
Ferrari-Doppelführung in Ungarn – Hamilton vor Leclerc, Colapinto crasht
Lewis Hamilton und Charles Leclerc dominierten den Freitag in Budapest, während Franco Colapinto nach einem Unfall und verpasstem ersten Training kaum zum Fahren kam.
Am Freitag des Großen Preises von Ungarn setzte die Scuderia Ferrari ein deutliches Zeichen: Lewis Hamilton erzielte im zweiten Freien Training mit 1:18,729 Minuten die Tagesbestzeit und verwies seinen Teamkollegen Charles Leclerc knapp auf Rang zwei. Nur die beiden Roten durchbrachen die 1:19-Marke; Lando Norris (McLaren) folgte mit einer halben Sekunde Rückstand vor Max Verstappen (Red Bull) und George Russell (Mercedes). Bereits am Morgen hatte Leclerc die erste Session dominiert – ein souveräner Auftakt für die Italiener auf dem engen Hungaroring, der als „Monaco ohne Mauern“ gilt.
Überschattet wurde die zweite Einheit von einem heftigen Unfall des Argentiniers Franco Colapinto. Der Alpine-Pilot, der die erste Session aufgrund der Rookie-Regel an Ersatzfahrer Paul Aron hatte abgeben müssen, verlor in der letzten Kurve die Kontrolle über das Heck und schlug rückwärts in die Reifenstapel ein. Die rote Flagge wurde geschwenkt; Colapinto blieb unverletzt, doch der Wagen war beschädigt. Mit nur elf Runden endete sein Arbeitstag früh. „Kein guter Tag, kein idealer Start“, resümierte der 23-Jährige, dessen Team nun vor einer Reparatur und einem Datenrückstand steht. Stallrivale Pierre Gasly kam nicht über Platz 14 hinaus, während Lance Stroll (Aston Martin) nach einem Aufhängungsdefekt am Morgen im zweiten Training gar nicht mehr fahren konnte.
Im ersten Freien Training hatte Leclerc mit 1:19,075 Minuten die Nase vorn, vor Verstappen und Hamilton. Eine rote Flagge wegen Strolls Dreher unterbrach die Session. Auffällig war die hohe Zahl an Rookies: Unter anderem übernahm Frederik Vesti den Mercedes von WM-Spitzenreiter Andrea Kimi Antonelli, der dadurch wertvolle Zeit verlor und im zweiten Training mit Rang 13 haderte. Der Brasilianer Gabriel Bortoleto (Audi) glänzte dagegen mit Platz sechs und platzierte beide Audis in den Top Ten. Sergio Pérez (Cadillac) belegte abgeschlagen Rang 20, während Fernando Alonso mit dem stark umgebauten Aston Martin lediglich 19. wurde.
Vor der Sommerpause spitzt sich der Titelkampf zu: Antonelli führt die Wertung mit 204 Punkten an, doch Ferrari (Hamilton 159, Leclerc 126) und Mercedes (Russell 154) drängen. Auf dem verwinkelten Kurs, auf dem Überholen schwierig ist, kommt dem Qualifying am Samstag besondere Bedeutung zu. Für Colapinto, der mit 19 Zählern auf Rang zwölf liegt, geht es darum, aus den verbleibenden Trainingsdaten das Maximum herauszuholen, um im Rennen am Sonntag noch Punkte zu sammeln.
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| Kontinentaleuropäische Presse | +0.30 | aligned |
Franco Colapinto's absence from first practice is the main story, framed as a routine team decision that does not overshadow his recent success in Belgium. Coverage emphasizes his potential to confirm his form despite lacking car upgrades, treating the Hungarian GP as a stepping stone in his promising season.
Kimi Antonelli is the central figure: his recent Belgian win and championship lead define the weekend. The Hungarian GP is presented as a chance for Antonelli to extend his advantage, while rivals like Hamilton and Leclerc are seen as threats. Colapinto's practice absence is mentioned only as a secondary detail.
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