
Tiefes Erdbeben vor Mindanao bleibt folgenlos – eine Woche nach verheerendem Erdstoß
Eine Woche nach dem verheerenden Beben der Stärke 7,8 mit Dutzenden Toten blieb ein neuer Erdstoß vor der Südküste der Philippinen ohne unmittelbare Folgen.
Am Montagnachmittag (Ortszeit) erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6,2 die Gewässer vor der Südküste der philippinischen Insel Mindanao. Das Hypozentrum lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) in etwa 112 Kilometern Tiefe, rund 67 Kilometer ostsüdöstlich der Ortschaft Pondaguitan. Lokale Behörden und das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) meldeten zunächst keine Schäden oder Verletzte. Auch eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben. Der Erdstoß ereignete sich um 17:18 Uhr Ortszeit (9:18 Uhr GMT) und war in der gesamten Region spürbar, blieb jedoch aufgrund der großen Tiefe vergleichsweise mild – ein scharfer Kontrast zu dem verheerenden Beben, das exakt eine Woche zuvor dieselbe Region heimgesucht hatte.
Die seismologischen Dienste verschiedener Länder wichen in ihren Messungen leicht voneinander ab. Während die USGS und das indonesische Amt für Meteorologie, Klimatologie und Geophysik (BMKG) eine Magnitude von 6,2 ermittelten, stufte der Altai-Sajan-Zweig des russischen geophysikalischen Dienstes das Beben als 6,4 ein, und Phivolcs gab sogar 6,6 an. Die Tiefe des Herdes variierte in den Angaben zwischen 86 und 112 Kilometern. Das BMKG analysierte den Erdstoß als mitteltiefes Beben infolge der Subduktion der Philippinischen Seeplatte und ordnete ihm einen schrägen Überschiebungsmechanismus zu. Phivolcs betonte, dass das Ereignis in keinem Zusammenhang mit dem Beben vom 8. Juni stehe, das mit einer Magnitude von 7,8 bis 8,1 mindestens 61 Menschenleben forderte und zahlreiche Gebäude, Schulen und Krankenhäuser zerstörte.
Aus Jakarta hieß es, für indonesisches Territorium bestehe keine Tsunami-Gefahr. Auch aus Manila kamen rasch Entwarnungen: Es sei nicht mit nennenswerten Schäden zu rechnen. In Washington registrierte die USGS das Beben und bestätigte die moderate Intensität an der Oberfläche. Moskauer Seismologen sprachen von einem „starken“ Beben im Epizentrum, bezogen auf die Erschütterung in der Tiefe. Europäische und arabische Medien griffen das Ereignis auf und verwiesen auf die erst eine Woche zurückliegende Katastrophe, bei der nach jüngsten Zählungen zwischen 61 und 65 Menschen starben. Die philippinischen Behörden stehen weiterhin unter dem Eindruck der Aufräumarbeiten und der anhaltenden Nachbeben-Serie, die das Vertrauen der Bevölkerung in die Stabilität des Untergrunds erschüttert hat.
Die Philippinen liegen auf dem Pazifischen Feuerring und sind chronisch erdbebengefährdet. Das jüngste Beben demonstriert, wie tiefe Hypozentren – hier rund 100 Kilometer – die zerstörerische Wirkung an der Erdoberfläche dämpfen können. Dennoch bleibt die Region verwundbar: Die Subduktionszone vor Mindanao hat in der Vergangenheit wiederholt schwere Erschütterungen und Tsunamis erzeugt. Während die unmittelbare Gefahr durch das aktuelle Ereignis gebannt scheint, richtet sich der Blick der Seismologen auf die langfristige Spannungsakkumulation entlang der Plattengrenze. Für die Menschen in Davao Oriental und den angrenzenden Provinzen bedeutet der folgenlose Erdstoß eine Atempause – doch die Erinnerung an die Tragödie vom 8. Juni wirkt nach.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Ein Unterwasserbeben der Stärke 6,4 wurde von russischen geophysikalischen Sensoren im Philippinischen Meer registriert. Das Epizentrum lag 145 km südöstlich von Davao auf Mindanao. Das Ereignis wurde als 'stark' eingestuft, ohne Hinweise auf Schäden oder das frühere tödliche Beben.
Ein Erdbeben der Stärke 6,2 vor der Südküste der Philippinen hat ersten Berichten zufolge weder Opfer noch Schäden verursacht. Das Epizentrum lag etwa 113 km südöstlich von Governor Generoso in 94 km Tiefe. Die Berichterstattung betonte die Schadensfreiheit und blieb sachlich-rubig.
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