
Tödlicher Alligatorangriff in Florida und ein Todesfall in Alabama
Eine 31-jährige Frau wurde in einem Naturpark in Florida von einem Alligator getötet; in Alabama starb ein 44-jähriger Mann nach einem mutmaßlichen Tötungsdelikt an Herzversagen.
Am 28. Juni ist eine 31-jährige Frau aus Orlando im US-Bundesstaat Florida beim Baden in einem Fluss von einem Alligator angegriffen und tödlich verletzt worden. Wie örtliche Behörden und medizinische Quellen übereinstimmend berichten, hielt sich Brittany Clark gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und einer Freundin im Little Big Econ State Forest auf, als das Tier sie im flachen Wasser des Econlockhatchee River packte. Die Gruppe hatte zuvor eine Wanderung unternommen und befand sich in etwa einem Meter tiefem Wasser.
Nach Darstellung des medizinischen Untersuchungsberichts, der mehreren Medien vorliegt, biss der Alligator der Frau in einen Arm und begann mit einer als „Todesrolle“ bekannten Drehbewegung. Ihr Lebensgefährte Chance Allison versuchte, sie aus dem Maul des Reptils zu befreien, und wurde dabei selbst unter Wasser gezogen. Es gelang ihm schließlich, die Verletzte an Land zu bringen und mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen, doch die 31-Jährige erlag noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte ihren schweren Verletzungen. Laut Angaben aus dem Umfeld der Verunglückten wurden ihr beide Arme abgetrennt oder schwerst beschädigt. Die zuständige Wildtierbehörde fing zwei Alligatoren in der Nähe ein und tötete sie; die Untersuchung, welches Tier für den Angriff verantwortlich war, dauert an.
Einem Bericht der schwedischen Zeitung Aftonbladet zufolge hat sich im selben Zeitraum im benachbarten Bundesstaat Alabama ein weiterer ungewöhnlicher Todesfall ereignet. Dort wurde am 10. Juni ein 44-jähriger Mann tot in einem Waldstück aufgefunden, neben ihm die Leiche seiner 47-jährigen Lebensgefährtin. Die Obduktion ergab, dass die Frau durch Strangulation ums Leben kam; der Mann starb nach Angaben der Staatsanwaltschaft an einem Herzinfarkt. Die Ermittler gehen davon aus, dass er die Frau tötete und anschließend beim Versuch, die Leiche zu verbergen, einen tödlichen Herzstillstand erlitt. Ein in der Nähe laufendes Auto stützt diese Version.
Die örtlichen Behörden in Florida haben den beliebten Wanderweg Barr Street Trailhead bis auf Weiteres gesperrt. Der Angriff war nach Behördenangaben der dritte Vorfall mit einem Alligator in Zentralflorida innerhalb einer Woche. Die Ermittlungen zu beiden Fällen sind nicht abgeschlossen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
2 Mediengruppen · 3 Sprachen
Die atlantische Presse schildert den Angriff als plötzlichen Albtraum: Ein fast vier Meter langer Alligator packt die Frau, während sie sich in einem Fluss in Florida abkühlt. Ihr Freund ringt mit dem Reptil, kann sie aus dem Kiefer befreien, doch es ist zu spät; die Armverletzungen sind tödlich. Die Audioaufnahme des 911-Notrufs und die grausigen Details der 'Todesrolle' beherrschen die Berichterstattung und stilisieren den Freund zum ohnmächtigen Helden und das Opfer zum Gesicht einer sinnlosen Tragödie.
Die europäische Kontinentalpresse stellt den Tod durch den Alligator einem Femizid in Alabama gegenüber, bei dem ein Mann seine Partnerin erdrosselte und dann beim Verstecken der Leiche an einem Herzinfarkt starb. Der Angriff in Florida wird in gemäßigtem Ton geschildert, wobei der Kampf des Freundes erwähnt, die Episode jedoch in einen breiteren Rahmen der Gewalt gegen Frauen eingeordnet wird. Die implizite Botschaft ist eine der Verurteilung: Ob durch ein Reptil oder einen Partner, der weibliche Körper erscheint ständig bedroht.
Erweitere deinen Horizont
Indirekte Gespräche in Doha: Trump lobt Fortschritte bei nuklearer Abrüstung Irans
10 Sprachen · 19 Quellen
Aus Economy & MarketsBYD vor Rückkehr an die Weltspitze – Europas Autobauer unter Druck
6 Sprachen · 20 Quellen
Aus TechnologyIndien stoppt WhatsApps Nutzernamen-Funktion – Sorge vor Identitätsbetrug
5 Sprachen · 17 Quellen