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Geopolitik & PolitikFreitag, 19. Juni 2026

Schiffsverkehr in Hormus sprunghaft gestiegen – doch Atomgespräche verschoben

25 Handelsschiffe passierten die Meerenge am 18. Juni, der höchste Wert seit Mitte April; die für Freitag geplanten Nuklearverhandlungen wurden indes auf unbestimmte Zeit vertagt.

Am 18. Juni durchquerten 25 verifizierte Handelsschiffe die Straße von Hormus – der höchste Tageswert seit dem 18. April und mehr als das Fünffache des Tagesdurchschnitts der ersten zehn Junitage, wie die maritime Analyseplattform AXSMarine mitteilte. Der sprunghafte Anstieg folgte auf die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zwischen Washington und Teheran am Mittwoch sowie auf die Aufhebung der amerikanischen Seeblockade iranischer Häfen am Donnerstag. Die Blockade war am 13. April als Reaktion auf die von Iran nach Kriegsausbruch am 28. Februar verhängte Sperrung der Meerenge verhängt worden.

Aus Teheraner Sicht wird die vorübergehende Öffnung an klare Bedingungen geknüpft: Die iranische Behörde für die Straße von Hormus verlangt von passierenden Schiffen eine Transit-Anmeldung mindestens 48 Stunden im Voraus, verzichtet jedoch für die Dauer der 60-tägigen Verhandlungsfrist auf Gebühren für Sicherheits-, Umwelt- und Versicherungsleistungen. Wegen Minengefahren und anderer Risiken sei zudem eine verbindliche Koordination von Route und Durchfahrtszeit vorgeschrieben. Washington hatte die Blockade als Teil des Rahmenabkommens gelockert. Die für Freitag in der Schweiz vorgesehenen Gespräche über das iranische Atomprogramm, die einen 60-tägigen Prozess einleiten sollten, wurden indes auf unbestimmte Zeit verschoben. Gleichzeitig kündigte das israelische Militär am Freitag neue Angriffe im Libanon an, was nach Einschätzung der Swissquote-Analystin Ipek Ozkardeskaya Fragen zur Tragfähigkeit der Einigung ohne israelische Beteiligung aufwirft.

Trotz des Anstiegs bleibt der Verkehr weit unter dem Vorkriegsniveau von rund 120 Schiffen pro Tag. Nach Angaben der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) sitzen noch mehr als 500 Handelsschiffe mit etwa 11.000 Seeleuten im Golf fest; insgesamt seien 20.000 Seeleute in der Region von den Kampfhandlungen betroffen. Der Branchenverband BIMCO rechnet mit der baldigen Einrichtung eines internationalen Koordinierungsgremiums, um sichere Transits zu ermöglichen. AXSMarine verzeichnete die jüngste Verkehrsspitze zudem während der größten Störung von AIS-Signalen seit Konfliktbeginn: Über 200 Schiffe waren gleichzeitig von Spoofing oder anomalem Verhalten betroffen, was auf fortbestehende Sicherheitsrisiken hindeutet.

Die Straße von Hormus ist ein strategisches Nadelöhr für die globale Energieversorgung; vor dem Krieg passierte sie rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgasexporte. Der am 28. Februar durch amerikanische und israelische Luftschläge gegen Iran ausgelöste Krieg hatte zur Sperrung der Meerenge und zu Angriffen auf Dutzende Handelsschiffe geführt. Eine kurzzeitige Wiederöffnung am 18. April mit 28 Durchfahrten war an der Aufrechterhaltung der US-Blockade gescheitert. Das nun geschlossene Abkommen ließ die Ölpreise bereits sinken, doch die Verschiebung der Atomgespräche und die anhaltenden Militäroperationen im Libanon belasten die Aussichten. Die IMO arbeitet nach eigenen Angaben an einem Plan für sichere Ausfahrten; ein Datum für die Aufnahme der Verhandlungen oder die Einrichtung des Koordinierungsgremiums steht noch aus.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Kontinentaleuropäische PresseArabische Levante-Maghreb-Presse
Kontinentaleuropäische Presse/ Mediterran
DistanzPragmatismus

Am 18. Juni durchquerten 25 Handelsschiffe die Straße von Hormus, die höchste Zahl seit Mitte April. Laut AXSMarine-Daten war das Volumen fünfmal höher als der Tagesdurchschnitt Anfang Juni, nachdem eine Vereinbarung die Wiedereröffnung der Passage ermöglicht hatte.

Arabische Levante-Maghreb-Presse
PragmatismusSkepsis

Der Anstieg auf 25 Schiffe am 18. Juni folgte auf ein Memorandum of Understanding zwischen den USA und dem Iran und die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen, die als Reaktion auf die Schließung der Straße durch Teheran verhängt worden war. Die geplanten Gespräche in der Schweiz zur Einleitung eines 60-Tage-Prozesses fanden jedoch nicht statt, was Zweifel an der Vereinbarung aufkommen ließ.

