liegt der Fokus auf einer Privatsphäreverletzung: Ein 55-jähriger Mann nahm Fotos junger Frauen von Instagram und lud sie auf eine Pornoseite hoch. Vier Opfer, damals zwischen 17 und 22 Jahren alt, sagten vor Gericht aus. Der Beitrag beleuchtet das Gerichtsverfahren und die Erfahrung der Opfer, deren Bilder missbraucht wurden, und stellt dies als eine Form digitaler Gewalt gegen Frauen dar.
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