
Russlands Treibstoffkrise erreicht Moskau – Kreml verhandelt über Importe
Nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Raffinerien kommt es landesweit zu Engpässen; der Kreml bestätigt Gespräche mit anderen Staaten über Treibstofflieferungen zu akzeptablen Preisen.
Die seit Wochen schwelende Treibstoffknappheit in Russland hat nun auch die Hauptstadt erfasst. Präsident Wladimir Putin räumte am Sonntag eine „gewisse Knappheit“ ein, die durch ukrainische Angriffe auf Energieinfrastruktur verursacht worden sei. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte am Dienstag, dass Moskau mit anderen Ländern über den Import von Benzin und Diesel verhandele – allerdings nur zu „akzeptablen Preisen“. Die Krise, die auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim ihren Ausgang nahm, hat sich inzwischen auf Dutzende Regionen ausgedehnt. In Moskau und anderen Großstädten bilden sich lange Schlangen vor Tankstellen, vielerorts wird Treibstoff rationiert oder an Privatpersonen gar nicht mehr abgegeben.
Aus Moskauer Sicht wird die Mangellage offiziell als beherrschbar dargestellt. Putin sprach von „nicht kritischen“ Problemen, und Peskow führte die Engpässe auch auf eine sprunghaft gestiegene Nachfrage infolge von Panikkäufen zurück. Kiew hingegen verfolgt mit der Intensivierung der Drohnenangriffe auf Raffinerien, Öldepots und Logistikrouten nach eigener Darstellung das Ziel, die finanzielle Grundlage der russischen Kriegführung zu schwächen. In Brüssel wird diese Strategie durch die Auszahlung erster Tranchen aus dem 90-Milliarden-Euro-Darlehen der EU flankiert, das unter anderem für die Beschaffung von Drohnen und Munition bestimmt ist.
Die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung sind in vielen Landesteilen spürbar. Auf der Krim riefen die Behörden den Notstand aus, setzten den Treibstoffverkauf an Privatleute aus und drosselten den öffentlichen Nahverkehr. In sibirischen Regionen wie Irkutsk warten Autofahrer bis zu 18 Stunden an Zapfsäulen, in Orjol wird Benzin nach Kennzeichen zugeteilt. Die Versorgungsengpässe offenbaren die Verwundbarkeit der russischen Energieinfrastruktur, die trotz der Stellung als drittgrößter Ölproduzent der Welt durch gezielte Angriffe empfindlich getroffen werden kann.
Die russische Führung hat begonnen, staatliche Treibstoffreserven anzuzapfen, und erwägt ein Exportverbot für Diesel. Gleichzeitig stocken die diplomatischen Bemühungen um eine Waffenruhe; Putin erklärte, er erwarte amerikanische Unterhändler erst nach einer Einigung im Konflikt mit Iran. Die nächsten Schritte der Regierung in Moskau umfassen nach eigenen Angaben den Ausbau der Luftabwehr sowie die Sicherstellung der Versorgung, insbesondere auf der Krim. Mit welchen Staaten Importabkommen geschlossen werden könnten, ließ der Kreml offen.
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Russia reframes the crisis as temporary and manageable, attributing difficulties to external forces.
It emphasizes Russian resilience and downplays severity, using a tone of strategic solidarity that normalizes the crisis as part of the conflict.
Europe interprets Russia's shortage as evidence of military failure and the effectiveness of sanctions.
It frames the crisis as a logical consequence of Russia's actions, using facts and analysis to consolidate the narrative of Moscow's vulnerability.
Latin America observes Russia's energy crisis with detachment, focusing on global repercussions.
It adopts a neutral, analytical register, avoiding moral judgments and prioritizing economic impact.
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