
WM 2026: Marokko startet mit Remis gegen Brasilien, Schottland feiert Sieg nach 28 Jahren
Der erste Spieltag der auf 48 Teams erweiterten WM bringt bemerkenswerte Ergebnisse: Marokko ringt Mitfavorit Brasilien ein Unentschieden ab, während Schottland und Gastgeber Katar Achtungserfolge feiern.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat mit Überraschungen begonnen. Im Spitzenspiel des ersten Tages mit vier Partien trennten sich Brasilien und Marokko vor 80.000 Zuschauern im MetLife Stadium nahe New York 1:1. Die nordafrikanische Mannschaft, die bei der vorherigen WM als erstes arabisches und afrikanisches Team ins Halbfinale gestürmt war, dominierte die Anfangsphase und ging durch Ismael Saibari verdient in Führung (21.). Brasilien, angeführt von Vinícius Júnior, der mit einem Solotor zum Ausgleich traf, vermied nur knapp die erste Auftaktniederlage seit 1934. Der Rekordweltmeister wirkte phasenweise überfordert: In der ersten halben Stunde gab Marokko zwölf Torschüsse ab – so viele wie kein Gegner zuvor in einer WM-Partie gegen die Seleção.
In der Gruppe C setzte sich Schottland nach 28 Jahren WM-Abstinenz mit einem knappen 1:0 gegen Haiti durch und übernahm die Tabellenspitze. Der Erfolg war glanzlos, doch für die „Bravehearts“ steht die Rückkehr auf die große Bühne im Vordergrund. Unterdessen sorgte Gastgeber Katar für einen historischen Moment: Durch ein Eigentor des Schweizers Miro Muheim erkämpfte die Mannschaft ein 1:1 gegen die Eidgenossen und den ersten Punkt ihrer WM-Geschichte. Aus ozeanischer Perspektive gelang Australien ein überraschender Sieg gegen die Türkei, der die wachsende Ausgeglichenheit des Turniers unterstreicht.
Die Resultate des ersten Spieltags verdeutlichen regionale Verschiebungen. Aus marokkanischer Sicht bestätigt der Auftritt die im Halbfinale 2022 errungene Stellung als neues Schwergewicht. Beobachter in Rabat werten das Remis als Beleg für die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit arabischer und afrikanischer Nationen. Schweizer Kommentatoren hingegen hadern mit dem unglücklichen Eigentor, das dem Team von Murat Yakin einen glanzvolleren Start verwehrte. Brasilianische Medien üben derweil leise Kritik am blassen Auftritt des Teams – die hohe Erwartungshaltung im fünfmaligen Weltmeisterland ist ungebrochen.
Für den weiteren Turnierverlauf zeichnen sich spannende Konstellationen ab. In Gruppe C muss Brasilien nun gegen Schottland liefern, während Marokko auf Haiti trifft – ein Sieg könnte die Atlaslöwen in eine komfortable Position bringen. Die auf 48 Teams erweiterte WM bietet offenbar auch kleineren Nationen eine Plattform, was in den kommenden Wochen für weitere Überraschungen sorgen dürfte. Aus deutschsprachiger Sicht bleibt die Schweiz trotz des Remis ein Aspirant auf die K.o.-Runde, muss jedoch an Präzision zulegen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Afrika feierte seinen ersten Punkt des Turniers, als Marokko gegen Brasilien ein Unentschieden erreichte und damit zeigte, dass afrikanische Teams mit den Besten mithalten können. Das Ergebnis unterstreicht den stetigen Aufstieg des afrikanischen Fußballs.
Der arabische Fußball ist auf der Weltbühne angekommen: Das Unentschieden Marokkos gegen Brasilien zeigt den wachsenden Einfluss der Region. Die Atlaslöwen übertreffen weiter die Erwartungen und knüpfen an den historischen Halbfinaleinzug der letzten WM an.
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