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Freitag, 19. Juni 2026

Schiffsverkehr in Hormus sprunghaft gestiegen – doch Atomgespräche verschoben

25 Handelsschiffe passierten die Meerenge am 18. Juni, der höchste Wert seit Mitte April; die für Freitag geplanten Nuklearverhandlungen wurden indes auf unbestimmte Zeit vertagt.

Am 18. Juni durchquerten 25 verifizierte Handelsschiffe die Straße von Hormus – der höchste Tageswert seit dem 18. April und mehr als das Fünffache des Tagesdurchschnitts der ersten zehn Junitage, wie die maritime Analyseplattform AXSMarine mitteilte. Der sprunghafte Anstieg folgte auf die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zwischen Washington und Teheran am Mittwoch sowie auf die Aufhebung der amerikanischen Seeblockade iranischer Häfen am Donnerstag. Die Blockade war am 13. April als Reaktion auf die von Iran nach Kriegsausbruch am 28. Februar verhängte Sperrung der Meerenge verhängt worden.

Aus Teheraner Sicht wird die vorübergehende Öffnung an klare Bedingungen geknüpft: Die iranische Behörde für die Straße von Hormus verlangt von passierenden Schiffen eine Transit-Anmeldung mindestens 48 Stunden im Voraus, verzichtet jedoch für die Dauer der 60-tägigen Verhandlungsfrist auf Gebühren für Sicherheits-, Umwelt- und Versicherungsleistungen. Wegen Minengefahren und anderer Risiken sei zudem eine verbindliche Koordination von Route und Durchfahrtszeit vorgeschrieben. Washington hatte die Blockade als Teil des Rahmenabkommens gelockert. Die für Freitag in der Schweiz vorgesehenen Gespräche über das iranische Atomprogramm, die einen 60-tägigen Prozess einleiten sollten, wurden indes auf unbestimmte Zeit verschoben. Gleichzeitig kündigte das israelische Militär am Freitag neue Angriffe im Libanon an, was nach Einschätzung der Swissquote-Analystin Ipek Ozkardeskaya Fragen zur Tragfähigkeit der Einigung ohne israelische Beteiligung aufwirft.

Trotz des Anstiegs bleibt der Verkehr weit unter dem Vorkriegsniveau von rund 120 Schiffen pro Tag. Nach Angaben der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) sitzen noch mehr als 500 Handelsschiffe mit etwa 11.000 Seeleuten im Golf fest; insgesamt seien 20.000 Seeleute in der Region von den Kampfhandlungen betroffen. Der Branchenverband BIMCO rechnet mit der baldigen Einrichtung eines internationalen Koordinierungsgremiums, um sichere Transits zu ermöglichen. AXSMarine verzeichnete die jüngste Verkehrsspitze zudem während der größten Störung von AIS-Signalen seit Konfliktbeginn: Über 200 Schiffe waren gleichzeitig von Spoofing oder anomalem Verhalten betroffen, was auf fortbestehende Sicherheitsrisiken hindeutet.

Die Straße von Hormus ist ein strategisches Nadelöhr für die globale Energieversorgung; vor dem Krieg passierte sie rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgasexporte. Der am 28. Februar durch amerikanische und israelische Luftschläge gegen Iran ausgelöste Krieg hatte zur Sperrung der Meerenge und zu Angriffen auf Dutzende Handelsschiffe geführt. Eine kurzzeitige Wiederöffnung am 18. April mit 28 Durchfahrten war an der Aufrechterhaltung der US-Blockade gescheitert. Das nun geschlossene Abkommen ließ die Ölpreise bereits sinken, doch die Verschiebung der Atomgespräche und die anhaltenden Militäroperationen im Libanon belasten die Aussichten. Die IMO arbeitet nach eigenen Angaben an einem Plan für sichere Ausfahrten; ein Datum für die Aufnahme der Verhandlungen oder die Einrichtung des Koordinierungsgremiums steht noch aus.

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DistanzPragmatismus

Am 18. Juni durchquerten 25 Handelsschiffe die Straße von Hormus, die höchste Zahl seit Mitte April. Laut AXSMarine-Daten war das Volumen fünfmal höher als der Tagesdurchschnitt Anfang Juni, nachdem eine Vereinbarung die Wiedereröffnung der Passage ermöglicht hatte.

Arabische Levante-Maghreb-Presse
PragmatismusSkepsis

Der Anstieg auf 25 Schiffe am 18. Juni folgte auf ein Memorandum of Understanding zwischen den USA und dem Iran und die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen, die als Reaktion auf die Schließung der Straße durch Teheran verhängt worden war. Die geplanten Gespräche in der Schweiz zur Einleitung eines 60-Tage-Prozesses fanden jedoch nicht statt, was Zweifel an der Vereinbarung aufkommen ließ.

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