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GeopolitikMontag, 15. Juni 2026

Trump attackiert Netanjahu: «Israel würde mit iranischer Bombe keine zwei Stunden überleben»

Nach dem Atomabkommen mit Teheran demütigt der US-Präsident den israelischen Premier öffentlich, lobt Putin und Xi und kritisiert Israels Alleingänge im Libanon.

In einer beispiellosen öffentlichen Zurechtweisung hat US-Präsident Donald Trump den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu als «sehr schwierigen Menschen» bezeichnet und Israels Existenz unverblümt an das amerikanische Engagement im Iran-Konflikt geknüpft. «Wenn Iran eine Atomwaffe besäße, würde Israel keine zwei Stunden mehr existieren», sagte Trump dem New-York-Times-Reporter in einem Telefonat. Zugleich lobte er Russlands Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping für deren «konstruktive Rolle» bei der Entschärfung der Krise und dafür, während der Blockade der Strasse von Hormus auf Eskalation verzichtet zu haben. Aus westlichen Hauptstädten klang diese öffentliche Demütigung eines langjährigen Verbündeten wie ein strategischer Donnerschlag.

Auslöser der Verärgerung Trumps war nach übereinstimmenden Berichten ein israelischer Militärschlag gegen den Libanon am Morgen des 14. Juni, der nach Darstellung Washingtons genau in jener sensiblen Schlussphase der Atomgespräche mit Teheran erfolgte, in der ein Durchbruch kurz bevorstand. «Das hätte nicht passieren dürfen», zitieren mehrere Quellen den Präsidenten. In einem weiteren Interview mit Axios legte Trump dem Vernehmen nach mit vulgärer Schärfe nach: Netanjahu habe keinen «verdammten Funken Urteilsvermögen», er sei wütend über den «beschissenen Angriff», der das Memorandum of Understanding mit Iran beinahe zum Scheitern gebracht habe. Aus israelischer Sicht spiegeln die Attacken die tiefsitzende Befürchtung wider, dass ein Abkommen mit Teheran dem Regime Zeit für die Fertigstellung einer Atomwaffe verschafft – eine Sorge, die in Washington als zunehmend querulatorisch gilt.

Die amerikanische Kehrtwende im Tonfall gegenüber dem engsten Partner in Nahost markiert den vorläufigen Tiefpunkt einer sich seit Wochen abkühlenden Beziehung. Trumps explizite Einbeziehung der Rivalen in Moskau und Peking zeugt vom Bemühen, den neuen Deal multilateral abzusichern, gerade auch vor dem Hintergrund der von Iran immer wieder bedrohten Seewege. Beobachter in Peking und russische Staatsmedien werteten das Lob denn auch prompt als Bestätigung ihres gewachsenen Einflusses im Nahen Osten – eine Entwicklung, die in Berlin und Brüssel eher ernüchternd registriert wird. Deutschland und Frankreich, die über Jahre als Vermittler im Atomstreit auftraten, drohen marginalisiert zu werden, während Trump die Regie lieber in einem informellen Dreieck Washington–Moskau–Peking sieht.

Für Europa ist die neue Gemengelage heikel. Einerseits würde ein belastbarer Atomverifikationsmechanismus mit Iran die unmittelbare Gefahr militärischer Eskalation mindern, andererseits offenbart die offene Brüskierung Israels, wie fragil die transatlantische Sicherheitsarchitektur geworden ist. Sollte Netanjahus Regierung künftige diplomatische Spielregeln missachten, wäre auch eine Vermittlerrolle Deutschlands kaum noch zu definieren. Die Frage ist nicht nur, wie lange der brüchige Frieden hält, sondern wer künftig den Ton in der Region angibt – und wer bereit ist, dessen Konsequenzen zu tragen.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Nach dem Friedensabkommen mit dem Iran griff Trump Netanjahu scharf an, nannte ihn eine sehr schwierige Person und betonte, Israel solle dankbar sein. Er wies darauf hin, dass der israelische Angriff auf den Libanon am Sonntag, dem 14. Juni, zu einem heiklen Zeitpunkt der Verhandlungen stattfand und nicht hätte stattfinden dürfen. Wenn der Iran eine Atomwaffe hätte, warnte er, würde Israel keine zwei Stunden bestehen.

Stampa europea continentale
allarmeironia

Das Verhältnis zwischen Trump und Netanjahu ist in eine Phase tiefen Misstrauens getreten, wobei der US-Präsident privat vor Wut kochte und vulgär fluchte. Trump sagte, er sei wütend, dass Netanjahu ohne Urteilsvermögen einen leichtfertigen Angriff auf den Libanon gestartet habe, und dass er ihm das unverblümt mitgeteilt habe. Ohne das amerikanische Eingreifen im Iran, so fügte er hinzu, würde Israel schlicht nicht existieren.

