
Trump-Söhne und Lutnick-Familie an Rohstoffgeschäft mit Kasachstan beteiligt
Eine Recherche der New York Times zeigt, dass die Söhne des US-Präsidenten und die Familie des Handelsministers kurz nach Regierungsverhandlungen Anteile an einem der größten unerschlossenen Wolframvorkommen der Welt erwarben.
Die New York Times hat aufgedeckt, dass Donald Trump Jr. und Eric Trump sowie die Söhne von Handelsminister Howard Lutnick unmittelbar nach diplomatischen Verhandlungen ihrer Väter finanzielle Beteiligungen an einem strategischen Wolframprojekt in Kasachstan eingegangen sind. Der Vorgang wirft Fragen nach der Trennung von Regierungsamt und privaten Geschäftsinteressen auf.
Im September 2025 erwirkten Präsident Trump und Minister Lutnick in direkten Gesprächen mit dem kasachischen Präsidenten Tokajew den Zugang für das US-Unternehmen Kaz Resources zu einem der weltweit größten unerschlossenen Wolframvorkommen, dessen Wert auf bis zu 80 Milliarden Dollar geschätzt wird. Wenige Wochen später erwarben Investoren um die Trump-Söhne über die in der Trump Tower ansässige Firma Dominari Securities einen Anteil von 20 Prozent an der Projektgesellschaft. Nur sechs Tage nach diesem Einstieg unterzeichneten beide Regierungen das Abkommen, das Kaz Resources 70 Prozent und kasachischen Staatsstrukturen 30 Prozent zuspricht. Parallel half das von den Lutnick-Söhnen geführte Investmenthaus Cantor Fitzgerald, 210 Millionen Dollar für das Projekt einzuwerben.
Der Fall ist Teil eines größeren Musters. Nach Auswertung von Bundes- und Unternehmensdokumenten durch die New York Times unterhalten die Familien Trump und Lutnick finanzielle Verbindungen zu mindestens 14 Bergbauunternehmen, die staatliche Unterstützung aus Washington erhalten oder beantragt haben. Das Gesamtvolumen der gewährten oder geprüften Hilfen beläuft sich auf nahezu neun Milliarden Dollar. Bereits zuvor hatten Recherchen gezeigt, dass die Trump-Söhne mit einem ähnlichen Muster über einen in der Trump Tower beheimateten Fonds durch die bloße Ankündigung ihrer Beteiligung an kleinen Unternehmen Kurssprünge auslösen und so Buchgewinne in dreistelliger Millionenhöhe erzielen. Wolfram gilt als kriegswichtiger Rohstoff für die Rüstungs- und Halbleiterindustrie. Die US-Regierung will damit ihre Abhängigkeit von China verringern; Kasachstan sucht im Gegenzug ein geopolitisches Gegengewicht zu Russland und China. Für die europäische Industrie, die ebenfalls alternative Bezugsquellen für kritische Mineralien erschließen will, ist die Erschließung zentralasiatischer Vorkommen von strategischem Interesse.
Das Weiße Haus und das Handelsministerium weisen den Vorwurf des Interessenkonflikts zurück. Alle Entscheidungen seien ausschließlich im Interesse der nationalen Sicherheit und der Versorgung mit strategischen Rohstoffen getroffen worden. Die geplante staatliche Unterstützung des Projekts durch Kredite und Garantien in Höhe von bis zu 1,6 Milliarden Dollar ist noch nicht endgültig bewilligt. Die nächste Wegmarke ist die Entscheidung der zuständigen Bundesbehörden über diese Finanzierungshilfen, an der sich die Glaubwürdigkeit der Abgrenzungsbeteuerungen messen lassen wird.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die Geschäfte der Trump-Familie stehen erneut in der Kritik: Ein mit den Söhnen des Präsidenten verbundener Fonds soll durch ein kasachisches Wolfram-Abkommen Hunderte Millionen Papiergewinne erzielt haben. Die durch direkte Verhandlungen der Regierung ermöglichte Vereinbarung offenbart eine unverhohlene Verflechtung von privatem Gewinn und öffentlichem Amt.
Die Recherche der New York Times wirft einen Schatten auf das Wolfram-Abkommen der Trump-Regierung mit Kasachstan, da die Söhne des Präsidenten als Investoren in das Geschäft einstiegen. Während das Weiße Haus jeglichen Interessenkonflikt bestreitet, wirft der Zeitpunkt ernste Fragen nach den Grenzen zwischen Diplomatie und Familiengeschäften auf.
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