
Rubio: Trumps Iran-Politik folgt der Doktrin 'Kopf für Auge'
US-Außenminister Marco Rubio droht Teheran mit eskalierenden Vergeltungsschlägen, während die Ölpreise über 100 Dollar steigen und die Spannungen am Persischen Golf zunehmen.
Am Rande des ASEAN-Außenministertreffens in Manila hat US-Außenminister Marco Rubio die Politik von Präsident Donald Trump gegenüber Iran als „Kopf für Auge“ bezeichnet. Trump hatte zuvor gedroht, bei jedem iranischen Angriff auf Schiffe in der Straße von Hormus eine Brücke oder ein Kraftwerk in Iran zu bombardieren. Die Drohung folgt auf eine Serie von Angriffen der iranischen Revolutionsgarden auf Handelsschiffe und eine nächtliche US-Militärkampagne, die nach Angaben des Zentralkommandos bereits die zwölfte Nacht in Folge Ziele in Iran traf. An den Rohstoffmärkten überschritt der Preis für Brent-Rohöl erstmals seit Mai wieder die Marke von 100 US-Dollar, befeuert durch Huthi-Angriffe auf saudische Tanker und steigende Versicherungsprämien.
Aus Washingtoner Sicht ist Iran nicht zu einer belastbaren Einigung bereit. Rubio erklärte, Teheran bitte „direkt und indirekt“ um Verhandlungen, verletze aber jedes Mal getroffene Waffenruhe-Vereinbarungen. Die iranische Verteidigungsindustrie sei „dezimiert“, Radar- und Raketenstellungen würden jede Nacht zerstört. Zugleich kündigte Rubio ein ziviles Nuklearabkommen mit Saudi-Arabien an, das dem Kongress zur Prüfung vorgelegt werde; Riad sei ein strategischer Partner, und Washington ziehe es vor, dass saudische Anreicherung mit den USA erfolge. Aus Teheraner Sicht stellt sich die Lage anders dar: Außenminister Abbas Araghchi bekräftigte die Doktrin „Auge um Auge“ und drohte mit einer „machtvollen und entschlossenen Antwort“ auf jeden Angriff. Iranische Staatsmedien wiesen Rubios Äußerungen als „Lügen“ zurück und machten die USA für die Eskalation verantwortlich. Die Revolutionsgarden warnten vor einer „Operation, die öffentliche Trauer in Amerika auslösen wird“.
Die Straße von Hormus, durch die vor dem Konflikt etwa ein Fünftel des globalen Rohöls und Flüssigerdgases transportiert wurde, ist zum zentralen Schauplatz geworden. Nach Darstellung Washingtons versucht Iran, die Kontrolle über die Schifffahrt zu erlangen und erhebt Transitgebühren. Rubio zufolge ist auch China über das iranische Vorgehen verärgert. Die Huthi-Miliz im Jemen, die von Teheran unterstützt wird, hat unterdessen Angriffe auf saudische Öltanker ausgeweitet und damit eine neue Front eröffnet. Die USA knüpfen eine Waffenruhe mit Iran laut Medienberichten an die Bedingung einer militärischen Neutralisierung der Meerenge, was eine Reduzierung der offensiven Fähigkeiten der Revolutionsgarden in diesem Gebiet bedeuten würde.
Das geplante Nuklearabkommen mit Saudi-Arabien, das nach Rubios Worten ausschließlich friedliche Nutzung vorsieht und militärische Anwendung verbietet, wird in den kommenden Tagen dem US-Kongress zugeleitet. Die US-Regierung betont, dass ein Regimewechsel in Iran nicht das Ziel der Operationen sei; vielmehr gehe es darum, eine nukleare Bewaffnung Teherans dauerhaft zu verhindern. Die militärischen und wirtschaftlichen Druckmittel sollen nach Aussage Rubios so lange aufrechterhalten werden, bis Iran zu einer „ernsthaften und durchsetzbaren“ Vereinbarung bereit sei. Eine diplomatische Lösung ist damit vorerst nicht in Sicht.
| Iranische & verwandte Presse | −0.90 | critical |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.10 | neutral |
| Arabische Golfpresse | +0.20 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Iran denounces US aggression and the threat of disproportionate retaliation, asserting its right to self-defense and rejecting Rubio's claims as lies.
The bloc uses victimization and historical grievances (US violations of the Islamabad memorandum) to frame the US as an untrustworthy aggressor, making its own position appear morally justified.
The bloc omits any mention of Iranian attacks on commercial shipping in the Strait of Hormuz or the context of the clashes that triggered the US response.
The United States asserts its determination to protect navigation and punish Iran for its actions, dismissing accusations of aggression as unfounded.
The bloc uses the language of deterrence and proportionality ('head for an eye') to justify a strong response, and cites Iran's alleged begging to portray Tehran as weak and desperate.
The bloc omits the US violations of previous agreements (e.g., the Islamabad understanding) and the disproportionate nature of the 'head for an eye' doctrine compared to Iran's 'eye for an eye'.
The Gulf states support the US hardline stance against Iran, questioning Tehran's sincerity and emphasizing the heavy price it will pay.
The bloc amplifies US official statements without critical scrutiny, using repetition to make the US narrative appear factual and inevitable.
The bloc omits any criticism of US policy or the humanitarian impact of the conflict, and does not mention Iran's perspective on the violations.
The Latin American report presents Rubio's statement as a neutral news item, without endorsing or condemning either side.
The bloc uses a detached, factual reporting style to appear objective, avoiding any analysis that might reveal bias.
The bloc omits the broader context of the Hormuz clashes and the history of US-Iran tensions, focusing only on the immediate exchange.
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