
Spotify und WhatsApp mit globalen Zugriffsproblemen – Meta testet derweil neue Animationen
Am Freitagmorgen meldeten Nutzer weltweit Ausfälle bei Spotify und dem WhatsApp-Webdienst, während für Android eine optische Angleichung an iOS in die Beta-Phase geht.
Die Musikstreaming-Plattform Spotify und der Messengerdienst WhatsApp waren am Freitagmorgen von weitreichenden Zugriffsstörungen betroffen. Laut der Überwachungsplattform Downdetector schnellten die Fehlermeldungen für Spotify gegen 8 Uhr Ortszeit an der US-Ostküste auf über 4.000 binnen einer halben Stunde. Nutzer berichteten von nicht ladbaren Playlists, Login-Problemen und einer unerreichbaren Website. Parallel dazu registrierte Downdetector ab etwa 6:30 Uhr eine auffällige Häufung von Störungsmeldungen für WhatsApp, insbesondere für die Webversion. Die Zahl der Hinweise auf Ausfälle beim Versand und Empfang von Nachrichten lag mit rund 20 Meldungen zwar deutlich niedriger, bewegte sich aber über der für diese Tageszeit üblichen Basislinie.
Die Ursachen beider Vorfälle blieben zunächst ungeklärt. Spotify, ein börsennotiertes Unternehmen aus Stockholm mit nach eigenen Angaben 761 Millionen Nutzern, veröffentlichte keine Stellungnahme zu einem möglichen technischen Defekt oder Serverproblem. Auch die Meta-Plattformen, zu denen WhatsApp gehört, äußerten sich auf Anfrage bis zum Redaktionsschluss nicht zu den Synchronisations- und Verbindungsproblemen. In sozialen Netzwerken wie X äußerten Betroffene aus verschiedenen Weltregionen ihren Unmut; ein Nutzer verglich das morgendliche Spotify-Aus mit dem Gefühl, von der Familie verlassen worden zu sein. Aus deutschsprachigen Foren lagen ebenfalls Beschwerden über unterbrochene Musikwiedergabe und stockende Chatverläufe vor.
Unabhängig von den Störungen treibt Meta die visuelle Vereinheitlichung seiner Dienste voran. In der Betaversion 2.26.23.11 von WhatsApp für Android wird eine neue Nachrichtenanimation getestet, die das Erscheinen von Sprechblasen mit einem gleitenden Übergang versieht – ein Effekt, der bislang der iOS-Version vorbehalten war. Die Funktion, die auch für Fotos und Sticker gilt, lässt sich in den Einstellungen deaktivieren, um die Leistung auf Einsteigergeräten nicht zu beeinträchtigen. Beobachter in Menlo Park werten dies als Teil einer Strategie, die Kluft zwischen den Betriebssystemen zu verringern und der Android-App eine als hochwertiger wahrgenommene Haptik zu geben. Ein Termin für die stabile Auslieferung steht noch nicht fest; üblicherweise vergehen von der Beta-Phase bis zum globalen Rollout mehrere Wochen.
Die aktuellen Ausfälle reihen sich in eine Serie jüngerer Instabilitäten ein. Erst am vergangenen Freitag, dem 12. Juni, hatten WhatsApp und Instagram – ebenfalls Teil des Meta-Konzerns – für mehrere Stunden flächendeckende Probleme verursacht, die nach Angaben von Kommunikationsdirektor Andy Stone erst gegen 11:20 Uhr behoben waren. Spotify wiederum verzeichnete bereits am Dienstag zuvor eine kurzzeitige, vom Unternehmen eingeräumte Störung. Die wiederholten Vorfälle lenken den Blick auf die Verwundbarkeit zentralisierter digitaler Infrastrukturen, von denen Hunderte Millionen Nutzer täglich abhängen.
Als nächster faktenbasierter Meilenstein bleibt die Veröffentlichung offizieller Stellungnahmen von Spotify und Meta zu den Ursachen der Freitagsstörungen abzuwarten. Für WhatsApp-Nutzer unter Android wird zudem die Ankündigung eines stabilen Release-Termins für die neuen Animationen zum Gradmesser der weiteren Produktangleichung.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Spotify erlitt einen globalen Ausfall, der Millionen Nutzer am Zugriff hinderte. Die sozialen Medien wurden mit Beschwerden und ironischen Vergleichen überflutet, die Ursachen bleiben unbekannt.
Russische Medien berichteten über technische Störungen auf der Spieleplattform Steam und dem Kleinanzeigendienst Avito, wobei Avito später die Behebung bestätigte. Die globalen Ausfälle von Spotify und WhatsApp wurden nicht erwähnt.
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