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Geopolitik & PolitikDonnerstag, 2. Juli 2026

USA stufen Chone Killers als dritte ecuadorianische Terrorgruppe ein

Die Einstufung erlaubt Sanktionen und militärische Schritte gegen die Bande, die mit mexikanischen Kartellen Drogen in die USA schmuggelt und für Anschläge verantwortlich gemacht wird.

Die Regierung der Vereinigten Staaten hat die ecuadorianische Verbrechergruppe „Chone Killers“ am 1. Juli 2025 als ausländische Terrororganisation (Foreign Terrorist Organization, FTO) sowie als speziell designierte globale Terroristen (Specially Designated Global Terrorist, SDGT) eingestuft. Dies gab Außenminister Marco Rubio bekannt. Die Gruppe ist nach „Los Choneros“ und „Los Lobos“ die dritte ecuadorianische Bande, die auf den US-Terrorlisten geführt wird. Nach Darstellung des State Department hat die Gruppierung zahlreiche Angriffe auf Zivilisten, Sicherheitskräfte und Regierungsvertreter verübt, darunter auch öffentlichkeitswirksame Morde an hochrangigen Amtsträgern. Die Einstufung ermöglicht es Washington, Vermögenswerte der Organisation und ihrer Unterstützer einzufrieren und strafrechtlich gegen sie vorzugehen.

Aus Washingtoner Sicht ist der Schritt Teil einer umfassenden Strategie der Trump-Administration, um Drogenkartelle und „Narcoterroristen“ in der westlichen Hemisphäre zu zerschlagen. Rubio erklärte, ecuadorianische Banden unterstützten mexikanische Kartelle beim Transport und Export illegaler Drogen, um terroristische und kriminelle Aktivitäten zu finanzieren. Die US-Regierung betonte die enge Zusammenarbeit mit dem ecuadorianischen Präsidenten Daniel Noboa, der bereits im Januar 2024 im Rahmen eines innerstaatlichen bewaffneten Konflikts 22 kriminelle Gruppen als Terroristen deklariert hatte. Ein vor zwölf Tagen von Noboa erlassenes Dekret gewährt ausländischen Truppen, die an Operationen gegen das organisierte Verbrechen teilnehmen, Immunität – ein Schritt, der die vertiefte Sicherheitskooperation aus Sicht Quitos unterstreicht.

Die Bezeichnung reiht sich in eine Serie von US-Entscheidungen ein, mit denen mehr als ein Dutzend lateinamerikanische Gruppen als Terrororganisationen eingestuft wurden. Nach der Rechtsauffassung der Trump-Administration erlaubt diese Einstufung einen militärischen Zugriff auf die Gruppen und ihre Anführer unabhängig von ihrem Aufenthaltsort. Seit dem 2. September 2024 haben US-Streitkräfte mutmaßliche Drogenboote in der Karibik und im Pazifik angegriffen; dabei kamen nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP mindestens 215 Menschen ums Leben. Menschenrechtsorganisationen und Völkerrechtler verurteilen diese Raketenangriffe, die in der Regel keine Überlebenden hinterlassen, als eklatanten Verstoß gegen internationales Recht. Progressive Regierungen der Region haben ihre Besorgnis über das Vorgehen geäußert. Parallel kooperierten die USA mit der venezolanischen Interimsregierung unter Delcy Rodríguez, um den Anführer der Bande Tren de Aragua, Niño Guerrero, bei einem Pentagon-Angriff am 12. Juni zu töten.

Ecuador hat sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Transitknotenpunkt für Kokain entwickelt. Nach Angaben der Denkfabrik Insight Crime werden schätzungsweise 70 Prozent der Droge aus Kolumbien und Peru über ecuadorianisches Territorium geschleust. Dies hat eine Welle der Gewalt ausgelöst: Mit 9.216 Morden verzeichnete das Land im Jahr 2025 das gewalttätigste Jahr seiner Geschichte, was einer Rate von 51 Tötungen pro 100.000 Einwohner entspricht. Die Chone Killers, die sich 2020 von Los Choneros abspalteten, sind laut Behörden in Drogenhandel, Erpressung, Auftragsmorde und Entführungen verwickelt. Das State Department kündigte an, die Trump-Administration werde gemeinsam mit Ecuador die Hemisphäre schützen, indem sie illegale Drogen von den Straßen fernhalte und die Einnahmequellen gewalttätiger Narcoterroristen unterbreche. Die Einstufung ist mit sofortiger Wirkung in Kraft; weitere gemeinsame Militär- und Polizeieinsätze gelten als wahrscheinlich.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 3 Sprachen

15%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Lateinamerikanische PresseKontinentaleuropäische Presse
Lateinamerikanische Presse
SkepsisPragmatismus

The US designation of the 'Chone Killers' group as a terrorist organization is met with caution. The need to contextualize violence in Ecuador and avoid external interventions that could worsen the situation is emphasized. Attention is on the implications for national sovereignty and the complexity of the local criminal phenomenon.

Kontinentaleuropäische Presse/ Mediterran
DistanzPragmatismus

The news of the US recognition of the 'Chone Killers' group as a terrorist organization is treated as a routine international news item. The focus is on the legal procedure and counterterrorism cooperation, without delving into the Ecuadorian context. The tone is detached and informative.

