
Trotz 1:7-Debakel gegen Deutschland: Curaçaos WM-Debüt weckt Stolz und Hoffnung
Trainer Dick Advocaat sieht nach der historischen Auftaktniederlage in Houston noch Chancen für Überraschungen – und betont die Bedeutung der ersten WM-Teilnahme der Karibikinsel.
Die erste Partie Curaçaos bei einer Fußball-Weltmeisterschaft endete mit einer schmerzhaften 1:7-Niederlage gegen Deutschland, doch Trainer Dick Advocaat weigerte sich, das Debüt als Demütigung zu betrachten. Der 78-jährige Niederländer, der in Houston zum ältesten Coach der WM-Geschichte wurde, hatte vor dem Anpfiff mit den Tränen gekämpft und fand auch nach dem Schlusspfiff Worte des Stolzes. „Wir sind glücklich, Teil des größten Turniers der Welt zu sein“, sagte Advocaat laut Reuters. Der Außenseiter aus der Karibik, der kurz nach dem frühen Rückstand durch Felix Nmecha mit einem Treffer von Livano Comenencia noch ausgleichen konnte, sah sich danach einer entfesselten deutschen Offensive gegenüber. Nico Schlotterbeck, Kai Havertz mit zwei Toren, Jamal Musiala, Nathaniel Brown und Deniz Undav schraubten das Ergebnis auf jene Höhe, die bei vielen Zuschauern Erinnerungen an das legendäre 7:1 der Deutschen gegen Brasilien 2014 weckte.
Aus karibischer Perspektive überwog trotz der deutlichen Niederlage der Stolz auf die erstmalige Qualifikation für eine WM-Endrunde. Curaçao, ein autonomes Land innerhalb des Königreichs der Niederlande, hatte sich als Außenseiter durch die CONCACAF-Qualifikation gekämpft und trat in Houston vor einer begeisterten Diaspora-Gemeinde an. Medien in Jakarta und Neu-Delhi griffen die Reaktion Advocaats auf und unterstrichen die Botschaft, dass das Ergebnis „nichts sei, wofür man sich schämen müsse“. Der erfahrene Trainer, der bereits Nationalmannschaften wie die Niederlande, Südkorea und Russland betreut hat, betonte, seine Spieler hätten trotz des Debakels allen Grund, erhobenen Hauptes aus der Partie zu gehen.
Aus deutscher Sicht war der Kantersieg ein erwarteter Auftakt in die Titelverteidigung, doch die kurze Phase der Verunsicherung nach dem Ausgleich zeigte, dass selbst ein Neuling für Überraschungen sorgen kann. Advocaat richtete den Blick bereits nach vorn: „Wir müssen dies in eine wunderschöne Weltmeisterschaft verwandeln. Wir können im zweiten und dritten Spiel noch für Überraschungen sorgen.“ Die verbleibenden Gruppengegner sind zwar nicht genannt, doch die Zuversicht des Trainers speist sich aus der Überzeugung, dass sein Team aus dem ersten Schock gelernt habe und nun befreiter aufspielen könne.
Für Curaçao ist die WM-Teilnahme mehr als ein sportliches Abenteuer – sie ist ein nationales Identitätsprojekt, das die kleine Insel auf der globalen Bühne sichtbar macht. Advocaats Appell, die Niederlage als Ansporn zu nutzen, findet in der Karibik ebenso Widerhall wie in den asiatischen Redaktionen, die den Kampfgeist des Underdogs würdigen. Ob tatsächlich noch ein Achtungserfolg gelingt, bleibt offen, doch die Botschaft aus Houston ist klar: Der Traum lebt weiter, und das 1:7 ist nur das erste Kapitel einer größeren Geschichte.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Nach einer harten 7:1-Niederlage gegen Deutschland bei der WM-Premiere besteht der Trainer von Curaçao, der älteste in der Turniergeschichte, darauf, dass das Team immer noch Grund hat, an Überraschungen zu glauben und die Kampagne zu drehen. Das Ergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück, aber die Spieler sollten sich nicht entmutigen lassen.
Trotz einer 7:1-Klatsche gegen Deutschland bleibt Curaçao stolz und glücklich, Teil des größten Fußballturniers der Welt zu sein. Trainer Dick Advocaat sagt, es gebe keinen Grund, sich zu schämen, und man könne in den nächsten Spielen noch für Überraschungen sorgen.
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