
Tschechiens frühes Tor reicht nicht: Südafrika erzwingt späten Ausgleich in Gruppe A
Nach dem schnellsten Turniertor durch Michal Sadilek rettet ein Handelfmeter von Teboho Mokoena den Bafana Bafana ein 1:1, das beide Teams vor dem letzten Spieltag unter Druck setzt.
Die zweite Runde der Gruppe A bei der Weltmeisterschaft 2026 begann mit einem Unentschieden, das die Ausgangslage vor dem Finale der Vorrunde verkompliziert. Im Mercedes-Benz Stadium von Atlanta trennten sich Tschechien und Südafrika 1:1, wobei die Europäer durch den frühesten Treffer des Turniers in Führung gingen, aber eine Handelfmeterentscheidung in der Schlussphase den Ausgleich brachte. Beide Mannschaften waren mit Niederlagen gestartet – Tschechien unterlag Südkorea, Südafrika dem Co-Gastgeber Mexiko – und stehen nun mit je einem Punkt da, während Mexiko und Südkorea mit drei Zählern die Spitzenpositionen einnehmen.
Tschechiens Trainer Miroslav Koubek hatte nach der Auftaktpleite fünf Änderungen vorgenommen, darunter die Versetzung von West-Ham-Profi Tomas Soucek auf die Bank. Der Umbau zahlte sich zunächst aus: Nach einem präzisen Zuspiel von Alexandr Sojka vollendete Michal Sadilek bereits in der sechsten Minute zum 1:0. Die frühe Führung verlieh dem tschechischen Spiel jedoch keine dauerhafte Stabilität. Südafrika, von Beginn an mit mehr Ballbesitz, aber wenig Durchschlagskraft, steigerte sich nach der Pause erheblich. Trainer Hugo Broos, ein Belgier, hatte in der Kabine offenbar die richtigen Hebel umgelegt. Der Ausgleich fiel in der 83. Minute, als ein Distanzschuss von Thapelo Maseko an den Arm von Pavel Sulc sprang und die US-amerikanische Schiedsrichterin Tori Penso – die erste Frau, die bei einer Männer-WM als Hauptschiedsrichterin fungiert – auf Strafstoß entschied. Teboho Mokoena verwandelte sicher.
Aus Prager Sicht wiederholt sich ein Albtraum: Wie schon gegen Südkorea gab die Mannschaft eine Führung spät aus der Hand und verspielte damit die Chance, vorzeitig die Weichen Richtung K.o.-Runde zu stellen. In Johannesburg hingegen überwiegt die Erleichterung, denn ohne den späten Ausgleich wäre das Turnier für Bafana Bafana praktisch beendet gewesen. Für Mexiko und Südkorea, die am selben Abend in Guadalajara aufeinandertrafen, bedeutete das Remis, dass ein eigener Sieg die Qualifikation für das Sechzehntelfinale bereits perfekt gemacht hätte – ein Unentschieden hätte dagegen die Spannung vollends auf den letzten Spieltag verlagert.
Die Ausgangslage vor dem abschließenden Gruppenspieltag ist nun denkbar prekär. Tschechien muss im Aztekenstadion gegen Mexiko antreten, Südafrika bekommt es mit Südkorea zu tun. Beide benötigen aller Voraussicht nach einen Sieg, um noch unter die ersten Zwei zu kommen, wobei das Torverhältnis bei Punktgleichheit entscheidend werden könnte. Schon vor dem Turnier hatten Beobachter aus Indonesien und anderen fußballbegeisterten Regionen die Gruppe A als besonders ausgeglichen und schwer prognostizierbar eingestuft. Das Remis von Atlanta hat diese Einschätzung bestätigt und lässt den letzten Spieltag zu einem echten K.o.-Duell werden, bei dem auch die mentale Verfassung nach zwei späten Rückschlägen für die Tschechen zur Belastungsprobe wird.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Das Spiel zwischen Tschechien und Südafrika ist ein 'Todesspiel', nachdem beide ihre Auftaktpartien verloren haben. Ein Sieg ist unerlässlich, um die Hoffnung auf das Erreichen der K.-o.-Runde am Leben zu erhalten. Südafrika trägt die Last, bei vier Teilnahmen nie über die Gruppenphase hinausgekommen zu sein.
Tschechien und Südafrika stehen sich in Atlanta in einem Alles-oder-Nichts-Duell gegenüber. Beide haben ihre Auftaktspiele verloren und brauchen nun einen Sieg, um das Ausscheiden zu vermeiden. Es ist ein einfaches Pflichtsieg-Spiel ohne Fehlertoleranz.
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