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SportFreitag, 19. Juni 2026

Rudernde Parlamentarier: Norwegens Storting feiert WM-Comeback mit Wikinger-Geste

Nach dem 4:1-Sieg gegen Irak unterbrachen die Abgeordneten eine Plenarsitzung, um mit synchronen Ruderbewegungen die Nationalelf zu unterstützen – eine Hommage an die viral gegangene Fan-Choreographie.

Der sportliche Auftakt Norwegens bei der Weltmeisterschaft 2026 geriet auch im politischen Oslo zum Ereignis. Wenige Tage nach dem 4:1-Erfolg der Mannschaft von Trainer Ståle Solbakken über den Irak – Erling Haaland traf doppelt, Leo Østigård erhöhte, ehe ein spätes Eigentor den Endstand besiegelte – verwandelte sich das Plenum des Storting in eine Arena des kollektiven Enthusiasmus. Parlamentspräsident Masud Gharahkhani unterbrach am Donnerstag die Sitzung und forderte die 169 Volksvertreter auf, im Takt von „Ror! Ror! Ror!“ die Arme wie Ruderer zu bewegen. Die Mehrheit folgte dem Aufruf lachend; das Präsidium sprach anschließend von einem „Gruß aus dem Herzen der Demokratie“ an die Spieler.

Die Geste griff eine Choreographie auf, die norwegische Anhänger seit dem Turnierbeginn in den Vereinigten Staaten zelebrieren. In Boston, wo die Partie gegen den Irak im Gillette Stadium ausgetragen wurde, hatten Tausende in roten Trikots und teils mit Wikingerhelmen auf Rolltreppen, in Bars und auf den Rängen synchron gerudert. Die „Viking Row“ verweist auf die maritime Geschichte Skandinaviens und ist binnen Tagen zum visuellen Markenzeichen der norwegischen WM-Präsenz geworden. Auch in sozialen Netzwerken kursieren die Aufnahmen weltweit; arabische, französische und lateinamerikanische Medien griffen das Motiv auf und zeigten sich von der Verbindung aus Folkloristik und Fußballbegeisterung angetan.

Nicht alle Abgeordneten teilten die festliche Stimmung. Erlend Wiborg vom Fremskrittspartiet, der zweitstärksten Kraft im Parlament, blieb demonstrativ sitzen und erklärte, er glaube nicht, dass Solbakken durch rudernde Repräsentanten mehr Punkte erhalte. Auch Ola Svenneby (Høyre) und Agnes Nærland Viljugrein (Arbeiderpartiet) beteiligten sich nicht. Wiborg verwies zudem darauf, dass die Szene unmittelbar auf eine kontroverse Abstimmung folgte, was den Zeitpunkt unpassend erscheinen ließ. Dem hielt Mímir Kristjánsson von der linkssozialistischen Partei Rødt entgegen, es müsse erlaubt sein, dass Volksvertreter „im Rhythmus des Volkes“ ruderten – niemand nehme Schaden.

Die Rückkehr auf die WM-Bühne nach 28 Jahren Abstinenz – zuletzt war Norwegen 1998 in Frankreich dabei – hat im Land eine Welle der Identifikation ausgelöst. Ministerpräsident Jonas Gahr Støre wohnte dem Auftaktspiel bei, das Königshaus kündigte die Anwesenheit von Prinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus beim nächsten Auftritt an. Der 4:1-Sieg verschafft der von Haaland und Martin Ødegaard angeführten Equipe eine günstige Ausgangslage in der Gruppe I. Bereits am 22. Juni kann gegen Senegal im MetLife Stadium von New Jersey der vorzeitige Einzug in die K.-o.-Runde gelingen – ein Szenario, das die Ruderbewegungen wohl über das Parlament hinaus weitertragen dürfte.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Kontinentaleuropäische PresseLateinamerikanische Presse
Kontinentaleuropäische Presse
TriumphIronie

In einem Moment kollektiver Euphorie unterbrachen norwegische Abgeordnete die Parlamentssitzung, um die Wikinger-Ruderfeier nachzuahmen, und sendeten damit ein fröhliches Signal der Unterstützung an ihre Nationalmannschaft nach einem überwältigenden Sieg. Die als spektakulär und perfekt synchronisiert beschriebene Szene verwandelte den Plenarsaal in eine heitere Demonstration des Nationalstolzes.

Lateinamerikanische Presse/ Markt
TriumphPaternalismus

Norwegische Abgeordnete ahmten die virale 'Wikinger-Ruderbewegung' nach, die Fans auf Rolltreppen und Rängen populär gemacht hatten, und machten die Geste zu einem Symbol nationaler Identität, die im skandinavischen Erbe verwurzelt ist. Der vom Parlamentspräsidenten vorgeschlagene Akt unterbrach kurz die Sitzung, um die Mannschaft bei der Weltmeisterschaft anzufeuern, und zeigte, wie Fußball und Tradition in einer festlichen Darbietung verschmelzen.

