
Ronaldos sechster WM-Auftritt: Portugals letzter Anlauf auf den fehlenden Titel
Am Mittwoch beginnt für Cristiano Ronaldo und eine hochkarätige portugiesische Mannschaft die Mission Weltmeistertitel gegen die Demokratische Republik Kongo, während England zeitgleich einen schweren Auftakt gegen Kroatien bestreitet.
Mit dem Debüt Portugals gegen die Demokratische Republik Kongo im NRG Stadium von Houston schließt sich am Mittwoch der Kreis der Titelfavoriten bei dieser Weltmeisterschaft. Im Zentrum der globalen Aufmerksamkeit steht ein 41-jähriger Kapitän, für den dieses Turnier zur letzten großen Bühne seiner Karriere werden soll. Cristiano Ronaldo bestreitet seine sechste WM-Endrunde und zieht damit mit Lionel Messi und dem mexikanischen Torhüter Guillermo Ochoa gleich, die diesen Rekord bereits in den Tagen zuvor erreicht hatten. Doch anders als sein argentinischer Rivale, der am Dienstag mit einem Hattrick gegen Algerien sämtliche Altersfragen ad absurdum führte, lastet auf Ronaldos Schultern das Gewicht eines unvollendeten Werks: Der Weltmeistertitel, die letzte große Trophäe, die seiner Generation trotz des EM-Titels 2016 und zweier Triumphe in der Nations League verwehrt blieb.
Aus europäischer Perspektive geht die von Roberto Martínez trainierte Seleção das Quinas als eine der komplettesten Mannschaften ins Rennen. Mit Spielern wie Bruno Fernandes, Bernardo Silva und dem aufstrebenden João Neves verfügt Portugal über eine Mischung aus kreativer Genialität und taktischer Disziplin, die in der Qualifikation mit 20 Toren in nur sechs Spielen eindrucksvoll zur Schau gestellt wurde. Beobachter in Lissabon verweisen auf eine goldene Generation, die endlich das seit 1966 währende Warten auf den ganz großen Wurf beenden soll. Die letzte Halbfinalteilnahme datiert aus dem Jahr 2006, als ein junger Ronaldo in Deutschland erstmals die Weltbühne betrat und am Ende den vierten Platz belegte. Zwanzig Jahre später soll sich der Kreis schließen.
Für die Demokratische Republik Kongo markiert die Partie indes die Rückkehr auf die größte Bühne des Fußballs nach einer 52-jährigen Abstinenz. Die letzte und einzige WM-Teilnahme der Leoparden datiert von 1974, als das Land noch unter dem Namen Zaire firmierte. Afrikanische Kommentatoren betonen den enormen symbolischen Wert dieser Qualifikation für eine Nation, die sich nach Jahrzehnten der sportlichen Bedeutungslosigkeit wieder auf der globalen Landkarte zeigt. Angeführt von Chancel Mbemba und dem Stürmer Cédric Bakambu, tritt das Team von Sébastien Desabre mit dem Mut der Außenseiter an, wohl wissend, dass ein offensives Wagnis gegen die geballte individuelle Klasse der Portugiesen schnell zum Bumerang werden kann.
Die Partie in Texas ist zugleich der Auftakt für die mit Spannung erwartete Gruppe K, in der später am Abend Kolumbien um James Rodríguez und Luis Díaz auf Usbekistan unter der Leitung des italienischen Weltmeisters Fabio Cannavaro trifft. Während in Südamerika die Hoffnungen auf einen tiefen kolumbianischen Turnierlauf ruhen, richtet sich der Blick in Mittel- und Nordamerika vor allem auf die parallel stattfindende Begegnung zwischen England und Kroatien im AT&T Stadium von Arlington. Für die Three Lions um Harry Kane beginnt dort der sechzigste Anlauf, das Trauma des letzten Titels von 1966 zu überwinden.
So wird dieser siebte WM-Tag zu einer Zäsur: Er beendet die erste Runde der Gruppenphase und setzt zugleich die großen narrativen Bögen dieses Turniers in Gang. Für Cristiano Ronaldo geht es nicht nur um den möglichen Rekord, als erster Spieler in sechs verschiedenen WM-Endrunden getroffen zu haben. Es geht um die finale Antwort auf die Frage, die seine gesamte Laufbahn durchzieht: ob individueller Wille und kollektives Talent gemeinsam ausreichen, um die letzte, unerreichbar scheinende Stufe zu erklimmen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Portugal startet mit einem Spiel gegen die DR Kongo in die WM 2026 – die letzte Chance für Cristiano Ronaldo auf den Titel. Die Kongolesen kehren nach 52 Jahren zurück, während die Portugiesen mit einem talentierten Kader und dem Nations-League-Titel antreten. Die Partie verbindet Wehmut über Ronaldos letzten Tanz mit der Neugier auf ein afrikanisches Team, das für eine Überraschung sorgen will.
Portugals Auftakt gegen die DR Kongo wird als mögliches Gemetzel dargestellt, bei dem der europäische Favorit nach Belieben dominieren dürfte. Cristiano Ronaldos letzte WM beginnt gegen eine kongolesische Mannschaft, die nach 52 Jahren zurückkehrt, doch der Klassenunterschied lässt an einem fairen Wettkampf zweifeln. Das Spiel gilt als erste Prüfung, die schnell in eine Abreibung münden könnte.
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