
Tuchel nach WM-Aus in der Kritik – Rooney: Nur Guardiola wäre besser
Nach der 1:2-Niederlage gegen Argentinien im Halbfinale wird über Thomas Tuchels defensive Auswechslungen debattiert; Wayne Rooney sieht in Pep Guardiola die einzige Alternative.
England verpasste den ersten WM-Finaleinzug seit 1966 auf dramatische Weise. Im Halbfinale von Atlanta führten die Three Lions durch Anthony Gordon mit 1:0, ehe Enzo Fernández und Lautaro Martínez in der Schlussphase die Partie drehten und Argentinien mit einem 2:1 den Weg ins Endspiel ebneten. Nach der Führung hatte Tuchel mit Ezri Konsa, Dan Burn und Nico O’Reilly drei defensive Kräfte gebracht und Gordon, Reece James sowie Declan Rice vom Feld genommen. In der Folge standen zeitweise sechs gelernte Verteidiger auf dem Rasen, England zog sich tief zurück und lud den Gegner zu immer neuen Angriffen ein.
Aus der englischen Öffentlichkeit schlägt Tuchel seither scharfe Kritik entgegen. Der frühere Nationalmannschaftskapitän Wayne Rooney erklärte, der Deutsche solle im Amt bleiben – es sei denn, Pep Guardiola stehe zur Verfügung. „Wenn Pep verfügbar ist, dann sollte man ihn vielleicht holen“, sagte Rooney, der Tuchel als „Weltklassetrainer“ bezeichnete, dem die Erfahrung bei einer WM-Endrunde noch fehle. Der englische Verband FA hatte Tuchel bereits im Februar vorzeitig bis 2028 gebunden und stärkt ihm weiterhin den Rücken. Gleichzeitig berichten Sky Sports und The Sun, langjährige Nationalspieler seien „wütend“ über die als „hyperdefensiv“ empfundenen Wechsel gewesen. Das Portal The Athletic enthüllte zudem, Tuchel sei 2024 nur zweite Wahl gewesen: Die FA habe sich zuvor mündlich mit Guardiola geeinigt, der dann jedoch bei Manchester City verlängerte. Tuchel und sein Stab sollen für den Fall eines Titelgewinns bereits Gedenk-Tattoos geplant haben.
Auch jenseits der Insel sorgt die taktische Ausrichtung für Aufsehen. Aus Washington kommentierte US-Präsident Donald Trump die Partie mit den Worten, England habe seinen besten Spieler in die Defensive beordert – „ein wenig ungewöhnlich“. In deutschen Medienberichten wird unter Berufung auf Quellen von „Schock und Bestürzung“ über Tuchels Entscheidungen gesprochen, die seinen Ruf als taktisches Genie infrage stellten. Dennoch enthält der Vertrag des 52-Jährigen offenbar keine kurzfristige Ausstiegsklausel mehr; nur ein Scheitern vor dem Viertelfinale hätte beiden Seiten eine vorzeitige Trennung ermöglicht.
Tuchel selbst hat bekräftigt, die Mannschaft zur Europameisterschaft 2028 führen zu wollen, die in England ausgetragen wird. Der Verband hält an ihm fest, während Guardiola seit seinem Abschied aus Manchester vereinslos ist. Für England steht nun das Spiel um Platz drei an, ehe der Blick sich auf das nächste große Heimturnier richtet.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.80 | critical |
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.50 | critical |
Thomas Tuchels defensive Auswechslungen waren ein katastrophaler Fehler, und selbst eine nicht-fußballerische Figur wie Donald Trump erkennt das. Der FA muss Pep Guardiola als einzig würdigen Ersatz in Betracht ziehen.
Indem der Block eine hochkarätige politische Figur zur Validierung der Kritik heranzieht, erhebt er eine Sportdebatte zu einer nationalen Angelegenheit und lässt die Kritik objektiv und weitgehend geteilt erscheinen.
Der Block lässt Berichte über die Wut der Spieler über die Auswechslungen und die Tatsache, dass Tuchel nur die zweite Wahl für den England-Job war, aus, was die Erzählung einer geeinten Front gegen ihn untergraben würde.
Die englischen Spieler waren wütend über Tuchels defensive Auswechslungen; er hat die Kabine verloren. England verdiente einen Trainer wie Guardiola, der den Job fast angenommen hätte.
Indem der Block die emotionale Reaktion der Spieler und die fast erfolgte Einstellung von Guardiola in den Vordergrund stellt, schafft er eine Erzählung von einem gespaltenen Lager und einer verpassten Gelegenheit, die Tuchels Position unhaltbar macht.
Der Block lässt die öffentliche Unterstützung der FA für Tuchel und die bedingte Unterstützung von Rooney aus, was zeigen würde, dass nicht alle Parteien gegen ihn sind.
Thomas Tuchel war nur die zweite Wahl für England, und es gab sogar einen Tattoo-Plan. Das WM-Aus war unvermeidlich.
Indem der Block offenlegt, dass Tuchel nicht die erste Wahl war und ein Tattoo-Plan existierte, impliziert er, dass das gesamte Projekt schlecht durchdacht war, was das Scheitern unvermeidlich und die Position des Trainers schwach erscheinen lässt.
Der Block lässt die öffentliche Unterstützung der FA und die Wut der Spieler aus, was die Erzählung eines zum Scheitern verurteilten Projekts verkomplizieren würde.
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