
Trump verbreitet KI-Video als Arzt und verordnet Diät-Cola gegen „Trump-Derangement-Syndrom“
Der US-Präsident inszeniert sich in einem Deepfake-Clip als Mediziner, der Hollywood-Kritiker mit Gebet und Softdrink von einer erfundenen Krankheit kuriert – ein weiterer Fall seiner KI-gestützten Provokationen.
US-Präsident Donald Trump hat in der Nacht zum Donnerstag auf seiner Plattform Truth Social ein mit Künstlicher Intelligenz generiertes Video veröffentlicht, in dem er sich als Arzt darstellt und eine angebliche Behandlung für das „Trump-Derangement-Syndrom“ (TDS) anpreist. Der 90-sekündige Clip, eingebettet zwischen zwei Beiträgen des Weißen Hauses über Regierungserfolge und die neue Air Force One aus Katar, zeigt eine täuschend echt wirkende Trump-Figur im weißen Kittel, die fragt: „Wurde bei Ihnen oder jemandem, den Sie kennen, TDS diagnostiziert?“ Es folgen KI-generierte Statements prominenter Kritiker – darunter Robert De Niro, Julia Roberts, Whoopi Goldberg und Rosie O’Donnell – die von Schlafstörungen, Wutausbrüchen und Zukunftsängsten berichten, ehe der falsche Trump als Kur empfiehlt: „Schalten Sie die Fake News ab, beten Sie, und wenn Sie sich ängstlich fühlen, trinken Sie einfach eine Diät-Cola wie ich.“
Der Begriff TDS wird von Trump und seinem Umfeld seit Jahren genutzt, um politische Gegner pauschal als irrational zu brandmarken. Aus dem Weißen Haus verlautete bereits im Mai, der Präsident habe gehört, es handele sich „tatsächlich um eine Krankheit“. Der Ausdruck geht auf den 2003 vom konservativen Kolumnisten Charles Krauthammer geprägten Begriff „Bush-Derangement-Syndrom“ zurück und dient in der aufgeheizten US-Debatte als rhetorisches Werkzeug, um Kritik zu delegitimieren. Dass nun per Deepfake Hollywood-Stars wie De Niro – den Trump zuvor als „kranken und wahnsinnigen“ Menschen bezeichnet hatte – als Patienten vorgeführt werden, unterstreicht aus Sicht von Beobachtern in Washington die gezielte Personalisierung politischer Auseinandersetzungen.
Das Video reiht sich in eine Serie von KI-generierten Beiträgen ein, mit denen Trump wiederholt Grenzen zwischen Satire und offizieller Kommunikation verschwimmen lässt. Im April hatte er ein Bild geteilt, das ihn als Jesus Christus darstellte, und es nach harscher Kritik auch aus den eigenen Reihen gelöscht – nur um wenige Tage später eine weitere KI-Illustration zu posten, die ihn in den Armen Jesu vor einer US-Flagge zeigt. Im Februar veröffentlichte er ein rassistisches Video, das Barack und Michelle Obama als Affen karikierte; selbst der republikanische Senator Tim Scott nannte es „rassistisch“, woraufhin der Clip entfernt wurde. Das Weiße Haus verteidigte solche Aktionen zunächst als Humor, während digitale Bürgerrechtsgruppen in den USA vor einer Normalisierung von Desinformation durch höchste Regierungsstellen warnen.
Die aktuelle Veröffentlichung fällt in die Vorwoche des Unabhängigkeitstags und wird in US-Medien als Fortsetzung von Trumps Strategie gewertet, kulturelle Eliten Hollywoods als realitätsfern zu verspotten. Eine offizielle Stellungnahme des Präsidialamts liegt nicht vor; das Video ist weiterhin abrufbar. Die wiederholte Nutzung synthetischer Medien durch einen amtierenden Präsidenten wirft aus Sicht von Medienethikern in den Vereinigten Staaten grundsätzliche Fragen zur Authentizität politischer Botschaften auf, ohne dass bislang gesetzgeberische Konsequenzen erkennbar wären.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der US-Präsident teilte ein Deepfake-Video, das ihn als Arzt zeigt, der Diet Coke zur Heilung des 'Trump-Derangement-Syndroms' verschreibt und prominente Kritiker offen verspottet. Der Clip wird als weiterer bizarrer nächtlicher Beitrag dargestellt, der politische Opposition durch KI-generierte Parodie verharmlost.
Der amerikanische Führer veröffentlichte ein KI-generiertes Video, in dem er als Arzt einen humorvollen 'Behandlungsplan' für politische Gegner anbietet, die am sogenannten 'Trump-Derangement-Syndrom' leiden. Das Ereignis wird sachlich, ohne zusätzlichen Kommentar oder Wertung, wiedergegeben.
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