
Raubüberfälle auf Fahrer, Autodiebstähle und schwere Unfälle: Ein Wochenende polizeilicher Interventionen
Von Bogotá über Buenos Aires bis Jerusalem melden Behörden Festnahmen nach Angriffen auf Fahrdienstleister, der Zerschlagung einer Autoschieberbande und mehreren Verkehrsunfällen.
In der brasilianischen Stadt Sorriso hat eine 24-jährige Frau nach ihrer Festnahme einen Journalisten in der Polizeiwache bedroht und ihm mit dem Tod durch eine kriminelle Gruppierung gedroht. Nach Angaben der Militärpolizei von Mato Grosso war die Frau zuvor gemeinsam mit drei Jugendlichen im Alter von 14, 16 und 17 Jahren festgenommen worden. Die Gruppe soll einen Fahrer einer digitalen Plattform entführt, ihn zu einer stundenlangen Fahrt durch die Stadt gezwungen und anschließend ein Haus ausgeraubt haben. Die Bewohner wurden in einem Zimmer eingeschlossen, während die Tatverdächtigen Mobiltelefone entwendeten und unautorisierte Überweisungen per Pix vornahmen. Bei der Festnahme leistete die Frau Widerstand, Angehörige der Jugendlichen versuchten die Maßnahme zu behindern. Die Polizei stellte einen Revolver, Munition und neun Mobiltelefone sicher. Die Verdächtigen gaben an, einer kriminellen Fraktion anzugehören. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen dauern an.
In Bogotá, Kolumbien, nahm die Metropolitanpolizei zwei Männer im Alter von 19 und 20 Jahren fest, die im Viertel Protecho in Ciudad Bolívar einen Fahrer einer digitalen Plattform mit einer Schreckschusswaffe bedroht und sein Fahrzeug geraubt hatten. Der Fahrer alarmierte die Behörden, und Zeugen wählten den Notruf. Polizisten des CAI Candelaria konnten die Tatverdächtigen kurz darauf stellen und das Fahrzeug sicherstellen. Beide Männer sind nach Polizeiangaben wegen früherer Raubdelikte und illegalen Waffenbesitzes vorbestraft. Ein Gericht ordnete Hausarrest an.
In Argentinien ereigneten sich mehrere schwere Verkehrsunfälle. Auf der Avenida General Paz in Buenos Aires wurde ein Verkehrssicherheitsermittler der Stadtpolizei, der von der Begutachtung eines früheren Unfalls zurückkehrte, von einem Ford Fiesta aufgefahren. Sein Fahrzeug, ein Renault Kangoo, überschlug sich. Der 36-jährige Fahrer und eine 35-jährige Beifahrerin erlitten multiple Traumata und wurden in ein Krankenhaus gebracht. Die Unfallursache ist unklar, da an der Stelle keine Überwachungskameras vorhanden sind. Insgesamt registrierten die Rettungsdienste an diesem Morgen 15 Verkehrsunfälle im Großraum Buenos Aires. Ebenfalls auf der General Paz entzogen sich zwei Motorradfahrer ohne Helm einer Polizeikontrolle und kollidierten nach einer Verfolgungsfahrt mit einem Streifenwagen in Villa Madero. Der 17-jährige Sozius war bereits viermal wegen Raubes in der Hauptstadt aktenkundig. Das Motorrad wies Manipulationen auf, die auf einen Diebstahl hindeuten. In Ensenada wurde ein Motorradfahrer von einem Auto erfasst und schwer verletzt; der Autofahrer wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt.
Nahe der Siedlung Anata im Westjordanland vereitelte die israelische Polizei die Zerlegung eines gestohlenen Fahrzeugs. Nach Behördenangaben demontierten vier Verdächtige Teile eines israelischen Wagens, als ein Spezialeinsatzkommando eingriff. Zwei Männer, ein 17-jähriger israelischer Minderjähriger aus Kfar Aqab mit offenem Haftbefehl und ein Mann aus Silwan in Ostjerusalem, wurden festgenommen; zwei weitere flüchteten. Das Auto war Stunden zuvor in Jerusalem gestohlen worden. Die Polizei kündigte an, die Festgenommenen einem Haftrichter vorzuführen. In allen Fällen dauern die Untersuchungen an.
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