
Ecuador benötigt Sieg gegen Außenseiter Curaçao, um WM-Hoffnung zu wahren
Nach Auftaktniederlagen stehen beide Teams in Gruppe E unter Zugzwang. Während Ecuador auf seine spielerische Überlegenheit setzt, will Curaçao nach der historischen Premiere den nächsten Coup landen.
Im Arrowhead Stadium von Kansas City ist am Samstagabend (Ortszeit) das zweite Gruppenspiel der Gruppe E zwischen Ecuador und Curaçao angepfiffen worden. Für beide Mannschaften geht es nach Niederlagen zum Auftakt bereits um das sportliche Überleben im Turnier. Deutschland führt die Gruppe nach einem 2:1-Arbeitssieg gegen Costa de Marfil mit sechs Punkten an, während die ivorische Auswahl ihrerseits drei Zähler aufweist. Ecuador und Curaçao, die vor dem Anpfiff noch punktlos waren, stehen unter Siegzwang, wollen sie den Anschluss an die Achtelfinalplätze nicht frühzeitig verlieren.
Ecuador, das mit einer Serie von 19 ungeschlagenen Spielen in das Turnier gereist war, erlitt einen empfindlichen Rückschlag durch eine 0:1-Niederlage gegen Costa de Marfil. Damals scheiterte die von Sebastián Beccacece trainierte Mannschaft an ihrer mangelnden Chancenverwertung, während ein später Konter durch Amad Diallo die Partie entschied. Der argentinische Trainer gab sich im Vorfeld der Partie gegen Curaçao betont respektvoll: „Wir sind nicht Deutschland“, sagte Beccacece mit Verweis auf den übermächtigen Gruppenfavoriten. Die Konzentration müsse auf dem eigenen Spiel liegen, nicht auf einem möglichen Torverhältnis. Ecuador setzt auf sein eingespieltes System und die individuelle Klasse von Kapitän Enner Valencia sowie Mittelfeldmotor Moisés Caicedo.
Auf der anderen Seite steht der kleinste Teilnehmer der WM-Geschichte: Curaçao, eine karibische Insel mit rund 156.000 Einwohnern, erlebt ihr erstes Weltturnier. Der 78-jährige niederländische Trainer Dick Advocaat, ältester Coach des Turniers, bezeichnete allein die Teilnahme als Sieg. Die Mannschaft besteht bis auf eine Ausnahme aus in den Niederlanden geborenen Spielern, was auf die bis 2010 bestehende Zugehörigkeit zu den Niederländischen Antillen zurückgeht. Im ersten Spiel setzte es eine 1:7-Klatsche gegen Deutschland, doch das Tor von Livano Comenencia war der erste WM-Treffer des Landes und löste auf der Insel ekstatische Freude aus. Advocaat dämpfte die Erwartungen: Seine Truppe werde versuchen, sich teuer zu verkaufen.
Für die deutsche Nationalmannschaft ist die Partie unterdessen von Bedeutung, weil das Ergebnis die Ausgangslage für das letzte Gruppenspiel gegen Ecuador beeinflusst. Ein Sieg Ecuadors würde die Südamerikaner mit drei Punkten auf Rang zwei oder drei bringen, abhängig vom Torverhältnis, und das direkte Duell mit dem DFB-Team zu einem echten Endspiel um den Gruppensieg machen. Aus deutscher Sicht wäre ein Unentschieden oder ein Sieg Curaçaos daher taktisch günstiger, weil es den Druck im abschließenden Spiel mindern würde. Doch die Wahrscheinlichkeiten sprechen klar für Ecuador: Die Elf von Beccacece verfügt über deutlich mehr internationale Erfahrung und individuelle Klasse.
Das Schiedsrichtergespann um den Chinesen Ma Ning wird die Begegnung leiten. Nach Abpfiff richtet sich der Blick bereits auf den letzten Spieltag: Am 25. Juni trifft Ecuador auf Deutschland, während Curaçao gegen Costa de Marfil antritt. Bis dahin will sich die Außenseiterinsel noch nicht geschlagen geben – und Ecuador hofft, den ersten Schritt Richtung K.o.-Runde zu machen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Ecuador trifft nach einer schmerzhaften Auftaktniederlage in einem Pflichtsieg-Spiel auf Curaçao. Ein Sieg ist unerlässlich, um die Hoffnung auf das erstmalige Erreichen der K.o.-Phase seit zwei Jahrzehnten am Leben zu erhalten, bevor das schwere Duell mit Deutschland ansteht.
Ecuador und Curaçao treffen aufeinander, nachdem beide ihre Eröffnungsspiele verloren haben. Ecuador muss gewinnen, um im Rennen zu bleiben, was Trainer Beccacece erheblich unter Druck setzt.
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