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Kriminalität & KatastrophenSonntag, 21. Juni 2026

Sechs Verhaftungen nach dem Tod einer jungen Frau bei Sprung ohne Seilsicherung in Brasilien

Nach dem Sturz einer 21-Jährigen von einer Brücke im Bundesstaat São Paulo hat die Polizei drei weitere Verdächtige festgenommen; insgesamt sind nun sechs Personen in Haft.

Im brasilianischen Limeira, im Hinterland von São Paulo, ist eine 21-jährige Frau am 13. Juni bei einem sogenannten Rope-Jump-Sprung ums Leben gekommen, weil sie ohne Sicherungsseil von einer rund 40 Meter hohen Brücke gestürzt war. Acht Tage später, am 20. Juni, nahm die Zivilpolizei drei weitere Personen vorläufig fest, wie die Sicherheitsbehörden des Bundesstaates mitteilten. Damit erhöht sich die Zahl der Inhaftierten in dem Fall auf sechs.

Bei den neu Festgenommenen handelt es sich nach Angaben der Ermittler um eine 29-jährige Frau, die als informelle Betreiberin des Sprung-Angebots gilt, sowie um zwei Männer im Alter von 25 und 27 Jahren. Sie sollen der Gruppe angehört haben, die den Sprung organisierte und durchführte. Allen dreien wird vorgeworfen, Beweismittel unterdrückt zu haben. Insbesondere die am Körper der Verunglückten befestigte Kamera, mit der Maria Eduarda Rodrigues de Freitas ihren Sprung aufzeichnen wollte, ist bislang nicht aufgefunden worden. Zudem bestehe der Verdacht, dass digitale Inhalte gelöscht wurden, die für die Rekonstruktion des Unfallhergangs bedeutsam sein könnten.

Bereits am Unglückstag waren drei Männer – die als Instruktoren fungiert hatten und auf einem Video zu sehen sind, wie sie die junge Frau an den Brückenrand führten und in die Tiefe stießen – unter dem Vorwurf eines bedingt vorsätzlichen Tötungsdelikts in Untersuchungshaft genommen worden. Ein von der Verteidigung eingereichtes Habeas-Corpus-Gesuch wiesen die Gerichte zurück. Die Betreiber der Sprungaktivität verfügten nach Behördenangaben weder über eine formelle Firmenzulassung noch über eine Genehmigung zur Nutzung der stillgelegten Eisenbahnbrücke. Das Sekretariat für das Erbe der Union bestätigte, dass die Agentur dort illegal operierte; das Bundeskabinett prüft nun den vollständigen Abriss des Bauwerks.

Die Ermittlungen konzentrieren sich neben dem Vorwurf der Tötung mit Eventualvorsatz auch auf den Verdacht der Prozessverschleppung durch Beweisunterdrückung. Laut Ermittlerkreisen sollen die drei nachträglich Inhaftierten versucht haben, relevante Spuren zu beseitigen. Das Strafverfahren wird von der Zivilpolizei in Limeira geführt; die Durchsuchungen erstreckten sich auf São Paulo und Rio de Janeiro. Die provisorischen Haftbefehle gelten zunächst für fünf Tage, während die Analyse der sichergestellten elektronischen Geräte andauert.

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Sechs Verhaftungen nach dem Tod einer jungen Frau bei Sprung ohne Seilsicherung in Brasilien

Nach dem Sturz einer 21-Jährigen von einer Brücke im Bundesstaat São Paulo hat die Polizei drei weitere Verdächtige festgenommen; insgesamt sind nun sechs Personen in Haft.

Im brasilianischen Limeira, im Hinterland von São Paulo, ist eine 21-jährige Frau am 13. Juni bei einem sogenannten Rope-Jump-Sprung ums Leben gekommen, weil sie ohne Sicherungsseil von einer rund 40 Meter hohen Brücke gestürzt war. Acht Tage später, am 20. Juni, nahm die Zivilpolizei drei weitere Personen vorläufig fest, wie die Sicherheitsbehörden des Bundesstaates mitteilten. Damit erhöht sich die Zahl der Inhaftierten in dem Fall auf sechs.

Bei den neu Festgenommenen handelt es sich nach Angaben der Ermittler um eine 29-jährige Frau, die als informelle Betreiberin des Sprung-Angebots gilt, sowie um zwei Männer im Alter von 25 und 27 Jahren. Sie sollen der Gruppe angehört haben, die den Sprung organisierte und durchführte. Allen dreien wird vorgeworfen, Beweismittel unterdrückt zu haben. Insbesondere die am Körper der Verunglückten befestigte Kamera, mit der Maria Eduarda Rodrigues de Freitas ihren Sprung aufzeichnen wollte, ist bislang nicht aufgefunden worden. Zudem bestehe der Verdacht, dass digitale Inhalte gelöscht wurden, die für die Rekonstruktion des Unfallhergangs bedeutsam sein könnten.

Bereits am Unglückstag waren drei Männer – die als Instruktoren fungiert hatten und auf einem Video zu sehen sind, wie sie die junge Frau an den Brückenrand führten und in die Tiefe stießen – unter dem Vorwurf eines bedingt vorsätzlichen Tötungsdelikts in Untersuchungshaft genommen worden. Ein von der Verteidigung eingereichtes Habeas-Corpus-Gesuch wiesen die Gerichte zurück. Die Betreiber der Sprungaktivität verfügten nach Behördenangaben weder über eine formelle Firmenzulassung noch über eine Genehmigung zur Nutzung der stillgelegten Eisenbahnbrücke. Das Sekretariat für das Erbe der Union bestätigte, dass die Agentur dort illegal operierte; das Bundeskabinett prüft nun den vollständigen Abriss des Bauwerks.

Die Ermittlungen konzentrieren sich neben dem Vorwurf der Tötung mit Eventualvorsatz auch auf den Verdacht der Prozessverschleppung durch Beweisunterdrückung. Laut Ermittlerkreisen sollen die drei nachträglich Inhaftierten versucht haben, relevante Spuren zu beseitigen. Das Strafverfahren wird von der Zivilpolizei in Limeira geführt; die Durchsuchungen erstreckten sich auf São Paulo und Rio de Janeiro. Die provisorischen Haftbefehle gelten zunächst für fünf Tage, während die Analyse der sichergestellten elektronischen Geräte andauert.

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