
Südafrika und Kanada eröffnen die K.-o.-Runde – beide erstmals in einem WM-Ausscheidungsspiel
Im SoFi Stadium von Los Angeles treffen am Sonntag zwei Mannschaften aufeinander, die in der Gruppenphase überraschten und nun historische Schritte wagen.
Mit der Partie zwischen Südafrika und Kanada beginnt am 28. Juni 2026 im SoFi Stadium von Los Angeles die Runde der letzten 32 dieser Weltmeisterschaft. Für beide Teams ist es das erste Ausscheidungsspiel bei einer WM-Endrunde überhaupt. Der Sieger trifft in Houston auf den Gewinner des Duells zwischen den Niederlanden und Marokko.
Südafrika erreichte die K.-o.-Phase als Zweiter der Gruppe A hinter Gastgeber Mexiko. Nach einer 0:2-Auftaktniederlage gegen die Mittelamerikaner und einem 1:1 gegen Tschechien – der Ausgleich fiel erst per spätem Strafstoß – stand das Team von Hugo Broos vor dem dritten Spieltag unter erheblichem Druck. Ein 1:0 gegen Südkorea, erzielt durch Thapelo Maseko von AEL Limassol, sicherte das Weiterkommen. Maseko gab in der Gruppenphase acht Torschüsse ab, mehr als jeder andere südafrikanische Spieler; sein einziger Schuss auf das Tor genügte. Broos, mit 74 Jahren der älteste Trainer in einem WM-K.-o.-Spiel, beendet nach dem Turnier seine Laufbahn. In südafrikanischen Medien wird die defensive Stabilität hervorgehoben, die nach der Auftaktpleite zurückkehrte, sowie die Geschlossenheit eines Kaders, der nur sieben Legionäre umfasst und von den einheimischen Klubs Mamelodi Sundowns und Orlando Pirates geprägt ist.
Kanada zog als Gruppenzweiter der Gruppe B ein, nach einem 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina, einem 6:0 gegen Katar und einer 1:2-Niederlage gegen die Schweiz. Die Mannschaft von Jesse Marsch erzielte in der Vorrunde acht Tore und gab 21 Schüsse auf das gegnerische Tor ab – mehr als in den beiden vorangegangenen WM-Teilnahmen zusammen. Nathan Saliba von Anderlecht war an drei Treffern direkt beteiligt. Die Niederlage gegen die Schweiz verhinderte den Gruppensieg und zwang das Team, das Turnier als erster Gastgeber außerhalb des eigenen Landes fortzusetzen. Im Mittelpunkt der kanadischen Berichterstattung steht Kapitän Alphonso Davies. Der Linksverteidiger des FC Bayern München laborierte seit Mai an einer Oberschenkelverletzung und kam in der Gruppenphase nicht zum Einsatz. Marsch hatte wiederholt seine baldige Rückkehr angekündigt, räumte jedoch ein, dies als Täuschungsmanöver genutzt zu haben. Vor dem Südafrika-Spiel erklärte er, Davies sei „fit und mehr als bereit“. Davies selbst äußerte, er habe schon gegen die Schweiz spielen wollen, akzeptiere aber die Entscheidung des Trainers.
Das einzige bisherige Aufeinandertreffen beider Nationen datiert aus dem Jahr 2007: Südafrika gewann ein Testspiel mit 2:0. Kanada verlor zudem seine beiden offiziellen Partien gegen afrikanische Gegner, darunter das letzte Gruppenspiel 2022 gegen Marokko. Die Partie wird in Nordamerika über ViX, im arabischen Raum über beIN Sports Max 1 übertragen. Für beide Verbände steht nicht nur der Einzug ins Achtelfinale auf dem Spiel, sondern auch die Chance, eine bislang randständige Fußballgeschichte mit einem weiteren Kapitel zu bereichern.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Das Achtelfinale beginnt mit einem historischen Duell zweier Neulinge, Kanada und Südafrika, die beide vor Begeisterung überschäumen, nachdem sie erstmals die K.-o.-Phase erreicht haben. Das Spiel in Los Angeles bietet eine goldene Gelegenheit, den Traumlauf fortzusetzen. Gastgeber Kanada muss nun fernab seiner leidenschaftlichen Heimfans antreten.
Die K.-o.-Phase beginnt mit einem Duell zweier Mannschaften, die zum ersten Mal in den Ausscheidungsrunden stehen: Südafrika und Co-Gastgeber Kanada. Nach dem Sieg gegen Südkorea, der das Weiterkommen sicherte, brachen in Südafrika landesweite Jubelfeiern aus. Der 74-jährige belgische Trainer Hugo Broos ist der älteste Coach in dieser Turnierphase.
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