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Donnerstag, 2. Juli 2026

USA stufen Chone Killers als dritte ecuadorianische Terrorgruppe ein

Die Einstufung erlaubt Sanktionen und militärische Schritte gegen die Bande, die mit mexikanischen Kartellen Drogen in die USA schmuggelt und für Anschläge verantwortlich gemacht wird.

Die Regierung der Vereinigten Staaten hat die ecuadorianische Verbrechergruppe „Chone Killers“ am 1. Juli 2025 als ausländische Terrororganisation (Foreign Terrorist Organization, FTO) sowie als speziell designierte globale Terroristen (Specially Designated Global Terrorist, SDGT) eingestuft. Dies gab Außenminister Marco Rubio bekannt. Die Gruppe ist nach „Los Choneros“ und „Los Lobos“ die dritte ecuadorianische Bande, die auf den US-Terrorlisten geführt wird. Nach Darstellung des State Department hat die Gruppierung zahlreiche Angriffe auf Zivilisten, Sicherheitskräfte und Regierungsvertreter verübt, darunter auch öffentlichkeitswirksame Morde an hochrangigen Amtsträgern. Die Einstufung ermöglicht es Washington, Vermögenswerte der Organisation und ihrer Unterstützer einzufrieren und strafrechtlich gegen sie vorzugehen.

Aus Washingtoner Sicht ist der Schritt Teil einer umfassenden Strategie der Trump-Administration, um Drogenkartelle und „Narcoterroristen“ in der westlichen Hemisphäre zu zerschlagen. Rubio erklärte, ecuadorianische Banden unterstützten mexikanische Kartelle beim Transport und Export illegaler Drogen, um terroristische und kriminelle Aktivitäten zu finanzieren. Die US-Regierung betonte die enge Zusammenarbeit mit dem ecuadorianischen Präsidenten Daniel Noboa, der bereits im Januar 2024 im Rahmen eines innerstaatlichen bewaffneten Konflikts 22 kriminelle Gruppen als Terroristen deklariert hatte. Ein vor zwölf Tagen von Noboa erlassenes Dekret gewährt ausländischen Truppen, die an Operationen gegen das organisierte Verbrechen teilnehmen, Immunität – ein Schritt, der die vertiefte Sicherheitskooperation aus Sicht Quitos unterstreicht.

Die Bezeichnung reiht sich in eine Serie von US-Entscheidungen ein, mit denen mehr als ein Dutzend lateinamerikanische Gruppen als Terrororganisationen eingestuft wurden. Nach der Rechtsauffassung der Trump-Administration erlaubt diese Einstufung einen militärischen Zugriff auf die Gruppen und ihre Anführer unabhängig von ihrem Aufenthaltsort. Seit dem 2. September 2024 haben US-Streitkräfte mutmaßliche Drogenboote in der Karibik und im Pazifik angegriffen; dabei kamen nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP mindestens 215 Menschen ums Leben. Menschenrechtsorganisationen und Völkerrechtler verurteilen diese Raketenangriffe, die in der Regel keine Überlebenden hinterlassen, als eklatanten Verstoß gegen internationales Recht. Progressive Regierungen der Region haben ihre Besorgnis über das Vorgehen geäußert. Parallel kooperierten die USA mit der venezolanischen Interimsregierung unter Delcy Rodríguez, um den Anführer der Bande Tren de Aragua, Niño Guerrero, bei einem Pentagon-Angriff am 12. Juni zu töten.

Ecuador hat sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Transitknotenpunkt für Kokain entwickelt. Nach Angaben der Denkfabrik Insight Crime werden schätzungsweise 70 Prozent der Droge aus Kolumbien und Peru über ecuadorianisches Territorium geschleust. Dies hat eine Welle der Gewalt ausgelöst: Mit 9.216 Morden verzeichnete das Land im Jahr 2025 das gewalttätigste Jahr seiner Geschichte, was einer Rate von 51 Tötungen pro 100.000 Einwohner entspricht. Die Chone Killers, die sich 2020 von Los Choneros abspalteten, sind laut Behörden in Drogenhandel, Erpressung, Auftragsmorde und Entführungen verwickelt. Das State Department kündigte an, die Trump-Administration werde gemeinsam mit Ecuador die Hemisphäre schützen, indem sie illegale Drogen von den Straßen fernhalte und die Einnahmequellen gewalttätiger Narcoterroristen unterbreche. Die Einstufung ist mit sofortiger Wirkung in Kraft; weitere gemeinsame Militär- und Polizeieinsätze gelten als wahrscheinlich.

Divergenz der Quellen

Geopolitik & Politik · 3 Quellen · 3 Sprachen

15%Niedrig

Wie stark die Quellen die gleichen Fakten unterschiedlich darstellen.

Wie sie sich aufteilen

Neutral17%
Kritisch83%

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 3 Sprachen

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Lateinamerikanische PresseKontinentaleuropäische Presse
Lateinamerikanische Presse
SkepsisPragmatismus

The US designation of the 'Chone Killers' group as a terrorist organization is met with caution. The need to contextualize violence in Ecuador and avoid external interventions that could worsen the situation is emphasized. Attention is on the implications for national sovereignty and the complexity of the local criminal phenomenon.

Kontinentaleuropäische Presse/ Mediterran
DistanzPragmatismus

The news of the US recognition of the 'Chone Killers' group as a terrorist organization is treated as a routine international news item. The focus is on the legal procedure and counterterrorism cooperation, without delving into the Ecuadorian context. The tone is detached and informative.

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