
US-Angriffe nahe Kinderkrankenhaus in Ahvaz: Teheran spricht von Kriegsverbrechen
Nach US-Luftangriffen in der Nähe eines Kinderkrebszentrums in Ahvaz mussten 211 Patienten evakuiert werden; Teheran verurteilt den Vorfall als „barbarisches Kriegsverbrechen“ und warnt vor Vergeltung.
In der südwestiranischen Stadt Ahvaz ist das auf Kinderonkologie spezialisierte Shahid-Baghaei-Krankenhaus in der Nacht zum Donnerstag nach US-Luftangriffen in unmittelbarer Nähe vorübergehend außer Betrieb genommen worden. Nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA wurden 211 Patienten – darunter Kinder, die sich einer Chemotherapie unterziehen – in andere medizinische Einrichtungen verlegt. Die Druckwellen der Detonationen beschädigten das Gebäude und zerstörten Fenster umliegender Wohnhäuser. Das iranische Gesundheitsministerium bezifferte die Gesamtzahl der Verletzten durch die jüngsten US-Angriffe auf über 300, 35 Menschen seien getötet worden. Eine unabhängige Überprüfung dieser Zahlen ist derzeit nicht möglich.
Aus Teheraner Sicht handelt es sich um einen gezielten Angriff auf zivile Infrastruktur. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, bezeichnete den Vorfall auf der Plattform X als „barbarischen Angriff“ und „feiges Kriegsverbrechen gegen die unschuldigsten Menschen – Kinder, die tapfer um ihr Leben kämpfen“. Er zog Parallelen zu israelischen Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen und warf jenen Regierungen, die selektiv Menschenrechtsverletzungen verurteilten, den Verlust jeglicher moralischer Glaubwürdigkeit vor. Der Vizegouverneur der Provinz Chuzestan, Valiollah Hayati, bestätigte Schäden an Wohngebäuden. Die Universität für Medizinwissenschaften Ahvaz erklärte, das Krankenhaus sei „vorübergehend außer Betrieb genommen worden, um die Sicherheit von Patienten und Personal zu gewährleisten“.
Washington äußerte sich zu dem konkreten Vorfall zunächst nicht. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hatte zuvor eine neue Welle von Angriffen auf Ziele im Süden Irans bestätigt. Aus Washingtoner Sicht dienen die Operationen der „Schwächung der Fähigkeit Irans, die kommerzielle Schifffahrt zu bedrohen“. Präsident Donald Trump drohte in einem Interview mit Fox News damit, in der kommenden Woche auch Kraftwerke und Brücken ins Visier zu nehmen, sollte Teheran nicht in Verhandlungen eintreten. Die Angriffe reihen sich in eine Serie militärischer Schläge ein, die nach Darstellung Teherans gegen eine am 7. April von Trump einseitig verkündete Waffenruhe sowie gegen ein von Pakistan vermitteltes Memorandum of Understanding verstoßen, dessen erste Klausel eine vollständige Einstellung der Feindseligkeiten vorschreibt.
Die Eskalation verschärft die Spannungen in der strategisch sensiblen Golfregion. Beobachter in Energiemärkten verweisen auf den Anstieg des Brent-Rohölpreises um mehr als ein Prozent auf rund 85,88 Dollar je Barrel, da Befürchtungen über Versorgungsunterbrechungen zunehmen. Iran hat nach eigenen Angaben die Huthi-Bewegung im Jemen angewiesen, sich auf eine mögliche Schließung der Meerenge Bab al-Mandab vorzubereiten, falls die US-Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur ausgeweitet werden. Gleichzeitig warnte der Sprecher des iranischen Khatam-al-Anbiya-Hauptquartiers, Brigadegeneral Ebrahim Zolfaqari, Teheran werde keine amerikanische Einmischung in der Straße von Hormus dulden.
Der Dossierstand bleibt offen. Eine unmittelbare Stellungnahme Washingtons zu den Vorwürfen aus Teheran steht aus. Die US-Luftoperationen im Süden Irans dauern an, während die iranische Führung mit einer Ausweitung der Vergeltung droht. Die humanitären Folgen der Angriffe für die Zivilbevölkerung und die Gefahr einer weiteren Destabilisierung der für die Weltwirtschaft zentralen Schifffahrtsrouten bestimmen die internationale Besorgnis.
| Iranische & verwandte Presse | −1.00 | critical |
|---|---|---|
| Indische & südasiatische Presse | −0.30 | critical |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.90 | critical |
Iran condemns the attack as a barbaric war crime and warns it will not go unanswered.
It uses the direct testimony of the spokesman and the comparison with Israeli atrocities to legitimize the condemnation as part of a pattern of violence.
It omits any context about the US attack, such as the possible presence of military targets nearby, and does not mention that the hospital was not directly hit but only evacuated as a precaution.
India observes the escalation with concern and highlights the implications for regional stability and energy markets.
It adopts a factual tone and cites precise numbers (211 patients) to build credibility, then introduces economic consequences to broaden relevance.
It omits the strong moral condemnation and the comparison with Israeli atrocities, as well as emotional descriptions of the children's evacuation, to maintain a neutral tone.
The Arab world denounces the American aggression and stands with Iran against indiscriminate violence.
It employs emotional language and vivid descriptions ('projectiles landed perilously close', 'frantic evacuation') to arouse indignation and portray the action as an indiscriminate attack.
It omits any justification or context for the US attack, as well as the fact that the hospital was not directly hit, and does not mention regional economic implications.
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