
Trump wütend auf Netanyahu: Israels Luftschlag verzögert Iran-Abkommen
Trotz eines israelischen Angriffs auf Beirut kurz vor Abschluss will der US-Präsident das Abkommen mit Teheran noch am Sonntag unterzeichnen.
Am Sonntag, seinem 80. Geburtstag, verzögerte ein israelischer Luftschlag auf Beirut die für Stunden später geplante Unterzeichnung eines Friedensabkommens mit Iran. US-Präsident Donald Trump reagierte mit einem wütenden Ausbruch auf Truth Social und im Gespräch mit Axios: Der Angriff hätte „niemals passieren dürfen“, er forderte beide Seiten auf, den Deal nicht „zu vermasseln“, und warf Premier Benjamin Netanjahu vor, kein Urteilsvermögen zu besitzen. Dennoch beteuerte Trump, das Abkommen werde noch am selben Tag – nur um wenige Stunden verschoben – unterzeichnet werden.
Aus Washingtoner Sicht handelt es sich um eine Grundsatzvereinbarung zur Beendigung des Krieges, der Ende Februar mit amerikanisch-israelischen Angriffen auf Iran begann. Das Memorandum of Understanding sieht neben einer Waffenruhe die Öffnung der Straße von Hormus vor – ein Schritt, der für die Weltwirtschaft und besonders für energieimportabhängige Staaten wie Deutschland, Österreich und die Schweiz entscheidend ist. Trump bestätigte später, der Deal sei „jetzt abgeschlossen“, und kündigte an, die USA würden in Iran nach „Atomstaub“ suchen und ihn zerstören, was in europäischen Hauptstädten mit Sorge registriert wurde.
In Teheran dämpfte das Außenministerium die Erwartungen: Die Unterzeichnung werde „nicht morgen“ stattfinden. Iran pochte zudem auf seine Forderung, dass jedes Abkommen den parallelen Konflikt im Libanon einschließen müsse, wo Israel gegen die von Iran gestützte Hisbollah vorgeht. Der Angriff auf Beirut galt offenbar Hisbollah-Zielen. Aus israelischen Regierungskreisen verlautete zunächst nichts; Beobachter vermuten, Netanjahu habe mit der zeitlichen Platzierung des Schlags versucht, unliebsame Zugeständnisse an Teheran zu durchkreuzen.
Für Europa steht viel auf dem Spiel. Ein Frieden in der Region würde Energiemärkte stabilisieren und die Sicherheitslage im östlichen Mittelmeer entspannen. Berliner und Wiener Diplomaten verfolgten die dramatischen Stunden mit angehaltenem Atem, da ein Scheitern unmittelbare Folgen für die Atomverhandlungen mit Iran hätte. Das Zerwürfnis zwischen Washington und Jerusalem offenbart die fragile Dynamik der Allianz. Ob die Verzögerung nur ein Sturm im Wasserglas war oder eine tiefere Vertrauenskrise einläutet, wird sich in den nächsten Tagen zeigen – ebenso, ob Netanjahus riskantes Kalkül aufgeht.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Trump zeigt sich zuversichtlich, dass das Abkommen mit dem Iran innerhalb weniger Stunden unterzeichnet wird, obwohl israelische Angriffe auf Beirut es beinahe vereitelt hätten. Er kritisierte Netanjahu scharf, nannte den Angriff einen Fehler, der niemals hätte passieren dürfen, und kündigte die Vernichtung der nuklearen Überreste Irans an.
Trump ist wütend auf Netanjahu, weil er Beirut am Vorabend des Abkommens angegriffen habe – er habe ‘kein verdammtes Urteilsvermögen’ und der Angriff habe die Unterzeichnung um Stunden verzögert. Die lateinamerikanischen Medien heben die harsche Sprache und den Riss zwischen den Verbündeten hervor, während Teheran die Einbeziehung des Libanons fordert.
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