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Medien & UnterhaltungMontag, 22. Juni 2026

Sauerstoff auf der Bühne, Sturz aus der Höhe: Wenn das Konzert zur Grenzerfahrung wird

Drei Vorfälle innerhalb weniger Tage – von Rod Stewarts Beinahe-Kollaps in Utah über einen tödlichen Sturz im Madison Square Garden bis zur Erschöpfung der argentinischen Sängerin Dalila – rücken die physische Verletzlichkeit des Live-Betriebs ins Licht.

Es war der Augenblick, in dem die Show beinahe stillstand. Rod Stewart, 81, stand im Utah First Credit Union Amphitheatre in West Valley City, auf gut 1.300 Metern Höhe, und sang „Young Turks“. Videoaufnahmen zeigen, wie er sich plötzlich an Instrumenten und Bühnengeländern festhält, schwer atmend, dann mit einer Handbewegung zwei Helfer herbeiwinkt. Eine Frau bringt eine Sauerstoffflasche, eine andere legt ihm ein kühles Tuch in den Nacken. „The show must go on“, sagt Stewart ins Mikrofon, „I nearly f***ing fainted there. Would you mind if I sit down for this one?“ Das Publikum antwortet mit anhaltendem Applaus, während der Sänger den Rest des Abends im Sitzen bestreitet.

Der Vorfall ist kein isolierter Einbruch. In den Wochen zuvor hatte Stewart Konzerte in Las Vegas und San Diego abgesagt – erst wegen einer Nasennebenhöhlenentzündung, dann wegen einer akuten Atemwegsinfektion mit Kehlkopfentzündung. Nur einen Tag nach der Absage in Chula Vista wurde er mit seinen Söhnen auf der Tribüne eines WM-Spiels in Boston gesichtet, ein alkoholisches Getränk in der Hand, was in den sozialen Netzwerken Empörung auslöste. Wenige Tage später verschob er Auftritte im Red Rocks Amphitheatre in Colorado auf September 2027. Die nordamerikanische Etappe seiner „One Last Time“-Tour, angekündigt als Abschied von den großen Arenen, wird von einer Kette medizinischer Rückschläge durchzogen.

Zur selben Zeit, am selben Wochenende, ereignete sich im Madison Square Garden in New York ein tödlicher Unfall. Während eines Konzerts der amerikanischen Jam-Band Goose stürzte ein 51-jähriger Mann von der 300-Ebene, dem oberen Rang der Arena, und blieb bewusstlos liegen. Er wurde ins Bellevue Hospital gebracht und starb dort. Die New Yorker Polizei untersucht die Umstände; die Band und der Veranstalter sprachen ihr tiefstes Beileid aus. Goose setzte das Konzert fort und beendete ihr 16-Lieder-Set kurz vor Mitternacht. Der Sturz reiht sich ein in eine kurze, aber schmerzhafte Liste ähnlicher Vorfälle in New Yorker Veranstaltungsorten – 2021 war ein Mann bei einem Dead-&-Company-Konzert im Citi Field von einem Balkon gefallen, nachdem er einen „body flip“ versucht hatte.

In Argentinien wiederum sorgt die Tropensängerin Dalila für wachsende Besorgnis. Ende Februar war sie während eines Auftritts in Avellaneda, Santa Fe, zusammengebrochen und bewusstlos von der Bühne getragen worden. Ein geplanter Auftritt in Tucumán wurde abgesagt; in einem Videostatement aus ihrem Zuhause wirkte sie erschöpft, sprach stockend und bat um Entschuldigung: „No estoy de estar así explicando. Perdón, estoy en casa.“ Wenige Tage später sagte ihre Produktion ein Konzert in Pergamino ab, weil sie „nicht bei hundert Prozent“ sei, um zwei Shows an einem Abend zu bewältigen. Die Nachricht verbreitete sich rasch in der lateinamerikanischen Cumbia-Gemeinde und nährte die Frage, wie viel die körperlich fordernde Dauertournee einer der meistgebuchten Stimmen des Genres abverlangt.

Was diese drei Episoden verbindet, ist nicht allein die Sorge um einzelne Künstler oder ein verlorenes Leben. Es ist der Blick auf eine Industrie, in der die Bühne ein Ort der permanenten körperlichen Grenzüberschreitung bleibt – für die, die auf ihr stehen, und für jene, die sich in den Rängen über ihr versammeln. Als Rod Stewart nach dem Sauerstoff wieder zu Atem kam, blieb er sitzen, die Maske noch in Reichweite, und sang weiter. Es war das Bild eines Abends, an dem das Weitermachen selbst zur eigentlichen Darbietung wurde.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 3 Sprachen

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TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Atlantische / angloamerikanische PresseIndische & südasiatische Presse
Atlantische / angloamerikanische Presse/ Sicherheit
AlarmDringlichkeit

Die angelsächsische Presse berichtet sowohl über den alarmierenden Moment, als der 81-jährige Rod Stewart auf der Bühne nach einem Beinahe-Kollaps Sauerstoff benötigte, als auch über den tragischen Tod eines Konzertbesuchers, der aus der oberen Ebene des Madison Square Garden stürzte. Die Vorfälle werden als dringende Sicherheitsbedenken behandelt, die Promi-Gesundheitsängste mit Fragen zur Veranstaltungsortsicherheit vermischen.

Indische & südasiatische Presse
DistanzPragmatismus

Die indische und südasiatische Presse berichtet nur über den tödlichen Sturz eines 51-jährigen Mannes aus der oberen Etage während eines Goose-Konzerts im Madison Square Garden. Die Berichterstattung ist sachlich und distanziert, konzentriert sich auf die Einzelheiten des Vorfalls und die polizeiliche Bestätigung ohne weitergehende Kommentare.