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Freitag, 19. Juni 2026

Rudernde Parlamentarier: Norwegens Storting feiert WM-Comeback mit Wikinger-Geste

Nach dem 4:1-Sieg gegen Irak unterbrachen die Abgeordneten eine Plenarsitzung, um mit synchronen Ruderbewegungen die Nationalelf zu unterstützen – eine Hommage an die viral gegangene Fan-Choreographie.

Der sportliche Auftakt Norwegens bei der Weltmeisterschaft 2026 geriet auch im politischen Oslo zum Ereignis. Wenige Tage nach dem 4:1-Erfolg der Mannschaft von Trainer Ståle Solbakken über den Irak – Erling Haaland traf doppelt, Leo Østigård erhöhte, ehe ein spätes Eigentor den Endstand besiegelte – verwandelte sich das Plenum des Storting in eine Arena des kollektiven Enthusiasmus. Parlamentspräsident Masud Gharahkhani unterbrach am Donnerstag die Sitzung und forderte die 169 Volksvertreter auf, im Takt von „Ror! Ror! Ror!“ die Arme wie Ruderer zu bewegen. Die Mehrheit folgte dem Aufruf lachend; das Präsidium sprach anschließend von einem „Gruß aus dem Herzen der Demokratie“ an die Spieler.

Die Geste griff eine Choreographie auf, die norwegische Anhänger seit dem Turnierbeginn in den Vereinigten Staaten zelebrieren. In Boston, wo die Partie gegen den Irak im Gillette Stadium ausgetragen wurde, hatten Tausende in roten Trikots und teils mit Wikingerhelmen auf Rolltreppen, in Bars und auf den Rängen synchron gerudert. Die „Viking Row“ verweist auf die maritime Geschichte Skandinaviens und ist binnen Tagen zum visuellen Markenzeichen der norwegischen WM-Präsenz geworden. Auch in sozialen Netzwerken kursieren die Aufnahmen weltweit; arabische, französische und lateinamerikanische Medien griffen das Motiv auf und zeigten sich von der Verbindung aus Folkloristik und Fußballbegeisterung angetan.

Nicht alle Abgeordneten teilten die festliche Stimmung. Erlend Wiborg vom Fremskrittspartiet, der zweitstärksten Kraft im Parlament, blieb demonstrativ sitzen und erklärte, er glaube nicht, dass Solbakken durch rudernde Repräsentanten mehr Punkte erhalte. Auch Ola Svenneby (Høyre) und Agnes Nærland Viljugrein (Arbeiderpartiet) beteiligten sich nicht. Wiborg verwies zudem darauf, dass die Szene unmittelbar auf eine kontroverse Abstimmung folgte, was den Zeitpunkt unpassend erscheinen ließ. Dem hielt Mímir Kristjánsson von der linkssozialistischen Partei Rødt entgegen, es müsse erlaubt sein, dass Volksvertreter „im Rhythmus des Volkes“ ruderten – niemand nehme Schaden.

Die Rückkehr auf die WM-Bühne nach 28 Jahren Abstinenz – zuletzt war Norwegen 1998 in Frankreich dabei – hat im Land eine Welle der Identifikation ausgelöst. Ministerpräsident Jonas Gahr Støre wohnte dem Auftaktspiel bei, das Königshaus kündigte die Anwesenheit von Prinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus beim nächsten Auftritt an. Der 4:1-Sieg verschafft der von Haaland und Martin Ødegaard angeführten Equipe eine günstige Ausgangslage in der Gruppe I. Bereits am 22. Juni kann gegen Senegal im MetLife Stadium von New Jersey der vorzeitige Einzug in die K.-o.-Runde gelingen – ein Szenario, das die Ruderbewegungen wohl über das Parlament hinaus weitertragen dürfte.

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In einem Moment kollektiver Euphorie unterbrachen norwegische Abgeordnete die Parlamentssitzung, um die Wikinger-Ruderfeier nachzuahmen, und sendeten damit ein fröhliches Signal der Unterstützung an ihre Nationalmannschaft nach einem überwältigenden Sieg. Die als spektakulär und perfekt synchronisiert beschriebene Szene verwandelte den Plenarsaal in eine heitere Demonstration des Nationalstolzes.

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TriumphPaternalismus

Norwegische Abgeordnete ahmten die virale 'Wikinger-Ruderbewegung' nach, die Fans auf Rolltreppen und Rängen populär gemacht hatten, und machten die Geste zu einem Symbol nationaler Identität, die im skandinavischen Erbe verwurzelt ist. Der vom Parlamentspräsidenten vorgeschlagene Akt unterbrach kurz die Sitzung, um die Mannschaft bei der Weltmeisterschaft anzufeuern, und zeigte, wie Fußball und Tradition in einer festlichen Darbietung verschmelzen.

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