
Tesla nach tödlichem Unfall in Texas verklagt – Fahrer beruft sich auf Autopilot
Nach dem Tod einer 76-Jährigen in Katy wird Tesla vorgeworfen, mangelhafte Fahrassistenzsysteme zu vermarkten, während das Unternehmen dem Fahrer die Schuld zuweist.
In Katy, einem Vorort von Houston, ist ein Tesla Model 3 in ein Wohnhaus gerast und hat eine 76 Jahre alte Frau getötet. Der Fahrer gab nach Polizeiangaben an, zum Zeitpunkt des Unfalls eine automatisierte Fahrfunktion genutzt zu haben. Die Familie der Verstorbenen hat nun eine Zivilklage eingereicht, in der sie sowohl Tesla als auch dem Fahrer grobe Fahrlässigkeit vorwirft.
Aus der beim Bezirksgericht Harris County eingereichten Klageschrift geht hervor, dass der Fahrer, Michael Butler, den Behörden gegenüber erklärte, das Autopilot-System sei eingeschaltet gewesen, bevor das Fahrzeug die Vorderwand des Hauses durchbrach. Die 76-jährige Martha Avila wurde unter Trümmern eingeklemmt und erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Ihr Schwiegersohn, Justin Barbour, erlitt nach Angaben der Kläger ebenfalls schwere Blessuren. Die Familie verlangt mehr als eine Million US-Dollar Schadenersatz sowie Strafzahlungen; sie begründet dies mit einer angeblichen Konstruktionsschwäche und einer versäumten Warnung vor Gefahren der Systeme Autopilot und Full Self-Driving.
Demgegenüber bestreiten Führungskräfte von Tesla die Verantwortung der Technik. Ashok Elluswamy, Vizepräsident für KI-Software, schrieb auf der Plattform X, der Fahrer habe die Selbstfahrfunktion manuell übersteuert, indem er das Gaspedal vollständig durchgedrückt und eine Geschwindigkeit von 117 Kilometern pro Stunde erreicht habe. Elon Musk bezeichnete den Unfall als Hochgeschwindigkeitscrash und verwies darauf, dass die Assistenzsysteme in Wohngebieten langsam führen. Die Polizei des Harris County bestätigte, dass Butler keine Anzeichen von Alkoholisierung aufwies und kooperierte, hat jedoch noch keine Anklage erhoben. Die genauen Umstände – ob das System aktiv war oder übersteuert wurde – sind Gegenstand laufender Ermittlungen.
Die US-amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA leitete eine Sonderuntersuchung zu diesem Vorfall ein. Seit 2016 hat die Behörde nach eigenen Angaben knapp 50 solcher Untersuchungen zu Unfällen mit Tesla-Fahrzeugen eröffnet, bei denen etwa zwei Dutzend Todesfälle registriert wurden. Zuletzt weitete die NHTSA eine Prüfung von rund 3,2 Millionen Fahrzeugen wegen möglicher Erkennungsprobleme des Full Self-Driving-Systems bei schlechter Sicht aus. Das texanische Gericht wird nun prüfen, ob die einander widersprechenden Darstellungen zur Haftung von Hersteller und Fahrer führen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Reports highlight conflicting narratives: while the driver and police indicated the vehicle was on autopilot, Tesla's CEO questioned the crash data, suggesting it made no sense. The family's lawsuit alleges design defects in the self-driving technology, seeking damages. Coverage remains mixed, with some outlets emphasizing the company's defensive stance.
Latin American media emphasize Tesla's safety record, citing nearly 50 NHTSA investigations into crashes involving Tesla vehicles. The family's lawsuit is portrayed as part of a growing controversy over autonomous driving technology. The coverage underscores corporate responsibility and the need for regulation.
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