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Montag, 15. Juni 2026

Trump attackiert Netanjahu: «Israel würde mit iranischer Bombe keine zwei Stunden überleben»

Nach dem Atomabkommen mit Teheran demütigt der US-Präsident den israelischen Premier öffentlich, lobt Putin und Xi und kritisiert Israels Alleingänge im Libanon.

In einer beispiellosen öffentlichen Zurechtweisung hat US-Präsident Donald Trump den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu als «sehr schwierigen Menschen» bezeichnet und Israels Existenz unverblümt an das amerikanische Engagement im Iran-Konflikt geknüpft. «Wenn Iran eine Atomwaffe besäße, würde Israel keine zwei Stunden mehr existieren», sagte Trump dem New-York-Times-Reporter in einem Telefonat. Zugleich lobte er Russlands Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping für deren «konstruktive Rolle» bei der Entschärfung der Krise und dafür, während der Blockade der Strasse von Hormus auf Eskalation verzichtet zu haben. Aus westlichen Hauptstädten klang diese öffentliche Demütigung eines langjährigen Verbündeten wie ein strategischer Donnerschlag.

Auslöser der Verärgerung Trumps war nach übereinstimmenden Berichten ein israelischer Militärschlag gegen den Libanon am Morgen des 14. Juni, der nach Darstellung Washingtons genau in jener sensiblen Schlussphase der Atomgespräche mit Teheran erfolgte, in der ein Durchbruch kurz bevorstand. «Das hätte nicht passieren dürfen», zitieren mehrere Quellen den Präsidenten. In einem weiteren Interview mit Axios legte Trump dem Vernehmen nach mit vulgärer Schärfe nach: Netanjahu habe keinen «verdammten Funken Urteilsvermögen», er sei wütend über den «beschissenen Angriff», der das Memorandum of Understanding mit Iran beinahe zum Scheitern gebracht habe. Aus israelischer Sicht spiegeln die Attacken die tiefsitzende Befürchtung wider, dass ein Abkommen mit Teheran dem Regime Zeit für die Fertigstellung einer Atomwaffe verschafft – eine Sorge, die in Washington als zunehmend querulatorisch gilt.

Die amerikanische Kehrtwende im Tonfall gegenüber dem engsten Partner in Nahost markiert den vorläufigen Tiefpunkt einer sich seit Wochen abkühlenden Beziehung. Trumps explizite Einbeziehung der Rivalen in Moskau und Peking zeugt vom Bemühen, den neuen Deal multilateral abzusichern, gerade auch vor dem Hintergrund der von Iran immer wieder bedrohten Seewege. Beobachter in Peking und russische Staatsmedien werteten das Lob denn auch prompt als Bestätigung ihres gewachsenen Einflusses im Nahen Osten – eine Entwicklung, die in Berlin und Brüssel eher ernüchternd registriert wird. Deutschland und Frankreich, die über Jahre als Vermittler im Atomstreit auftraten, drohen marginalisiert zu werden, während Trump die Regie lieber in einem informellen Dreieck Washington–Moskau–Peking sieht.

Für Europa ist die neue Gemengelage heikel. Einerseits würde ein belastbarer Atomverifikationsmechanismus mit Iran die unmittelbare Gefahr militärischer Eskalation mindern, andererseits offenbart die offene Brüskierung Israels, wie fragil die transatlantische Sicherheitsarchitektur geworden ist. Sollte Netanjahus Regierung künftige diplomatische Spielregeln missachten, wäre auch eine Vermittlerrolle Deutschlands kaum noch zu definieren. Die Frage ist nicht nur, wie lange der brüchige Frieden hält, sondern wer künftig den Ton in der Region angibt – und wer bereit ist, dessen Konsequenzen zu tragen.

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Nach dem Friedensabkommen mit dem Iran griff Trump Netanjahu scharf an, nannte ihn eine sehr schwierige Person und betonte, Israel solle dankbar sein. Er wies darauf hin, dass der israelische Angriff auf den Libanon am Sonntag, dem 14. Juni, zu einem heiklen Zeitpunkt der Verhandlungen stattfand und nicht hätte stattfinden dürfen. Wenn der Iran eine Atomwaffe hätte, warnte er, würde Israel keine zwei Stunden bestehen.

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Das Verhältnis zwischen Trump und Netanjahu ist in eine Phase tiefen Misstrauens getreten, wobei der US-Präsident privat vor Wut kochte und vulgär fluchte. Trump sagte, er sei wütend, dass Netanjahu ohne Urteilsvermögen einen leichtfertigen Angriff auf den Libanon gestartet habe, und dass er ihm das unverblümt mitgeteilt habe. Ohne das amerikanische Eingreifen im Iran, so fügte er hinzu, würde Israel schlicht nicht existieren.

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