
Trump fordert Supreme Court zu erneuter Prüfung des Geburtsrechts-Urteils auf
Nach der Niederlage vor dem Obersten Gerichtshof kündigt der US-Präsident einen seltenen Wiederaufnahmeantrag an – und verweist auf angeblichen Missbrauch durch „Geburtstourismus“.
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten um eine sofortige Wiederaufnahme des Verfahrens zur Geburtsortstaatsbürgerschaft (birthright citizenship) zu ersuchen. Die Erklärung erfolgte am 8. Juli 2026 über seine Plattform Truth Social, nur eine Woche nachdem das Gericht mit sechs zu drei Stimmen seine Exekutivanordnung für verfassungswidrig erklärt hatte. Trump bezeichnete das Urteil als „Fehlgeburt der Justiz“ und warnte, es werde „Amerika zerstören“, sollte es nicht revidiert werden.
In der Entscheidung vom 30. Juni 2026 bestätigte das Gericht unter dem konservativen Vorsitzenden Richter John Roberts, dass die im 14. Zusatzartikel der Verfassung garantierte Staatsbürgerschaft für alle in den USA geborenen Personen gelte – auch für Kinder von Eltern, die sich unrechtmäßig oder nur vorübergehend im Land aufhalten. Roberts schrieb in der Urteilsbegründung, die Verfasser des Verfassungszusatzes hätten das Versprechen der Staatsbürgerschaft „jedem freigeborenen Menschen in diesem Land“ gegeben. Fünf der sechs Richter in der Mehrheit sahen einen Verstoß gegen die Verfassung, ein weiterer Richter, Brett Kavanaugh, argumentierte, die Anordnung verletze Bundesgesetze.
Trump, der die Abschaffung des Geburtsrechts zu einem Kernanliegen seiner zweiten Amtszeit gemacht hatte, begründete seinen Vorstoß mit dem Verweis auf Werbetafeln entlang der Grenze zu Mexiko, die Geburten in den USA als Weg zur Staatsbürgerschaft ab 4.000 Dollar anpreisen. Aus Sicht des Weißen Hauses handele es sich um einen systematischen Missbrauch, der die Integrität der Staatsbürgerschaft untergrabe. Die Exekutivanordnung vom 20. Januar 2025, seinem ersten Tag im Amt, hatte vorgesehen, Kindern von illegal eingereisten oder nur vorübergehend anwesenden Eltern die automatische Staatsbürgerschaft zu verweigern. Bereits im Juni 2025 hatte der Supreme Court in einer vorläufigen Entscheidung ein Flickwerk geschaffen: Während 22 Bundesstaaten das Geburtsrecht beibehielten, konnte die Anordnung in 28 anderen vorläufig angewendet werden.
Ein Wiederaufnahmeantrag ist nach den Regeln des Gerichts innerhalb von 25 Tagen nach Urteilsverkündung zulässig, wird jedoch äußerst selten bewilligt. Die letzte Wiederaufnahme eines bereits entschiedenen Falles liegt rund sechzig Jahre zurück. Für eine Annahme müsste eine Mehrheit der neun Richter zustimmen. Beobachter in Washington weisen darauf hin, dass die Hürden für eine inhaltliche Neubewertung hoch sind, zumal das Gericht in seiner Begründung auf die über 150-jährige Verfassungstradition und den Präzedenzfall United States v. Wong Kim Ark verwies. Trump hat parallel den Kongress aufgerufen, das Geburtsrecht per Gesetz oder Verfassungsänderung einzuschränken, was jedoch angesichts der erforderlichen Mehrheiten als wenig aussichtsreich gilt.
Der Antrag auf Wiederaufnahme wird in den kommenden Wochen erwartet. Sollte das Gericht ihn ablehnen, bliebe das Urteil vom 30. Juni bestehen, das die automatische Staatsbürgerschaft für alle in den USA Geborenen festschreibt. Die Debatte um das Geburtsrecht dürfte damit nicht beendet sein, da Trump das Thema weiterhin als zentralen Bestandteil seiner Migrationspolitik verfolgt. Die nächste formelle Frist endet 25 Tage nach dem Urteil, also Ende Juli 2026.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.10 | neutral |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
| Indische & südasiatische Presse | 0.00 | neutral |
A neutral institutional voice recites the historical odds, implicitly casting doubt on Trump's prospects.
By emphasizing the historical rarity of Supreme Court rehearings, the article constructs an expectation of improbability. The technique of citing precedent (the last rehearing in 1965) makes the legal barrier appear insurmountable.
Omits Trump's dramatic statement that the ruling will 'destroy America' and his claims of signs selling citizenship, which would add emotional weight to his request.
The Kremlin-aligned outlet amplifies Trump's own alarmist rhetoric, presenting his call for a rehearing as a legitimate emergency. The voice is that of an ally, adopting Trump's framing of a 'miscarriage of justice' that threatens national survival.
The article quotes Trump's hyperbolic language ('destroy America') without any counterbalancing context, thereby validating the urgency. This amplification through repetition makes the threat seem real and immediate.
Omits the legal improbability of a rehearing, such as the fact that the last successful rehearing was in 1965 and the Supreme Court rarely grants such requests.
The report channels Trump's moral outrage, focusing on the alleged commercial exploitation of birthright citizenship. The voice is sympathetic, adopting the president's claim that citizenship is being sold, and thus the court's decision is harmful.
The insertion of the $4,000 sign anecdote concretizes a legal abstraction into a vivid moral outrage. The technique of personalization through a specific, scandalous example (selling citizenship) makes Trump's case seem commonsensical.
Omits the historical rarity of Supreme Court rehearings, which would undercut Trump's expectation of success.
Erweitere deinen Horizont
Trump streicht Syrien von der US-Terrorliste – Kongress prüft 45 Tage
8 Sprachen · 24 Quellen
Aus Economy & MarketsÖlpreise steigen nach US-Angriffen auf Iran sprunghaft – Sorge um Straße von Hormus
6 Sprachen · 16 Quellen
Aus TechnologyKI-Kompetenz bringt bis zu 92 Prozent mehr Lohn – und verändert das Denken
3 Sprachen · 4 Quellen