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Montag, 22. Juni 2026

Sauerstoff auf der Bühne, Sturz aus der Höhe: Wenn das Konzert zur Grenzerfahrung wird

Drei Vorfälle innerhalb weniger Tage – von Rod Stewarts Beinahe-Kollaps in Utah über einen tödlichen Sturz im Madison Square Garden bis zur Erschöpfung der argentinischen Sängerin Dalila – rücken die physische Verletzlichkeit des Live-Betriebs ins Licht.

Es war der Augenblick, in dem die Show beinahe stillstand. Rod Stewart, 81, stand im Utah First Credit Union Amphitheatre in West Valley City, auf gut 1.300 Metern Höhe, und sang „Young Turks“. Videoaufnahmen zeigen, wie er sich plötzlich an Instrumenten und Bühnengeländern festhält, schwer atmend, dann mit einer Handbewegung zwei Helfer herbeiwinkt. Eine Frau bringt eine Sauerstoffflasche, eine andere legt ihm ein kühles Tuch in den Nacken. „The show must go on“, sagt Stewart ins Mikrofon, „I nearly f***ing fainted there. Would you mind if I sit down for this one?“ Das Publikum antwortet mit anhaltendem Applaus, während der Sänger den Rest des Abends im Sitzen bestreitet.

Der Vorfall ist kein isolierter Einbruch. In den Wochen zuvor hatte Stewart Konzerte in Las Vegas und San Diego abgesagt – erst wegen einer Nasennebenhöhlenentzündung, dann wegen einer akuten Atemwegsinfektion mit Kehlkopfentzündung. Nur einen Tag nach der Absage in Chula Vista wurde er mit seinen Söhnen auf der Tribüne eines WM-Spiels in Boston gesichtet, ein alkoholisches Getränk in der Hand, was in den sozialen Netzwerken Empörung auslöste. Wenige Tage später verschob er Auftritte im Red Rocks Amphitheatre in Colorado auf September 2027. Die nordamerikanische Etappe seiner „One Last Time“-Tour, angekündigt als Abschied von den großen Arenen, wird von einer Kette medizinischer Rückschläge durchzogen.

Zur selben Zeit, am selben Wochenende, ereignete sich im Madison Square Garden in New York ein tödlicher Unfall. Während eines Konzerts der amerikanischen Jam-Band Goose stürzte ein 51-jähriger Mann von der 300-Ebene, dem oberen Rang der Arena, und blieb bewusstlos liegen. Er wurde ins Bellevue Hospital gebracht und starb dort. Die New Yorker Polizei untersucht die Umstände; die Band und der Veranstalter sprachen ihr tiefstes Beileid aus. Goose setzte das Konzert fort und beendete ihr 16-Lieder-Set kurz vor Mitternacht. Der Sturz reiht sich ein in eine kurze, aber schmerzhafte Liste ähnlicher Vorfälle in New Yorker Veranstaltungsorten – 2021 war ein Mann bei einem Dead-&-Company-Konzert im Citi Field von einem Balkon gefallen, nachdem er einen „body flip“ versucht hatte.

In Argentinien wiederum sorgt die Tropensängerin Dalila für wachsende Besorgnis. Ende Februar war sie während eines Auftritts in Avellaneda, Santa Fe, zusammengebrochen und bewusstlos von der Bühne getragen worden. Ein geplanter Auftritt in Tucumán wurde abgesagt; in einem Videostatement aus ihrem Zuhause wirkte sie erschöpft, sprach stockend und bat um Entschuldigung: „No estoy de estar así explicando. Perdón, estoy en casa.“ Wenige Tage später sagte ihre Produktion ein Konzert in Pergamino ab, weil sie „nicht bei hundert Prozent“ sei, um zwei Shows an einem Abend zu bewältigen. Die Nachricht verbreitete sich rasch in der lateinamerikanischen Cumbia-Gemeinde und nährte die Frage, wie viel die körperlich fordernde Dauertournee einer der meistgebuchten Stimmen des Genres abverlangt.

Was diese drei Episoden verbindet, ist nicht allein die Sorge um einzelne Künstler oder ein verlorenes Leben. Es ist der Blick auf eine Industrie, in der die Bühne ein Ort der permanenten körperlichen Grenzüberschreitung bleibt – für die, die auf ihr stehen, und für jene, die sich in den Rängen über ihr versammeln. Als Rod Stewart nach dem Sauerstoff wieder zu Atem kam, blieb er sitzen, die Maske noch in Reichweite, und sang weiter. Es war das Bild eines Abends, an dem das Weitermachen selbst zur eigentlichen Darbietung wurde.

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Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Atlantische / angloamerikanische Presse/ Sicherheit
AlarmDringlichkeit

Die angelsächsische Presse berichtet sowohl über den alarmierenden Moment, als der 81-jährige Rod Stewart auf der Bühne nach einem Beinahe-Kollaps Sauerstoff benötigte, als auch über den tragischen Tod eines Konzertbesuchers, der aus der oberen Ebene des Madison Square Garden stürzte. Die Vorfälle werden als dringende Sicherheitsbedenken behandelt, die Promi-Gesundheitsängste mit Fragen zur Veranstaltungsortsicherheit vermischen.

Indische & südasiatische Presse
DistanzPragmatismus

Die indische und südasiatische Presse berichtet nur über den tödlichen Sturz eines 51-jährigen Mannes aus der oberen Etage während eines Goose-Konzerts im Madison Square Garden. Die Berichterstattung ist sachlich und distanziert, konzentriert sich auf die Einzelheiten des Vorfalls und die polizeiliche Bestätigung ohne weitergehende Kommentare.

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