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Kriminalität & KatastrophenFreitag, 3. Juli 2026

Selbstverbrennung vor UN-Hauptquartier: Mann mit tibetischer Flagge gestorben

Ein von Exilgruppen als tibetischer Aktivist identifizierter Mann erlag seinen Brandverletzungen, nachdem er sich am Donnerstagabend vor dem UN-Gebäude in New York angezündet hatte.

Am späten Donnerstagabend (Ortszeit) hat sich ein Mann vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York selbst in Brand gesetzt und ist wenig später im Bellevue Hospital seinen schweren Verletzungen erlegen. Die New Yorker Polizei bestätigte, gegen 18.30 Uhr einen Notruf erhalten zu haben; die Ermittlungen zur Identität und zum Motiv dauern an.

Nach übereinstimmenden Berichten tibetischer Exilmedien und der Internationalen Kampagne für Tibet handelte es sich bei dem Verstorbenen um Lobga Rangzen, einen 52-jährigen Uber-Fahrer, der seit rund zwei Jahrzehnten in den Vereinigten Staaten lebte. Augenzeugen und Videoaufnahmen zufolge hisste er unmittelbar vor der Tat eine tibetische Flagge und zeigte ein Plakat mit der Aufschrift „China Out of Tibet“. In einem Livestream, den er kurz zuvor verbreitet haben soll, rief er zur Einheit und Unabhängigkeit Tibets auf. Die Polizei hat diese Angaben bislang nicht offiziell bestätigt.

Exilgruppen bringen die Tat mit dem Inkrafttreten eines neuen chinesischen Gesetzes zur „Förderung der ethnischen Einheit“ in Verbindung, das nach Ansicht von Kritikern die Assimilation von Minderheiten wie Tibetern und Uiguren weiter institutionalisiert und Peking rechtliche Handhabe auch gegen Personen im Ausland gibt. Sowohl die Vereinigten Staaten als auch die Europäische Union äußerten sich besorgt über das Gesetz. Ein Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres sprach von einem „tragischen und entsetzlichen Vorfall“ und drückte der Familie sein Beileid aus. Das Weiße Haus und das Büro des New Yorker Bürgermeisters gaben zunächst keine Stellungnahme ab.

Die Selbstverbrennung reiht sich in eine Serie ähnlicher Protestakte ein: Seit 2009 haben sich nach Zählung von Menschenrechtsorganisationen mehr als 150 Tibeter aus Protest gegen die chinesische Herrschaft das Leben genommen. Die New Yorker Polizei hat den Vorfall noch nicht als politisch motiviert eingestuft und bittet um Hinweise. Der Leichnam soll obduziert werden, die Ermittlungen dauern an.

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Selbstverbrennung vor UN-Hauptquartier: Mann mit tibetischer Flagge gestorben

Ein von Exilgruppen als tibetischer Aktivist identifizierter Mann erlag seinen Brandverletzungen, nachdem er sich am Donnerstagabend vor dem UN-Gebäude in New York angezündet hatte.

Am späten Donnerstagabend (Ortszeit) hat sich ein Mann vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York selbst in Brand gesetzt und ist wenig später im Bellevue Hospital seinen schweren Verletzungen erlegen. Die New Yorker Polizei bestätigte, gegen 18.30 Uhr einen Notruf erhalten zu haben; die Ermittlungen zur Identität und zum Motiv dauern an.

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Exilgruppen bringen die Tat mit dem Inkrafttreten eines neuen chinesischen Gesetzes zur „Förderung der ethnischen Einheit“ in Verbindung, das nach Ansicht von Kritikern die Assimilation von Minderheiten wie Tibetern und Uiguren weiter institutionalisiert und Peking rechtliche Handhabe auch gegen Personen im Ausland gibt. Sowohl die Vereinigten Staaten als auch die Europäische Union äußerten sich besorgt über das Gesetz. Ein Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres sprach von einem „tragischen und entsetzlichen Vorfall“ und drückte der Familie sein Beileid aus. Das Weiße Haus und das Büro des New Yorker Bürgermeisters gaben zunächst keine Stellungnahme ab.

Die Selbstverbrennung reiht sich in eine Serie ähnlicher Protestakte ein: Seit 2009 haben sich nach Zählung von Menschenrechtsorganisationen mehr als 150 Tibeter aus Protest gegen die chinesische Herrschaft das Leben genommen. Die New Yorker Polizei hat den Vorfall noch nicht als politisch motiviert eingestuft und bittet um Hinweise. Der Leichnam soll obduziert werden, die Ermittlungen dauern an.

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