
Trumps Meme-Coin: 5,5 Milliarden Dollar Verlust für fast eine Million Anleger
Während der US-Präsident selbst 636 Millionen Dollar einnahm, erlitten Käufer des $TRUMP-Tokens Verluste von 3,81 Milliarden Dollar – der Kurs brach um 97 Prozent ein.
Laut einer Analyse der Krypto-Analytikfirma Nansen, über die die New York Times berichtete, haben bis Ende Juni nahezu eine Million Wallets, die den $TRUMP-Meme-Coin des amerikanischen Präsidenten Donald Trump erworben hatten, zusammengenommen 3,81 Milliarden Dollar verloren. Gleichzeitig weist die kürzlich veröffentlichte jährliche Vermögensoffenlegung Trumps Einnahmen von 636 Millionen Dollar allein aus diesem Token-Geschäft aus. Der Kurs der Kryptowährung notierte zuletzt bei 1,76 Dollar und hat damit seit seinem Höchststand von 75,35 Dollar mehr als 97 Prozent seines Wertes eingebüßt.
Die asymmetrische Gewinnverteilung ergibt sich aus der Konstruktion des Tokens: Trump und seine Geschäftspartner kontrollieren über Unternehmen wie CIC Digital etwa 80 Prozent des gesamten Angebots und kassieren bei jeder Transaktion Gebühren. Steigt der Kurs, profitieren die Insider von der Wertsteigerung ihrer Bestände; fällt er, fließen die Handelsgebühren weiter. Trump hatte den Coin im Januar über sein soziales Netzwerk Truth Social beworben und Anhänger aufgefordert, seiner „besonderen Gemeinschaft“ beizutreten. Die Werbung erreichte eine breite Anhängerschaft, ohne dass die Risiken spekulativer Meme-Coins ohne inhärenten Wert offengelegt worden wären.
Unter den Geschädigten ist der Trump-Wähler und Krypto-Händler Nicholas Pinto, der nach eigenen Angaben rund die Hälfte seiner 500.000 Dollar schweren Investition einbüßte und das Vorgehen als „fast legalen Betrug“ bezeichnet. Das Weiße Haus wies Kritik zurück; Sprecherin Anna Kelly erklärte, alle Handlungen des Präsidenten dienten dem Wohle des amerikanischen Volkes. Vertreter von World Liberty Financial, einem weiteren von Trump und seinen Söhnen gegründeten Krypto-Unternehmen, das mit dem Token $WLFI ebenfalls deutliche Verluste für Anleger brachte und Trump Einnahmen von über 526 Millionen Dollar bescherte, verwiesen auf die allgemeinen Turbulenzen an den Kryptomärkten. Der Rechtsethiker Stephen Gillers von der New York University hält Sammelklagen für möglich, da Trump Anleger aktiv zum Kauf ermutigt habe, während er selbst Kasse machte.
Die Vorgänge fallen in eine Zeit, in der die Regierung unter Trump die Aufsicht über die Kryptobranche gelockert hat. Senatsdemokraten drängen zwar auf ein Verbot solcher Präsidenten-Token, blieben damit aber bislang ohne Erfolg. Für Marktbeobachter stellt sich die Frage, inwieweit hier politische Macht und private Geschäfte verschwimmen – eine Debatte, die auch in Europa mit Blick auf den noch jungen Regulierungsrahmen für Kryptowerte an Relevanz gewinnt. Der nächste Schritt dürfte in der Prüfung rechtlicher Schritte durch enttäuschte Anleger liegen.
| Israelische Presse | −0.80 | critical |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.50 | critical |
| Russische & GUS-Presse | −0.10 | neutral |
The president exploited his office to enrich himself at the expense of his supporters.
The narrative builds a direct opposition between Trump's personal gain and the collective loss of investors, using the exact figure of his profit to sharpen the contrast.
The Trump presidency has become a personal enrichment enterprise, a new model of political grift spreading across the West.
It expands the single case into a systemic phenomenon, using the term 'grifters' to suggest a widespread trend.
The report shows objective data on buyers' losses and the value decline.
The news is presented with precise figures and no judgment, emphasizing the Nansen report as source.
Trump's personal profit of $636 million, central in other blocs, is not mentioned.
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