
US-Abgeordneter Kean kehrt nach monatelanger Abwesenheit zurück und macht Depression öffentlich
Der republikanische Kongressabgeordnete Tom Kean Jr. erklärte seine fast viermonatige Abwesenheit mit einer stationären Depressionsbehandlung – die oppositionellen Demokraten zeigen Mitgefühl, halten aber an ihrem Ziel fest, seinen Sitz zu erobern.
Nach einer nahezu viermonatigen, weitgehend unerklärten Abwesenheit ist der republikanische Abgeordnete Tom Kean Jr. aus New Jersey am Dienstag in das US-Repräsentantenhaus zurückgekehrt. In einer Rede vor dem Plenum gab er bekannt, dass bei ihm eine Depression diagnostiziert worden sei und er sich auf ärztlichen Rat hin in stationäre Behandlung begeben habe. Kean, der seit dem 5. März keine Abstimmung mehr wahrgenommen und über 140 Voten versäumt hatte, räumte ein, die Schwere der Erkrankung selbst unterschätzt zu haben. Sein Büro hatte zuvor lediglich von einer „persönlichen medizinischen Angelegenheit“ gesprochen, ohne Details zu nennen.
Die Abwesenheit des 57-Jährigen fiel in eine Phase, in der die Republikaner im Repräsentantenhaus nur über eine äußerst knappe Mehrheit verfügen. Aus Washingtoner Sicht erschwerte jedes fehlende Votum die Durchsetzung der Regierungsagenda, darunter auch das umstrittene Haushaltspaket, das im Mai mit nur 218 zu 214 Stimmen verabschiedet wurde. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, erklärte, er habe Kean zu mehr Transparenz ermutigt, und betonte, der Abgeordnete sei trotz seiner Abwesenheit in ständigem Kontakt mit seinem Büro geblieben. Gleichzeitig wies Johnson Spekulationen über Skandale zurück und zeigte sich überzeugt, dass Kean im Herbst problemlos wiedergewählt werde.
In New Jerseys siebtem Kongresswahlbezirk, den Kean 2022 von den Demokraten zurückgewann und den Donald Trump 2024 nur mit einem Prozentpunkt Vorsprung für sich entschied, hat die demokratische Herausforderin Rebecca Bennett die monatelange Unsichtbarkeit des Amtsinhabers zum Wahlkampfthema gemacht. Bennett, eine frühere Marinehubschrauberpilotin, wünschte Kean Genesung, kritisierte jedoch, dass er in dieser Zeit weiterhin Aktiengeschäfte getätigt habe, während er bei zentralen Abstimmungen fehlte. Aus Sicht der Demokraten im Bundesstaat bleibt der Bezirk ein Schlüsselziel, um die Mehrheitsverhältnisse im Repräsentantenhaus zu verschieben. Die Partei hat Bennett in ihr Förderprogramm für aussichtsreiche Kandidaten aufgenommen.
Die Offenlegung der psychischen Erkrankung stößt in der politischen Landschaft der USA auf unterschiedliche Resonanz. Während viele Demokraten persönliches Mitgefühl äußerten – der New Yorker Abgeordnete Ritchie Torres verwies auf eigene Erfahrungen mit Depressionen –, wird zugleich die politische Verantwortung betont. Anders als Senator John Fetterman, der seine Depressionsbehandlung frühzeitig öffentlich machte, hatte Kean wochenlang auf eine präzise Erklärung verzichtet. Die nächste Bewährungsprobe folgt bei den Midterm-Wahlen im November, wenn sich zeigt, ob die Wähler des Bezirks die gesundheitlich bedingte Abwesenheit als private Angelegenheit werten oder als Versäumnis in der Repräsentation.
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Nach monatelanger unerklärter Abwesenheit und über hundert verpassten Abstimmungen kehrte der republikanische Abgeordnete Kean in den Kongress zurück und führte sein langes Verschwinden auf eine Depressionsbehandlung zurück. Das lange Schweigen hatte Fragen zur Transparenz aufgeworfen, und seine Erklärung kommt mitten in seinem Wiederwahlkampf mit Trumps Unterstützung.
Ein amerikanischer Abgeordneter kehrte nach einem langen Krankenhausaufenthalt ins Parlament zurück und gab bekannt, dass bei ihm eine Depression diagnostiziert wurde. Er sprach offen über die Krankheit, beschrieb sie als sowohl körperlich als auch emotional und betonte, wie wichtig es sei, Hilfe anzunehmen.
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